27 Mai 2015

Echtzeit!

Ich weiß nicht, wie es funktioniert – aber es ist so was von GEIL!!! dass mir der Atem stockt: Der Transit Visualization Client zeigt die Bewegung von Fahrzeugen der öffentlichen Verkehrsmittel an – in Echtzeit!

Heißt: Man kann den Bussen und U-Bahnen der Stadt am Bildschirm beim Fahren zusehen. HAMMER!

Hier für Berlin (via den Checkpoint vom Tagesspiegel)


schade, so cool wie das ist hätte ich es hier gerne eingebunden – geht aber anscheinend nicht, daher nur ein Standbild

21 Mai 2015

Heimatkunde


Heute mal wieder etwas ganz anderes

Über die Vorschläge zum Grimme-Online-Award 2015 bin ich auf dieses bemerkenswerte digitale Angebot gestoßen:

M29 – Berlins Buslinie der großen Unterschiede

Herausgegeben wird es von der Berliner Morgenpost aus dem Springer-Verlag, nicht unbedingt die bevorzugte Hauspostille des Großen Bloguators™

… aber!

Am Beispiel dieser Buslinie werden die großen sozialen Unterschiede in Berlin deutlich  gemacht – und zwar vollständig wie auch neutral (erwartet man ja von Springer-Veröffentlichungen nicht gleich).

Im Kopf der Seite sieht man die Aussicht aus der vordersten Sitzreihe oben und kann auch den gewünschten Streckenabschnitt anklicken.

Darunter kommen soziologische, ökonomische und heimatkundliche Betrachtungen zum Wahlverhalten, der Herkunft, dem Einkommen und der Altersstruktur. Und auch Mietsteigerungen, Einbrüche und Ferienwohnungen (eine simple Information, die die Berliner Verwaltung angeblich nicht darstellen kann).

Zu jedem Stichwort wird eine kleine Grafik zur Lokalisierung eingeblendet, d.h. wo entlang der Linie die jeweilige Haltestelle liegt und welche Verhältnisse dort herrschen. Damit sind endlich einmal die Möglichkeiten der interaktiven Darstellung zur Verständlichkeit des Lesers genutzt.  An sich schade, dass man das so hervorheben muss, aber ist ja keineswegs selbstverständlich.

Oh ja! Sehenswert! Hingehen!

19 Mai 2015

Letzte Woche

Letzte Woche hat der Große Bloguator™ getan, was er immer tut, wenn man ihn eine Weile nicht erreicht. Einen sinnvollen Überblick erhält man einerseits hier: Äintschie@Zenfolio (wähle F11 für Vollbild!)

Dazwischen, davor und danach geschah dieses, während ein Regenguss herniederging...


... sowie beim Strandfrühstück dieses - der Name der Ente ist Elsa:


Aber danach haben wir auch noch andere Sachen gemacht, nämlich das:


Das oben ist die Hauptstraße in Madonna di Campiglio – nicht, dass es dort irgendwo einen See gäbe…

… vom anschließenden Mendola-Pass haben wir keine Fotos. Die Abfahrt hinunter nach Bozen ist atemberaubend!

Und dann noch das Penser Joch, erwähnenswerte 2.211m hoch. Da wollte ich mit dem Boot schon immer einmal hin:



Tja.




05 Mai 2015

Zwschnstnd

Hätte ich Haare - ich würde sie mir raufen!
Das ist der ungefähre Zwischenstand, von dem Zeitpunkt, wo Der Große Bloguator™ noch Haare hatte hin zu dem Punkt, wo der Schwerpunkt auf dem Raufen liegt.

Fragt sich, ob sich darin eine Richtung erkennen lässt: Ob der Weg also zu einem immer raufeneren Leben führt, oder sich noch ein gänzlich neuer Zustand einstellt - in dem Haare einfach keine Rolle spielen.

Tja.

30 April 2015

Saisong!

Falls mich in den nächsten Monaten jemand vermisst (aktuell merke ich nichts): Die Segelsaison hat begonnen.

Endllich wieder hilflos eingesperrt in kleine Blechdosen tausende Kilometer herunterspulen, nur um an den entfernten Seen der Welt seine Freunde zu treffen, Unfug zu machen, Segelrennen zu segeln und die frische Luft das gesamte Wetter einschließlich aller Unbilden zu genießen.

Wenn man alles richtig macht, kann das etwa so aussehen:




Seestücke zur Verfügung gestellt + alle Rechte beim großartigen Seestücke-Fotografen Soeren Hese!

17 April 2015

Igelzucht

Wenn man Der Große Bloguator™ ist, so wie ich, dann hat man zuweilen eine Idee - und kurze Zeit später häufig die Einsicht, dass das eine ganz schön bescheuerte Idee ist. Also, vielleicht nicht bescheuert, aber, nasagenwirmal: Ungewöhnlich. Wenn man Der Große Bloguator™ ist, dann steht man auf dem Standpunkt, dass nicht alles gemacht werden muss, nur weil es gemacht werden kann.

Andere Leute haben ebenfalls Ideen, aber werden von hässlichen Einsichten verschont. Das muss ein dankbares Leben sein.

Auf dem Umweg über das Internet wieder einmal: Es gibt Leute, die IGEL züchten. Und demnach gibt es wohl auch Leute, die Igel halten. Als Haustier. Als Schnuffel-Streichel-Knuddel-Tierchen. Sooo süüüß!

... äh, ja.

Glaubt mir wieder keiner? Hier und da und ganz allgemein da.

Züchter wiederum brauchen Standards zur Bestimmung des Zuchterfolges und der Reinrassigkeit: Farbtabellen für Igel-Fell. Oh mann!

Zum Schluss nur eine Abbildung, um klarzustellen, das wir dasselbe meinen, wenn wir von Igeln sprechen:


13 April 2015

Update

Neulich beschäftigte sich der Große Bloguator™ zugunsten von Patenkind 2.1 mit dem Internationalen Congress Centrum Berlin, dem sogenannten ICC.

Dieses liegt am Messegelände und daher gerieten Abbildungen vom Messegelände in den Blick. U.a. folgende:


"Hm," dachte sich da der Große Bloguator™, "woran erinnert dich das nur?" und verfiel in heftiges Grübeln.

Nach kurzer Denkpause war es auch bereits so weit: "Ach das!" fiel es ihm wie Schuppen von den Haaren.

Das Vagina-Motiv in der Architektur ist natürlich so alt wie die Architektur selbst. Vermutlich sogar älter. Die Zeichnung oben stammt aus den Jahren 1929-1930 und stellt das damalige erste Konzept zum Messegelände dar, welches sich einige damals besonders berühmte Herren ausgedacht haben. An sich wurden auch in dieser Zeit bereits Zeichnungen üblicherweise genordet, aber diese hier ist so abgebildet - Norden liegt unten. Na, dafür stimmt ja der Rest.

Der erste Entwurf wurde so nicht ausgeführt, es kam ein anderer Architekt zum Zuge. Aber irgendetwas muss ihn inspiriert haben, das Grundmotiv beizubehalten:

Und dabei ist es bis heute geblieben.

Das ist übrigens eine der wenigen Grundrisszeichnungen, die der Benutzer tatsächlich ohne großen Aufwand genau so erleben kann wie auf der Zeichnung abgebildet: Er muss dazu nur auf den Funkturm fahren und nach unten sehen.

12 April 2015

Individuell

Autofahrer wollen ihrem Auto ja oft gern ein total individuelles Äußeres geben. Dabei handelt es sich beim Gegenstand ihrer Hingabe um ein Objekt, das erst dadurch bezahlbar geworden ist, dass es trotz hoher Komplexität in allergrößten Stückzahlen identisch hergestellt wird.

Die gewünschte Individualität erreichen die einen dadurch, dass sie gleich ein exotisches Mobil kaufen, zum Beispiel aus dem Ausland, hysterisch getunt,  ungewöhnlich motorisiert oder einfach nur das Coupé einer Familienkutsche, welches aber immer noch in zehntausender Stückzahlen produziert wird.

Der kleinere Geldbeutel beschränkt sich auf Anbauteile: Alu-Felgen, Spoiler. Oder eine *besonders* *aufregende* Lackierung. Heute gern als Folie, die man vor dem Verkauf wieder abziehen kann. Sie wollen alle etwas möglichst ungewöhnliches, aber dabei kein *Risiko* eingehen, heißt: Beim Verkauf ein paar hundert Euro weniger erzielen oder erst nach drei Monaten einen Käufer finden. Das ist heute die Definition von Risiko.

Die beinahe kostengünstigste Variante der Individualisierung von Autos ist das Kennzeichen. Gleichzeitig glauben wohl viele, dass ein “sprechendes”  Kennzeichen irgendwie von Humor kündet. In Berlin fahren haufenweise die bekannten SMART-Kleinstwagen mit Kennzeichen wie B-IG oder B-OX herum, das soll vermutlich so etwas wie Fähigkeit zur Ironie zeigen. Oder auch Minis mit B-IG.

Die Berliner BMW-Niederlassung hatte angeblich lange Jahre die gesamte Serie mit B-MW für ihre Kunden reserviert. Wer das verlangt hat sicher Angst, dass sein Wagen nicht als BMW erkannt wird. Nun ja.

Gern genommen wird S-EX aus Stuttgart oder SE-X aus Segeberg. Kulmbacher fahren KU-LT, kürzlich auf einem tiefergelegten Geländewagen (sic!) gesehen: BÖ-SE.

Noch billiger wird die Individualisierung nur mit Aufklebern: “Baby an Bord” mit dem jeweiligen Namen des Sprösslings, Umrisse von Sylt, Rügen oder Sachsen-Anhalt.

Eins der wenigen  subtilen Kennzeichen, die tatsächlich für Geschmack und Ironie zu sprechen scheinen, begegnete dem Großen Bloguator™ neulich in Prenzlberg, angebracht auf einer Allerwelts-Familienkarre:

11 April 2015

Helmmädchen


Wir hier rennen gern bei Rot rüber. Das ist unser institutionalisiertes Aufbegehren gegen so ziemlich alles ... äh ... das System.

Vorhin auf der hiesigen Hauptstraße: Junge Frau, ca. 20, Designertasche, Designerrock, Designerhelm, fährt mit dem Nichtdesigner-Rad auf dem Bürgersteig. Wartet an der Fußgängerampel an der unbelebten Ecke geduldig auf Grün. Fahrrad auf dem Bürgersteig. Mit Helm. Weit und breit kein Auto. Nicht mal ein Kind, dem man Vorbild sein sollte.

Hm. Seltsam. Die Welt verändert sich wohl.

Ist das noch mein schönes Schöneberg?

10 April 2015

Papier

Unerwünschte Werbesendung


Zu jedem Berliner Hausbriefkasten gehört inzwischen ein Mülleimer. Das liegt an den zahllosen Werbeflyern, Handzetteln, Zeitungsbeilagen und Bezirksanzeigern, die man täglich ungefragt in den Briefkasten gesteckt bekommt. Und man bekommt sie natürlich auch dann, wenn in Großbuchstaben KEINE WERBUNG! auf dem Briefkasten draufsteht.

Der Briefträger und der Zeitungsbote sind nämlich angewiesen,  dass das KEINE WERBUNG! nicht gilt, wenn die Werbung in eine Art Zeitung gesteckt ist und einem erst beim Öffnen des Briefkastens entgegenfällt.

Der Werbeflyer- und Handzettelverteiler andererseits hat den Auftrag, möglichst schnell seinen Stapel Papier loszuwerden, egal wie. Wenn auf dem Briefkasten steht KEINE WERBUNG!, vielleicht noch mit einem höflichen BITTE versehen, dann übersieht er das entweder geflissentlich. Oder er hält sich daran und steckt die Werbung nicht in den Briefkasten, sondern legt einen ganzen Stapel seines Papiers lose auf die Treppe. Am besten neben den Stapel des Verteilers, der bereits eine Stunde vor ihm in ähnlicher Mission da war. So kann man beide gut sehen und sie liegen nicht als sogenannte "Werbung" im Briefkasten.

Schon vor geraumer Zeit zeigte sich das logische Ergebnis: Der Hausflur wird rasant vollgemüllt, all das unerwünschte Papier verteilt sich wie von selbst. Der Vorgang ist so unschön wie folgerichtig.

Der kluge Berliner Hausmeister stellte irgendwann einen Karton auf, in den er zuerst noch selbst das herumliegende Papier werfen musste. Nachdem sie den Sinn dieser bahnbrechenden Einrichtung verstanden hatten, taten es ihm die Besitzer der Hausbriefkästen nach und warfen sogar selbst die Werbung direkt aus dem Briefkasten in den dafür vorgesehenen Karton.

Kartons werden in Berlin heute nur noch in den herkömmlichen Bezirken verwendet. In den gentrifizierten Stadtteilen, wo sich hinter den Gründerzeit-Fassaden inzwischen ausschließlich die Eigentumswohnungen der anspruchsvollen Zugezogenen befinden, wurden im Zuge der Pinsel-Sanierung sogar fest installierte Papierkörbe direkt unter den Hausbriefkästen angebracht.

Der Hausbesitzer alter Schule vermeidet den fest installierten Papierkorb jedoch, weil er ahnt, dass den irgendjemand leeren muss. Und dass dieser jemand vermutlich Geld dafür haben will. Die Kartons muss natürlich auch jemand leeren. Aber da sie vom Hausmeisterservice ohne Absprache in Selbsthilfe und nur zur Erleichterung seiner Arbeit aufgestellt wurden, toleriert der Hausbesitzer diese Übertretung stillschweigend und muss für die Leerung selbstverständlich nichts extra bezahlen.

Was allerdings passiert, wenn den unbewacht herumstehenden Karton zufällig jemand anderer dringend braucht, sieht man in folgender Abbildung, es handelt sich um die Stelle, wo der Karton bis vor einigen Monaten (!!!) stand:



Ist das nicht großartig? Die Bewohner verfahren weiter so, als wäre der Karton da – obwohl er das - bei genauer Betrachtung - gar nicht ist!

Was sagen die Verhaltensforscher dazu? Ist das noch Konditionierung oder schon Instinkt?





ach, es glaubt ja doch niemand oder kann sich keiner vorstellen. 
Hier ein Beispiel für das, was der Postbote Zeitschriftenvertrieb jede Woche wieder unter "Keine Werbung" versteht:




09 April 2015

Segeln aktuell

Kürzlich fand irgendwo bei den Antipoden ein Segelwettrennen auf den kleinen Flugzeugen statt, die hier hin & wieder bewundernd erwähnt werden (in zeitgemäßer Hochsprache: International Moth Dinghy). Die Ortschaft heißt Sorrento und liegt nicht etwa in Italien, wie der Name schon sagt. Sondern.

Sondern es handelt sich um eine Nachricht aus Tralien nämlich, Süd~, und ist ein Vorort von Melbourne. Sorrento war auch der Austragungsort der letzten Motten-WM. Aus irgendeinem Grund fand dort einige Wochen nach der WM ein Spaß-Rennen *der* *internationalen* *Segelelite* *schlechthin* statt.

Beim Lesen der Teilnehmerliste wird einem schwindlig: Annähernd die Hälfte sind Americas-Cup-Teilnehmer, multiple Medaillengewinner und zigfache Weltmeister in irgendwas. Die andere Hälfte sind einfach nur Weltmeister. Hilfe! Alles beginnt damit, dass sie Loick Peyron als Co-Kommentator engagiert haben. Puuuh!
 

Die meisten von ihnen können überragend segeln, haben aber nur wenig Erfahrung mit der Motte: Schön zu sehen, dass von den Segelgöttern jeder mal abstürzt.

Worum es bei dem "Bangin' The Corners Cup" eigentlich geht - außer ums Segeln natürlich - konnte ich nicht herausfinden, also WER das veranstaltet etwa, und WARUM. Ist ja aber auch egal.

01 April 2015

Paradox

Das sind die Paradoxa unserer Zeit: Schnellere Verkehrsmittel führen nicht zu Zeitersparnis, sondern nur dazu, dass über größere Entfernungen gependelt wird.

Schnellere Kommunikation führt nicht zu schnelleren Entscheidungen, sondern nur dazu, dass mehr kommuniziert wird.

Der Fortschritt geht nach hinten los. Aber: Mit Volldampf!

31 März 2015

Neo Magazin Royale

#varoufake und andere Kleinigkeiten - irgendwie wird dieser griechischen Nervensäge damit viel zu viel Ehre zuteil



Es handelt sich beim Titel um eine Fernsehshow, die kürzlich durch einen Mediencoup einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde, nämlich dadurch, dass sie behaupteten, eine ... ohgottohgott, wie formuliert man das verständlich?

Also: Ein kurzes Video im Rahmen einer sogenannten "politischen Diskussions­sendung" ¹ zeigte den amtierenden Finanzminister des EU-Landes Griechenland, wie er einen Stinkefinger zeigt und es wurde behauptet, er meine ausdrücklich und generell Deutschland und die Deutschen². In der Tat war der Ausschnitt total aus dem Zusammenhang gerissen und der Film lange vor der Erringung des Amtes als Finanzminister entstanden. Ein ziemliches No-Go im öffentlich-rechtlichen deutschen Fernsehen, welches unter anderem der neutralen Information verpflichtet ist.

Der betroffene überrumpelte griechische Finanzminister Varoufakis nun wiederum behauptete daraufhin unbedacht, es handele sich bei dem Video um eine Fälschung. Das wäre ebenfalls ein ziemliches No-Go im öffentlich-rechtlichen deutschen Fernsehen, welches sich selbst der irgendwiegearteten Information verpflichtet sieht. Fälschung - welch böse-böse Unterstellung!

Das Video nämlich war zwar ein spekulativ gewählter Ausschnitt, aber immerhin keine Fälschung. Die Jauch-Leute hatten es wohl kurz vorher im satirischen Varoufakis-Video des Neomagazins gesehen und 1:1 übernommen, ohne Fragen zu stellen, allerdings nicht ohne es mit einem eigenen Kommentar zu versehen. Dementsprechend behauptete die kleine gebührenfinanzierte Satireshow, das Neo Magazin Royale, sie hätte es selbst gefälscht und der großen politischen "Diskussionssendung" geschickt untergejubelt. Satireshow! Etliche Medienschaffende fielen darauf herein und bemerkten nicht, dass das Hauptanliegen einer Satireshow wohl Satire ist.

Damit wurde der Bildungsnotstand in Deutschland wieder einmal wunderbar illustriert³: Medienschaffende sind hier in der Regel Menschen mit Abitur und abgeschlossenem Studium. Sie beschäftigen sich täglich und hauptberuflich mit Information. Etliche stellen dabei nicht die Frage nach der Herkunft einer Information, sondern erkennen Ironie und Satire nicht einmal dann, wenn es ausdrücklich drauf steht. Sie beeinflussen mit ihrer Arbeit aber die Einstellung von Millionen von Menschen.

Der "Beweis", den das NeoMagazin Royale vorlegte, war aber zumindest eine erhellende Arbeit darüber, wie leicht so eine Fälschung tatsächlich anzufertigen wäre. Demonstriert wurde es witzigerweise am Gegenteil - sie hatten vorher in den bewussten Filmausschnitt eine normale Hand hineinmontiert und zeigten nun sehr anschaulich, wie der Stinkefinger hineinkommen könnte.

So weit, so lustig. Erwähnt wird das hier deshalb, weil die bewusste Show inzwischen zuverlässig jede Woche im Gewand des Klamauks und der Satire eine unterhaltsame und dabei tiefgründige Betrachtung zu politischen oder gesellschaftlichen Fragen auf die Beine stellt. Gemeint sind dreiminütige Filmchen wie der folgende:


Photoshop-Philipp!
Jeder, der einmal mit Photoshop gearbeitet hat und zuweilen aufmerksam Zeitung liest, fällt ob der konzentrierten Wahrheit, die in diesem Film steckt, vom Stuhl.





¹ "Wer glaubt, Günther Jauch sei ein politischer Journalist, 
der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten!" (Volksmund)

² zum Vergleich: Hier der gesamte relevante Teil des Vortrags (Stinkefingerteil ab 1:41min., Filmlänge 5:59min). Dafür muss man natürlich ein wenig Englisch können und aufmerksam zuhören wollen, Jauchs Leute konnten sich ja darauf verlassen, dass das ohnehin bei den wenigsten Deutschen der Fall ist ...

... und hier das, was deshalb bei Günther Jauch daraus geworden ist: Einspieler ab 24:00min

³ volle zwei Wochen später titelt die BILD-Zeitung immer noch mit dieser Provokation, die rein juristisch wohl keine Fälschung ist - lustig, dass man das bei einer Sendung im öffentlich-rechtlichen deutschen Fernsehen inzwischen ausdrücklich betonen muss:

Und da nun wieder ist es entlarvend, wie geschmeidig sich Günther Jauch lieber in den Dienst der BILD-Zeitung stellt, nur um nicht zugeben zu müssen, dass seine Leute Scheiße gebaut haben.
All diese Erkenntnisse verdanken wir dem NEO MAGAZIN ROYALE (welchem ich aber die Natascha-Kampusch-Witze immer noch nicht verzeihe!)

28 März 2015

Bienchen

Das hier ist ein bisschen albern - und ziemlich cool:



Und außerdem Werbung, aber für einen guten Zweck.

27 März 2015

Klugheit (extended Mix)

Und wie auf Bestellung kommt die Bestätigung: Gestern lagen sie noch vorne, es handelt sich um das Dongfeng-Team mit dem orange markierten Boot. Zur Abwechslung haben sie als einzige versucht, etwas besonders-besonders Kluges zu machen - und schon ist es vorbei mit dem Vorsprung.


Wobei, bei diesem Rennen können sich die Boote in der Regel nicht gegenseitig sehen, oder nur sehr aus der Ferne. Wenn sie - wie in diesem Beispiel - dicht an dicht segeln, sind immer noch einige Seemeilen dazwischen, so dass man jedenfalls nicht gleich erkennt, was der Gegner so treibt.

Außergewöhnlich an der hier abgebildeten Situation ist übrigens, dass sie sich tausende Kilometer von jeder Küste entfernt abspielt, die dünne blaue Linie markiert die südliche Treibeisgrenze, die bei diesem Rennen nicht überschritten werden darf. Als Überblick noch eine weitere Karte:

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