16 Dezember 2014

Reiseverbindungen

DieBahn konkurriert ja mit dem Flugzeug. Zu diesem Zweck mussten etliche Milliarden teure ICE-Hochgeschwindigkeits-Verbindungen geschaffen werden. Die Züge fahren so schnell, dass sie in einigen Landeshauptstädten gar nicht halten können. Deshalb bietet DieBahn jetzt die Reise von Berlin nach Hof an, 330km in 9h 7min.

Ich wiederhole: Neun Stunden und sieben Minuten für dreihundertdreißig Kilometer.

Der Preis von 29,-€ liegt unwesentlich über dem einer Busfahrt, aber der Bus würde auch nur 3h 25min. fahren.

Glaubt mir wieder keiner?

DieBahn, das ist übrigens das Unternehmen dem Harald Mehdorn eine ganze Weile vorstand.

15 Dezember 2014

Danebenjob 24

Das folgende kann man völlig kommentarlos stehenlassen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir Nebenjobs24 GmbH – sind das Unternehmen für Suchen der Arbeit­nehmer und Arbeit­geber.

Wir freuen uns, Ihnen unsere Dienste auf der Suche nach Arbeits­plätzen zu bieten. Bitte senden Sie Ihre CV als Antwort auf dieses Schreiben. Wir werden Sie in kurzer Zeit die beste aktuelle Arbeits­plätze in verschiedenen Bereichen finden. Wir arbeiten eng mit den größten Baustellen der Welt, wie z.B. monster.com, eurojobs.com.

Wir haben eine gemeinsame Basis der Arbeit­geber und Arbeit­suchende. Unsere Firma ist ein weltweit führendes Unternehmen bei der Suche nach Jobs und Arbeitgeber über das Internet und soziale Netzwerke.

Mit modernsten Technologien hat man die Möglichkeit die meisten genau die richtigen Leute für Arbeitgeber und  Arbeitnehmer zu findn.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Wir sind glücklich, Ihnen helfen, geeignete Arbeitsplätze zu finden. Wir warten auf Antwort von Ihnen und warten auf Ihre CV.

Beste Grüße,
Thomas Winckelmann
Human Resource Management
Nebenjobs24 GmbH
Tel./Fax.: 021195987533

Ich hab da nicht dran gedreht, ich schwör! Nur auf meine Arbeitskraft werden sie wohl vorläufig noch verzichten müssen.

08 Dezember 2014

Gutscheine

Wenn man die Webseite seines Bankinstituts an einem Montagmittag besucht, erwartet man nicht unbedingt Gutscheine:





ja, ja ja, schon gut! Zur Entlastung der Mitarbeiter der Commerzbank: Die Gutschein-Einblendung stammt vom automatischen Proxy, den Der Große Bloguator™ als Add-on im Firefox installiert hat.

06 Dezember 2014

Inselgentrifiz jetzt

Heimatkunde extended


Im hiesigen Bioladen haben sie sich inzwischen an ihre anstrengende Kundschaft gewöhnt. Jetzt verachten sie dich, wenn du nicht 34 Gramm laktosefreien Käse oder Chlorreiniger aus kontrolliert biologischem Anbau kaufst. Oder wenn du nicht die glutenfreien Müsliriegel für dein Arschlochkind umständlich mit einer besonders exotischen Kreditkarte bezahlen willst.

Das ist nicht mehr ganz so schönes Schöneberg. Hat aber auch was. Wir sind hier tolerant.





weiteres Kennzeichen: Steigende Dichte von 50-jährigen Typen in Designerjeans. Mit Piratenkopftuch.

"Designer"-Jeans... pöööh ... das sind so liebevoll handzerfledderte oder zielgerichtet kaputtgewaschene Hosen aus blauem Baumwollstoff mit seltsamen Ornament-Stickereien drauf. Für den Preis einer solchen Hose bekam man hier bis vor kurzem noch einen maßgeschneiderten Anzug. Inzwischen leider auch nicht mehr.

05 Dezember 2014

Arbeitsthese

Wenn ich ein Büro mit 20 Mitarbeitern hätte, ich wäre der schlechteste Chef der Welt.

Ich so, Chef: "Wollt ihr nicht endlich einen Betriebsrat gründen?"

Mitarbeiter: "Nö, wieso? Geht uns doch gut?"

Ich so, Chef: "Aber... ich beute eure Arbeitskraft aus!"

MA: "Is nich so schlimm. Kommen wir mit klar."

Ich so, Chef: "Ich will einen Ansprechpartner!"

MA: "Wozu?"

Ich so, Chef: "Für Verhandlungen!"

MA: "Du zahlst doch schon nach Tarif, was willst du denn noch verhandeln?"

Ich so, Chef: "Na, die Urlaubspläne, zum Beispiel!"

MA: "Machen wir doch schon lange untereinander aus."

Ich so, Chef: "Aber - das könnt ihr doch nicht machen! Ich werde eure Arbeit nach Indien outsourcen! China! Nordkorea!"

MA: "Mach ruhig."

Ich so, Chef: "Aaaaaaargh!"

Zum Glück habe ich kein Büro mit 20 Mitarbeitern. Ich würde mich nur ärgern.

03 Dezember 2014

Wetterlage

Kürzlich, am Tag vor dem ersten Advent, haben wir nochmal etwas richtig bescheuertes gemacht: Wir waren segeln.

Wer sich von Dreckwetter abhalten lässt ist sowieso kein richtiger Segler. Aber an diesem Tag herrschten -2° Luft- und 8° Wassertemperatur, und zwar: Celsius. Und ordentlicher Wind. Wir haben gebadet. Aaaaaargh!

Der blöde Kahn ist auch gleich durchgekentert und die üblichen Verfahren zum Aufrichten und Weiterfahren funktionierten diesmal leider nicht so richtig. Ganz unnötig fiel er auch nochmal zur anderen Seite um.

Wie kalt es wirklich war wurde uns auf dem Heimweg so richtig klar: Erst zeigten sich Schneeflocken. Dann bildete sich Eis auf dem Deck. Jeder Wassertropfen gefror. Es spritzt viel auf so einem Boot. Auf einem spiegelglatten schaukelnden Boot kann man sich nicht mehr sicher bewegen. Es rutscht einem auch schon mal das Ruder durch die Hand, weil es gefroren ist. Aaaaaargh!

Irgendwie wollten die Trimmeinrichtungen nicht so richtig arbeiten. Nach einer Weile wurde uns klar: Alle Schoten und Leinen froren allmählich ein und wurden fest. Außerdem vereisten die Klemmen und dann geht nichts mehr, entweder nicht mehr auf oder nicht mehr zu.

Nachdem uns, der Mannschaft, auch alle Hände und Füße einfroren, waren wir froh, wieder an Land zu sein. "Glück ist ein Segelclub mit einer warmen Dusche!" Und: Wir haben wieder was zu erzählen!

Zur besseren Anschaulichkeit:

Das schlangenförmige Ding, das aus dem Deck kommt und nach oben läuft, ist ein Spanngummi fürs Trapez. Er ist in gedehntem Zustand eingefroren.

 

Leider bisschen unscharf: Die Pickel sind Eis auf dem Deck. Das Deck ist unter normalen Umständen glatt und spiegelt. Die dünne Leine ist die Spinnakerschot und normalerweie auch gespannt und gerade.

 

Die Schot, die da aus dem Kasten mit der blauen Rolle kommt, steht senkrecht nach oben. Der rote Seilschäkel bleibt in der Waagerechten in Form. Hier sieht man auch das Eis besser.

24 November 2014

Wetterfrösche

Finde den Fehler in folgender Abbildung:

Na?

 

...

 

... Hinweis:
Die unteren drei Wetterstationen liegen in Luftlinie jeweils etwa 500m von einander entfernt (Lago di Garda). Sie zeigen angeblich aktuell gemessenes Wetter in Windrichtung, -stärke und Temperatur.

 

 

 

 


die oberen drei liegen in Berlin und sind ca. 10km auseinander

22 November 2014

Immerzu Überfahren

Wenn ich mit dem Fahrrad
unterwegs bin
und es liegt etwas auf dem Weg
dann muss ich drüber fahren.
Jedes mal.
Immerzu.

Ein Blatt Papier
ein Blatt vom Baum
Laub
Pappe
Plastiktüte
ich muss
drüber fahren.
Ich muss.

Vorsätzlich. Mutwillig. Absichtlich.
Und jedes mal. Muss ich.
Immerzu.
Drüber.

Wobei im Überfahren selbst
nicht das Problem liegt -
sondern in den Folgen:

Mal liegt unter der Pappe
ein Kronkorken
Zähne nach oben.
Rad platt.
Fahrt gehemmt.

Mal klemmt sich
ein ganzer Karton
unschön unters Kettenblatt
und bleibt dort klemmen.
Unschön.

Das geht auch
mit dem Auto
selbstverständlich:

Karton überfahren
oder Tüte
klemmt unter dem
Unterboden
und bleibt dort hängen
fährt dort mit
lässt nicht los
ums Verrecken nicht!
Bis ich anhalte
- Seitenstreifen Autobahn -
und ihn tief unter
dem Unterboden
rausfummle.
Oder sie.

Von selbst geht er nicht wieder.
Oder sie.
Nie.

Die Fahrerei
- meine Fahrerei -
könnte so viel
einfacher sein,
wenn ich nicht
immerzu
Sachen überfahren müsste!

21 November 2014

Schlafstörung


Aufwachen, Blick auf die Uhr:
3:33:33h

Aufwachen, Blick auf die Uhr:
4:44:44h

Aufwachen, Blick auf die Uhr:
5:55:55h

Na super. Wenn die Uhr 6:66:66h zeigt, steh ich auf!

Hölle! Hölle! Hölle!

19 November 2014

Filmkunst

Unter unbeschreiblichen ... hhhrmm hhhrmm  ... Anstrengungen ... ist es mir gelungen, legale Kopien von einigen meiner großen Favoriten herbei zu schaffen. Filmkunst, dai dai!

Es handelt sich einerseits um den Rosaroten Panther, und zwar allererster Teil, noch mit David Niven als charmantem Kriminellen und Peter Sellers als Inspektor Clouseau. Wunderbare Winteratmosphäre in Cortina d'Ampezzo zu Anfang der sechziger Jahre¹.

Und außerdem Der Partyschreck, ebenfalls von Blake Edwards mit Peter Sellers. Es geht um einen indischen Schauspieler, der durch Pech vermischt mit Hilfsbereitschaft und Ungeschick eine Party ins Chaos stürzt - wodurch sie zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.



Eine Figur, mit der sich nach kurzer Eingewöhnungszeit wahrscheinlich die meisten Zuschauer sehr identifizieren können. Was auch an der Situation liegt: Sich auf einer Party wiederzufinden, wo man niemanden kennt und die miteinander bekannten Besucher lieber unter sich bleiben: "Ohomeingottohmeingott! Hoffentlich spricht mich niemand an!"

Ob die Sache gut ausgeht mögen die geschätzten Beobachter selbst beurteilen. Möchte jemand mit mir kucken?






¹ zu Paulchen Panther als persönlichem Superhelden der Jugend des Großen Bloguators™ kommen wir ein andermal

13 November 2014

Autokorrektur

In meinem Kopf läuft mittlerweile eine Software, die die Autokorrektur vom iPhone korrigiert. Sie startet standardmäßig bei bestimmten Absendern.

Ist das wirklich so gedacht? Also, dass der Empfänger wirre Textschnipsel entschlüsseln muss, weil der Absender zuverlässig seine Texte nicht liest, bevor er auf den Absendeknopf drückt? Maximal 160 Zeichen? Wobei wirklich jeder Absender aber den extremen Unfug kennt, den die sogenannte Autokorrektur anrichtet.

Ich frag ja nur. Weil eben eine Nachricht kam, in der "angewendet" geschrieben stand, aber wohl "abgewendet" gemeint war. Also das genaue Gegenteil. Ja, lustig. Fragt man dann nach, heißt es "Autokorrektur eben".

Menschen, die sich per Sprachsteuerung durch die Login-Prozedur ihres Onlinebankings navigieren, Benutzername und geheimes Passwort¹ an der richtigen Stelle platzieren und Überweisungen mit 16-stelligen IBANs vornehmen, sind heute nicht in der Lage, ein simples Zusatzmodul namens Autokorrektur abzustellen?

Merken die alle noch irgendwas? Genau: Autokorrektur ist anscheinend so etwas wie das moderne "Wetter - kann man halt nix machen!" © by Apple.

Die 4-Worte-Nachricht vor dem Absenden nochmal zu lesen scheint jedenfalls keine Option zu sein.







¹ neuerdings gerne auch "das Passwort muss mindestens eine Ziffer, Groß- und Kleinbuchstaben sowie ein Sonderzeichen enthalten!" Damit kommt die Autokorrektur anscheinend mühelos klar. Oder der Anwender.

11 November 2014

Zennisches Blog

Über Things-Organized-Neatly bin ich auf dieses Blog einer Frau aus Minnesota gestoßen:
S T I L L
Ein Blog, bei dem der Große Bloguator™ hauptsächlich Assoziationen von Zen, Haiku und solcherlei Sachen hat. Sehr schön -  sehr beruhigend.

Akte

Nun ja, mit 15 Jahren Abstand erscheinen einem die Akte-X-Filme ziemlich absurd. Abwegig. Abseitig? Na jedenfalls irgendwie so, wie eine fiktionale Fernsehserie einem eher nicht erscheinen soll. Tja.

05 November 2014

Träumer

Hier bastelt einer exzentrische Motorrad-Träume: http://solifdesign.blogspot.de/

Die Dinger sind bestimmt nicht jedermanns Sache, aber auf jeden Fall ziemlich einmalig. Und genau das ist es doch, wonach fast jeder Kraftfahrer strebt: Motorfahrzeuge, die nur durch industrielle Fließbandproduktion bezahlbar wurden, die dabei durch ihr Erscheinungsbild aber einzigartigen Geschmack, Ansehen oder Wagemut beweisen sollen.

Die Designs sehen größtenteils gerendert aus, also im Computer gezeichnet. An verschiedenen Stellen auf der Webseite wird immer wieder von der Realisierung gesprochen, aber es gibt nur zwei oder drei Fotos real existierender Fahrzeuge.

Allein die Computer-Renderings sind überaus liebevoll und sehen durchaus prakti­kabel aus. .. wenn man denn einsieht, dass so ein Gerät dann nicht mehr zum Preis eines Serienmotorrades entsteht, sondern eher zu dem eines Einfamilien­hauses. So viel zur Individualisierung im Kraftverkehr.

Viele weitere phantastische Entwürfe hier: http://englishrussia.com/2011/12/02/cars-and-motorcycles-of-the-future

02 November 2014

Küche immer noch

Restaurantkritiker beklagen es zuweilen, wenn dem Koch die Hand ausgerutscht ist: "Versalzen" oder gar "verwürzt" sagen sie dann. Das klingt nicht zufällig ganz ähnlich wie "verwirkt".

Max Goldt fügte dem irgendwann seine Klage über den Gebrauch von Rosmarin hinzu. Durch exzessive Anwendung sei ein Gericht sogar ver-rosmarint.

Neulich war der Große Bloguator in der Lage, dem einen weiteren bedauerlichen Superlativ hinzuzufügen. Die letzte Auberginen-Kichererbsenzubereitung mit Olivenöl war ver-kräuterderprovencet.

Tja.

30 Oktober 2014

Küche heute

Ich hätte Maiskolben haben können.

Stattdessen habe ich etwas kompliziertes gekocht...

... Bratkartoffeln...



... wooo-haaa-haaa-haaa! ... öchött ... hust!

Straight

Damals, vor 30 Jahren, waren sie eine Offenbarung. Aber bereits zehn Jahre später begann einem der Song "Sultans of Swing" von den DireStraights gehörig auf den Sack zu gehen. Das bedeutet: Inzwischen seit über zwanzig Jahren.

Deshalb hat das Stück diese Hinrichtung durchaus verdient:

via Nuschelproktologin bei Twitter

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