30 Oktober 2014

Küche heute

Ich hätte Maiskolben haben können.

Stattdessen habe ich etwas kompliziertes gekocht...

... Bratkartoffeln...



... wooo-haaa-haaa-haaa! ... öchött ... hust!

Straight

Damals, vor 30 Jahren, waren sie eine Offenbarung. Aber bereits zehn Jahre später begann einem der Song "Sultans of Swing" von den DireStraights gehörig auf den Sack zu gehen. Das bedeutet: Inzwischen seit über zwanzig Jahren.

Deshalb hat das Stück diese Hinrichtung durchaus verdient:

via Nuschelproktologin bei Twitter

28 Oktober 2014

Durch

Und manchmal gehen sie mit einem durch.

Am 19.08.2014 um 20:39 teilte Torsten S. aus B. dem Großen Bloguator™ eine wichtige Beobachtung mit:

Das Land ist groß im Kommen. Jedenfalls in der Werbung und in Zeitschriftentiteln: Landlust, liebes Land, Landliebe.

Einwurf und Interjectio des Großen Bloguators: "Landesverrat und Land-Ei!"

Neuerdings kommen auch Lebensmittel angeblich vom Land: Landmilch, Landsalami, Landkäse. Jetzt gibt es bei Aldi sogar Landkartoffeln. Merkwürdig - dachte man doch bisher, Kartoffeln würden nur in der Stadt wachsen.

Der Große Bloguator™ beauskunftete diese konkrete Anfrage wie folgt:

Lieber Torsten S.,

(voller Name d. Red. bekannt)

das ist natürlich Quatsch! Landkartoffeln stehen im Gegensatz zu den alther­gebrachten historischen Seekartoffeln!

(welche damals aber noch übertroffen wurden von den Überseekartoffeln)

Es verhält sich genau wie mit echten Erdbeeren und naturidentischen Aromastoffen.

(nur, warum findet sich in Spülmittel echter Zitronensaft, aber in Getränken künstliches Zitronenaroma? Ach, egal…)

Die Seekartoffel wiederum war ein Konkurrenzprodukt zur Seegurke, wobei man sie andererseits gemeinsam auf Seenplatten seervierte.

Die Landkartoffel also ist eine eher neue Erfindung der Nahrungs­mittel­industrie. Um ihr ein wenig historisches Gepräge zu geben wurde das Gerücht in die Welt gesetzt, die "Land"kartoffel sei von Christoph Kolumbus aus Amerika importiert worden, auf dem Seeweg. Und genau deshalb sei sie angeblich ebenso gesund wie die klassische Seekartoffel.

(vgl. d. sog. Flugrose - aus Kenia auf dem Luftweg per Flugzeug eingeführte gewöhnliche Zuchtrose)

In Zeiten da Kartoffälscher noch echte Seekartoffeln fälschten, indem sie Landkartoffeln umetikettierten, wurde die Kartoffelnase eingesetzt, um den Betrug aufzudecken. Heute gibt es die DNS-Analyse und auch die Kartoffelnase wurde für überflüssig erklärt. Stattdessen setzt man Trüffelschweine ein, aber für andere Aufgaben.

Traurige Welt!

21 Oktober 2014

Ente

Heute morgen fällt die Zeitung aus dem Briefkasten auf den Boden. Zu erkennen ist ein Entengesicht. Erster Gedanke beim Großen Bloguator™:
Ohmeingott! Donald Duck ist tot!
War dann aber gar nicht Donald, sondern Dagobert. Und er ist auch nicht tot.

20 Oktober 2014

Ordnung

Kraftbetriebene geneigte Hebebühnen sind keine Rampen.

Garagenverordnung GaVO 2011

15 Oktober 2014

Monti Fiori

Das hier ist angenehm durchgedreht auf höherem Level:

Und wer hätte gedacht, dass der italienische Schlager nochmal zu Ehren kommt?

11 Oktober 2014

Kleine Bitte

Ich hätte da gern mal etwas erklärt. Warum druckt jemand so unglaublich triviale, redundante und insgesamt überflüssige Informationen auf eine Lebensmittelpackung?


Ich wiederhole ohne die anspruchvolle Formatierung:
Sonnensüße Orangen - süß
aromatischer Duft - ideal zum Essen
*
Aha. Süße Orangen, süß. Aus dem Lebensmittelladen, mit Aroma und Duft, zum Essen - na klar, wie sollte der Kunde das sonst auch merken? Kommt man ja von selbst nicht drauf.

In meinem Kopf wird dieser Text von einer begeisterten jungen Frauenstimme im Radio vorgetragen und etwa sechzig mal am Tag wiederholt: "Die Idee!"

Neulich mal stand auf einer Packung mikroskopisch kleiner Kirschtomaten "Zum Naschen". Hätte auch niemand gedacht, wenn man für eine Hauptmahlzeit etwa viertausend dieser sündig teuren Dinger braucht, dass man die vielleicht ""nascht".

Die Orangen waren dann übrigens zwar süß, aber holzig.

... aaaaaargh!





* wieso sind da eigentlich keine Ausrufezeichen? Wäre doch genug Platz gewesen. Da gehören doch Ausrufezeichen hin!

09 Oktober 2014

Gut gegeben

Das hier gefällt mir gut:

 
 Hab ich von einer Webseite, die es mit den Quellenangaben auch nicht so besonders genau nimmt.

Alev Korun ist eine österreichische Grünen-Politikerin, ihr Facebook-Profil findet man hier.

08 Oktober 2014

Quelle

Der Große Bloguator™, erklärter Freund der Alliteration in der Konversation, ist hier auf eine ergiebige Quelle gestoßen: ARCORs Fachportal für Promi-Bashing namens Modesünde der Woche.

Zur Illustration der illegitimen Insinuation hier ein paar Beispiele (Rufzeichen sind selbstverständlich Teil des Originals)

- Böses Blackout! (über Hillary Duff)

- Loser-Look! (über Diane Kruger)

- Tüll-Tumult bei Lena Dunham

- Styling Sünde! Cara Delevingnes Spitzen-Schreck

- Klamotten-Katastrophe! Ketten-Chaos bei Amber Rose

- Marisa Tomeis Feinripp-Fehltritt

- Gothic-Graus bei Leona Lewis

- Grauen in Grün! Paula Abduls Frosch-Fiasko

- Trend-Terror! Rita Oras Tutu-Trauma
(der Text beginnt dann noch mit "Balla-Balla-Ballerina")

- Huch! Hosen-Humbug bei Jennifer Lopez

usw.

und hier zwei ganz besondere stilistische Kracher, sozusagen Abscheu-Alliteration-zum-Quadrat:

- Mode-Missgriff! Kim Kardashians Morgenmantel-Misere

- Couture-Chaos! Lindsay Lohans Ketten-Katastrophe

Man muss vermutlich außerordentlich enttäuscht sein vom Leben, um mit dermaßenem Erfindungsreichtum unwichtige Gestalten ehrzuverletzen.

 

 

 


hab nocheinmal nachgesehen wegen der Autorenschaft dieser Artikel. Darunter steht:

© CONCON Content Consulting GmbH / Nadja Schaer

Vermuten wir also, dass es Frau Schaer ist, welche vom Leben so außerordentlich enttäuscht wurde. Muss ja auch mal gesagt werden.

07 Oktober 2014

Am Oberton

Hier gibt es wieder etwas seltsames zu entdecken... also, vielleicht eher: selten, weil das in unserer Umgebung kaum jemand macht.

Kennt unsereiner ja sonst nur aus den sibirischen Schamanenkulturen.

Leider lenkt das Dekolleté der netten jungen Frau ein wenig vom Gesang ab. Man findet sie hier: Anna-Maria Hefele

30 September 2014

Hokusai - Fragezeichen?

Das hier ist auf die beste Weise seltsam:


Ich meine: Allein die Anreise in den Saal mit den Grafitti...

... mal ganz abgesehen davon, dass es um Hokusai geht.

26 September 2014

Wind & Wetter

Der Große Bloguator™ schätzt es, bei ein wenig mehr Wind zu segeln. Also: Es ist nicht schlimm, wenns ordentlich pfeift. Dummerweise ist in der laufenden Saison immer da kein Wind, wo sich Der Große Bloguator™ gerade aufhält.

Für gestern beispielsweise waren 3 - 6 Windstärken verkündigt. Die öffentlichen Wetterfrösche übertreiben seit Kachelmann zwar die erwartete Luftbewegung gewaltig, aber man kennt das bereits und stellt sich seelisch-moralisch darauf ein: 3 - 4 wären in Ordnung gewesen.

Also waren wir für 18.00h zum Segeln verabredet. Braucht jedes mal eine Dreiviertelstunde Anfahrt. Und fanden uns am See ein.

An einem spiegelglatten See, ich betone! Die Aufzeichnung gibt die Glätte des Sees gar nicht angemessen wieder, da der Messfühler in einiger Höhe liegt, wo viel mehr Wind vorbei kommt als auf der Wasseroberfläche. Es handelte sich dann auch nur um eine temporäre Störung. Sie dauerte bis zum Einbruch der Dunkelheit.


Der Große Bloguator™ ist in dieser Saison so etwas wie ein invertierter Hurrikan: Wo er erscheint, in Begleitung eines Bootes, tritt Windstille ein.

Wäre das nicht ein neues Geschäftsfeld?
Beherrscher der Flaute  - Züchtiger der Naturkatastrophen!
by Flautenking


... aaaargh!

16 September 2014

Anagrammatik

Der im Großen Bloguator™ eingebaute Humane Anagramm Generator HAG hat kürzlich die Obelreitung und den Patenroster erfunden.

Obelreitung.

Patenroster.

... na klar...

... verdammt.

 

 

 


ja, sicher, es hätten auch die Lobereitung und der Pastenroter werden können - schlimmer geht immer.

15 September 2014

Fahrstuhl - Lift - Aufzug

In Berlin gibt es noch um die zwei Dutzend Paternoster - also solche endlos umlaufende Aufzüge, in die man während der Fahrt einsteigt bzw. aus der Fahrt abspringt.

Ein Paternoster ist eine Art Karussell für Erwachsene.

Mit Aufzügen gibt es zwar unproportional wenige Unfälle, aber aus Sicherheitsgründen wurden trotzdem viele stillgelegt und abgebrochen. Die noch noch exisiterenden befinden sich meist innerhalb von abgeschlossenen Bürogebäuden. Selbst wenn der Paternoster noch funktioniert ist er daher nur für die Mitarbeiter in dem Haus benutzbar.

Eine Ausnahme ist der Aufzug im Rathaus Schöneberg: Der ist öffentlich zugänglich. Versteht sich, dass Der Große Bloguator™ auf dem Gerät eine Runde drehen musste, als er kürzlich überraschend davor stand:

12 September 2014

Rummel

Der Herr @Hartweizenhirn, seines Zeichens Twitterkönig, hat neulich auf folgendes Kulturerzeugnis hingewiesen: Der Titel heißt Bratwurstzange von einem Künstler namens Rummelsnuff.

Muss man nicht schön finden. Kann man aber immerhin für ... hhrrmm ... hhrrmm... interessant halten.

11 September 2014

Rot

Berlin, Gegenwart. Natürlich gehen wir hier alle bei Rot rüber, was denn sonst?

Aber irgendwer muss den Zugereisten mal erklären, dass wir nur bei Rot über die Straße gehen, wenn gerade "nichts kommt", kein Radfahrer, kein Bus und vor allem kein Auto.

Deutsche Autofahrer sind nicht wie italienische. Hier fahren sie dich um, nur weil sie Vorfahrt hatten. Obwohl der Bremsweg ausgereicht hätte. Berliner Radfahrer sind inzwischen auch so. Busfahrer immerhin wägen manchmal ab. Trotzdem.

Also, liebe Zugereiste: Bei Rot nur gehen, wenn nichts kommt!

10 September 2014

Bolero

Och, für alle, die es lange nicht mehr gesehen haben, mache ich es mal hier rein: Der Abschnitt Bolero von Ravel aus Allegro non Troppo

(für die ungeduldige Leserin: Da entwickelt sich eine ganze Zivilisation aus der weggeworfenen Cola-Flasche eines Raumschiffes)


Allegro Non Troppo - 1977

Wer möchte kann mit mir auch den ganzen Film kucken.

Ich möchte.

08 September 2014

Eulen tragen

Ich frage mich, was sie getan haben, damit der geduldige Vogel immer in dieselbe Richtung schaut:

Was mir dabei eindeutig fehlt, ist dass die seekranke Eule dem Forscher am Ende auf den Kittel kotzt.

07 September 2014

Scheinbar Schöneberg

Neulich in der Schöneberger Scheinbar, Open Stage, jeder Teilnehmer hat für seine Nummer sieben Minuten.

Einer der Künstler kommt aus Rudow und ist dort angeblich sogar geboren. Rudow liegt in der Berliner Prestige-Skala ziemlich weit unten. Aber ein Berliner, der tatsächlich in Berlin geboren ist, ziemlich weit oben.

Wer in der ersten Reihe sitzt, muss bei Shows üblicherweise mitmachen. In der ersten Reihe sitzt nur diesmal leider niemand. Eine Frau in der zweiten Reihe macht begeistert mit und stöhnt bei der ersten Erwähnung verächtlich auf "Oooooh, Rudow!" Als ob sie jemals in Rudow gewesen wäre. Auf die Frage nach ihrem Wohnort nennt sie stolz "Prenzlauer Berg". Das erklärt einiges.

Die folgenden Witze des Künstlers über Prenzlauer Berg versteht sie nicht. Woher soll so jemand auch wissen, dass nach der Wende ca. 85% der Einwohner von Prenzlberg ausgetauscht wurden? Also, dass die Bewohner der Altbauten vertrieben wurden zugunsten besserverdienender Einwohner von anderswo.

Was gleichzeitig zu dem Wissen führt, dass nahezu jeder gegenwärtige Einwohner von Prenzlberg mit großer Wahrscheinlichkeit ein Zugezogener, Touri und Besserverdiener ist. Zu den Besser"verdienern" zählen in diesem Sinne insbesondere die reich verheirateten und die glücklichen Erben mittlerer Vermögen. Und "anderswo", das ist von Berlin aus immer: Die Provinz.

Dass alle folgenden Scherze des gebürtigen Rudower Künstlers über Prenzlberg auf ihre Kosten gehen, bemerkt die Frau in der zweiten Reihe nicht und  plappert immer munter weiter. So jemand ist doch nicht mal satisfaktionsfähig!

Manchmal bedaure ich die Schöneberger Toleranz gegenüber Minderheiten.

 

 

 


oh, klingt das etwa arrogant?

... guuut!

31 August 2014

Schnappatmung

Gerade bin ich in der U7 auf DAS STINKTIER getroffen, wieder einmal.

Es handelt sich dem Aussehen nach um einen verwahrlosten Obdachlosen, der eine intensive Geruchsmischung aus Harn und Eiter verströmt. Sie ist so stark, dass er damit die stumpfsten Zeitgenossen schafft und um den Verstand bringt. Zwei Leute verließen sofort den Waggon, die übrigen blieben mit grünen Gesichtern sitzen, etliche zückten Taschentücher und hielten sie schutzsuchend vor die Nase. Aber vor ihm gibt es kein Entkommen in dem geschlossenen Abteil. Selbst wenn er endlich ausgestiegen ist liegt der entsetzliche Gestank noch drei Stationen lang in der Luft. Kein Witz.

Letztes Jahr habe ich erlebt, wie er in Neukölln in der U-Bahn allein durch sein Auftauchen eine Bande von fünf jugendlichen Rüpeln in die Flucht schlug. Kein Witz, ich schwör!

Was soll man da sagen? Bei seinem Geruch bleibt sogar das übliche Mitgefühl mit den Entwurzelten auf der Strecke. Wenn er kommt verschlägt es dem zufällig Anwesenden buchstäblich die Sprache.




jaa-aa, das mag sich zynisch anhören! Aber es handelt sich wirklich nur um diesen einen Obdachlosen, der mir so dermaßen pauschal unsympathisch ist.

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