31 März 2007

Wahrer Porno!

Für die Feinschmecker unter den Drachensteigenlassern kommt hier der! wahre! Porno!


Fotos von hochfester Drachenleine aus Dyneema - durch fast keinen Kommentar verdeckt - in Großaufnahme! Ooooo-aaaaaaaah!!!

30 März 2007

Wen ich alles nicht leiden kann

 
Zuerst einen Blick ins Gruselkabinett:

Rosenstolz - pathetische schleimige Musikkacke, primitiv zusammengeschustert, die beim Publikum niederste Instinkte anspricht, ohne das zuzugeben. Unehrlich also. Gibt einen schönen Fremdkommentar: "Leni-Riefenstahl-Pop mit Schwulenoptik". Und das ist noch das netteste, was sich über die zwei sagen lässt.

Rammstein - hantieren mit unterschwelliger Nazi-Symbolik, ohne dass man's ihnen gerichtsfest beweisen könnte. Beeindrucken damit Millionen von Leuten.

Xavier Naidoo - umgangssprachlich Xaver Nee-Du. Der Typ kann wirklich beneidenswert singen. Aber WAS er da so an bemüht tiefsinnnigen - und ungewollt komischen - Texten verzapft ist haarsträubend. Ja.

Max Herre - singt gerne von Sachen, von denen er noch weniger Ahnung hat als ich. Überschätzt.

Joy Denalane - will als Freundin von Max Herre berühmt werden. Hat eine gute Stimme - die sie für überaus belangloses Zeug einsetzt. Geht gut als Klon all dieser Casting- Show- Gesangswunder durch. Überschätzt sich selbst.

Dieter Bohlen - naja, der braucht für denkende Menschen keine Erklärung. Kurz: King of Abschaum. Angeblich Einser-Abitur ... da sieht man mal, mit wie wenig Verstand man in Deutschland ein Abitur bekommen kann.

Bastian Sick - Dünnbrettbohrer, der Oberschulkenntnisse aus dem Deutsch-Grundkurs lehrmeisterlich als präzise Beobachtung ausgibt und damit rasenden Erfolg hat.

Wiglaf Droste - rücksichtsloser, aber dafür hohler Wortklingler. Verrät alles und jeden für eine mittelmäßige Pointe.

Sandra Maischberger - selbstgefällige Schwätzerin

Gerhard Schröder - Exkanzler, der seine persönliche Freundschaft mit Massenmördern öffentlich betont und pflegt. Wofür eigentlich hatten wir damals F.-J. Strauß gehasst? Pinochet hatte nicht halb so viele auf dem Gewissen wie Schröders Freund.

...

to be fortcontinued


Und dann die Rechfertigung:

Wen ich alles nicht leiden kann

Gestern bekam ich Besuch, es ging um Musikgeschmack und irgendwann kam die resignierte Frage: "Ach? Den kannst du auch nicht leiden?" Wieso die Frage? Selbstverständlich nicht!

Der Volksmund sagt ja: "Mit jedem Tag meines Lebens hier auf Erden wächst die Zahl derer, die mich mal am Arsch lecken können." Spruchweisheit, und so eine Weisheit hat doch immer einen wahren Kern.

Ich beginne jetzt eine Liste derer, die ich nicht leiden kann. Viel Feind viel Ehr: Ist ja immerhin öffentlich hier, die ungelittenen könnten womöglich merken, dass sie auf meiner Liste stehen. Hoffe ich.

Als Hintergrundinformation: Mit meinen BESTEN FREUNDEN kann ich nicht über solche Dinge sprechen, mit den Architekten nicht über Architektur, mit den anderen nicht über Musik, Literatur oder insbesondere Filme. Schade, muss ich wohl mit leben.

Umgekehrt betrübt es mich zuweilen sehr, zu erkennen, mit was für Knalltüten ich denselben Musikgeschmack teile - dann frage ich mich natürlich, ob mit mir irgendwas nicht richtig ist. Ein Zweifel, der zum Glück nie lange anhält.



Ergänzender Hinweis: Wenn jemand sowas mit mir macht halte ich es für eine coole Antwort, dem Insultanten zu sagen, wo mir das vorbeigeht. Aber das nur nebenbei, und auf Reaktionen bin ich sehr gespannt
 

Chronik der Kürbiskriege


Heute: Auflaufaufstand

"Dampfender Pfannkuchen, wir wollen was anderes machen."

"Sag Häuptling zu mir!"

"Warum? Du bist Indianer, so wie ich."

"Nenn mich gefälligst Häuptling!"

"Ich denke nicht dran! Wir haben Dich aus unserer Mitte gewählt, das ist Deine Arbeit!"

"Trotzdem!"

"Nein! Egal. Wir wollen keine Kürbisaufläufe mehr."

"Nicht?"

"Nein."

"Warum denn nicht? Kürbisaufläufe sind wichtig!"

"Wir können sie nicht mehr sehen! Kürbisauflauf tagaus tagein, seit Du unser Häuptling bist. Und das ist schon ziemlich lange. Wir wollen was anderes machen."

"Aber die Nudeln kleben immer zusammen. Deswegen müssen wir den Kürbis essen. Deswegen müssen wir das Kürbisessen immer weiter verfeinern. Das ist unser Platz in der Welt."

Er meinte so etwas wie Ökologische Nische - dafür hatten sie nur noch kein Wort.

"Aber wir haben schon hunderte Kürbisrezepte!"

"Wir müssen ihn perfektionieren. Er muss perfekt sein. Die Nudeln kleben ja immer zusammen..."

"Aber die anderen Stämme haben so viele andere interessante Ideen, die machen Kunst, oder sie bauen riesige Gräber. Riesig viel größer als unsere. Und sie erfinden dazu tolle Feste!"

"Aber wir haben den Kürbis! Und müssen keine Nudeln essen."

"Aber die anderen dressieren Tiere. Oder entwickeln Kultur. Ganz im Süden kratzen sie riesige Bilder in den Boden und lenken den Blick der Götter auf sich!"

"Aber die müssen bestimmt die ganze Zeit zusammengeklebte Nudeln essen..."

"Weißt Du, ob sich die Götter überhaupt für Kürbis interessieren? Ich habe ein Lama gesehen, das Handstand konnte. Am Kalten Fluss lassen sie Forellen durch einen Ring springen. Die verdienen damit gut, sie bekommen dafür viel Getreide, und Pelze."

"Man soll seine Seele nicht verkaufen! Man muss für den materiellen Gewinn nicht alles tun! Aus dem Getreide werden ja doch wieder Nudeln! Und wenn die zu... zusammen... zusammen... kleben, dann ... ich ... Nudeln!"

"Hallo? Dampfender Pfannkuchen? So antworte doch! Geht es dir gut? Hallo...?

...


Sorry, Leute, ich hab's versucht: Sobald man mit ihm über das Essen spricht, denkt er an Nudeln. Und dann an zusammengeklebte Nudeln. Und dann wird er ohnmächtig und bekommt Schaum vor dem Mund. Ich hab's wirklich versucht... hat irgendjemand Lust, den Medizinmann zu holen?"

 

29 März 2007

Sterntagebücher!

 

Ankuckbefehl! Los, anschalten!

Für alle, die über ein TV-Gerät verfügen:

Die Sterntagebücher nach Stanislaw Lem.


Großartige Gaga-Sciencefiction in bester Tradition der extreme Low-Fi Anhalter-durch-die-Galaxis-Verfilmung der BBC. Ab letzten Montag immer gegen Mitternacht im Zweiten.

Und wer meiner Ankündigung nicht traut - oder wem das immer zu spät ist - der kann sich hier einen Vorgeschmack holen:
          Ijon Tichy, Raumpilot.
 

27 März 2007

Trivia obscura

 
Mein Lebensweg ist voller Obstakel. Geht Euch das auch so?
 

Vampirzorn



Der untote Graf hat einen Diener. Dieser ist seit neuestem auch ein wenig untot.


"Guten Abend! Habt Ihr gut geschlafen, Eminenz?"

"Warum hast Du mich nicht früher geweckt?"

"Da war noch Tag, die Sonne hätte Euch verbrannt, Euer Eminenz."

"Ach was, Unfug! Die Sonne macht uns genau so wenig aus wie allen anderen. Wir kriegen höchstens den Sonnenbrand etwas früher - wer will das schon?"

"So, Eminenz?"

"Könntest Du bitte damit aufhören! Das ist ja furchtbar! Würdest Du bitte nicht immer so servil sein!"

"Ja, natürlich, Eminenz.
Was soll ich denn nicht mehr sehr viel sein?"

"SERVIL! Es heißt SERVIL! Du sollst nicht dauernd so unterwürfig und kriecherisch sein!"

"Sehr wohl, Eminenz."

"Und lass dies furchtbare Anrede weg! Nenn mich gefälligst '
Herr Graf', das ist immerhin mein geerbter Titel. Oder wenn Publikum da ist, nenn mich 'Eure erhabene Bosheit' oder 'Eure filigrane Niedertracht'! Und wenn du Dich über mich ärgerst, darfst Du 'Euer Pestilenz' sagen - natürlich nur so lange ich nicht dabei bin."

"Jawohl Euer Emin... Euer Pestilenz. Wirkt denn der Grafentitel nach dem Tode weiter?"

"Bei uns schon."

"Dank für die Belehrung, Euer subkutane Ignoranz."

"Aaaah! Ich reiße Dich in Stücke, wenn Du nicht aufhörst! Dann ist es gleich wieder vorbei mit dem Untotsein!"

"Sehr wohl, Herr Graf."

24 März 2007

Weltberühmte Worte

 
Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.


Franz Kafka: "Der Prozess"
 

23 März 2007

Manchmal

 
Manchmal träume ich Tapetenmuster. Oder Tortenrezepte. Und manchmal träume ich von schwarzen Männern, die neben meinem Bett stehen und mich erschrecken. Und die wegen meiner schlechten Prognose die GEZ-Gebühren für die nächsten 25 Jahre sofort einziehen wollen. Dann wünschte ich, ich hätte von Tapetenmustern geträumt.

Manchmal träume ich Farben. Dann träume ich ein blasses Lila und ein entsättigtes Türkis. Das blasse Lila bildet den Himmel und das entsättigte Türkis ist die Oberfläche der Apfelsinen und meiner Haut und der Lichtschalter und Heizungsrohre. Dann wache ich vorsichtshalber auf und vergewissere mich, dass die Apfelsinen orange sind, wie meine Haut.
"Deine Haut ist orange?"
"Ja. Seltsam, nicht?"
Manchmal schlafe ich dann wieder ein und träume andere Farben. Immerhin kann ich dann manchmal wieder einschlafen. Aber zuweilen schlafe ich wieder ein und träume dasselbe nochmal. Manchmal. Und manchmal träume ich von einer tiefblauen Gitarre.
 

22 März 2007

Chronik der Kürbiskriege

 

Blument'al Wundcatet'l und Kleine Windrispe

Als Blument'al Wundcatet'l den elterlichen Pueblo betrat, war sein Vater dummerweise noch auf. Er hatte wohl im Schein des Talglichts noch in den Tierknochen gelesen. Wie nicht anders zu erwarten atmete er tief ein. Das bedeutete: Predigt.

"Du hast Nerven! Weißt du wie spät es ist?"

"Ja, Papa."

"Der Mond hatte schon vor geraumer Zeit seinen Zenit!"

"Ja, Papa."

"Wenn DU morgen zur Arbeit müsstest, würdest du dich besser langsam an etwas Ordnung gewöhnen!"

"Aber Papa, ich habe mit Kleine Windrispe im Mondlicht oben auf der Klippe gesessen..."

"Mit wem?"

"Kleine Windrispe. Sie hat wunderbare Augen. Mandelaugen."

"Ach so. Na dann."


Dann schwiegen sie eine Runde.

"Kleine Windrispe, ja?"

Pause.

"Mandelaugen, ja? Na dann hast Du wenigstens Deine Zeit nicht verplempert."

Pause.

"Was macht denn ihr Vater so?"

"Er ist Indianer, wie Du."

"Was? Den ganzen Tag?"


Blument'als Vater liebte diesen Scherz.

"Nein, er legt Pausen ein, eine kurz nach dem Aufstehen und eine beim Zenit der Sonne. Und eine, wenn der Adler vorbeifliegt."

"Aber der Adler fliegt doch andauernd vorbei?"

"Naja."


An dieser Stelle wurde der Dialog vorübergehend ein wenig surreal, aber das kam bei Indianern häufiger vor. Es lag wohl an ihrer spirituellen Mentalität. Wir lassen diesen Teil weg.

"Und wo wohnen die Windrispes?"

"Ihre Eltern heißen Windrispe-Sumpfcantat'l."

"Von wem erbt man denn so einen bescheuerten Namen?"


Die Herkunft und Abstammung war wichtig unter Indianern, auch wenn man im Einklang mit der Natur lebte. Oder gerade weil. Einige stammten vom Allsehenden Großen Adler ab. Behaupteten sie.

"Sie sind verheiratet."

"Ach so."


Pause.

"Miteinander?"

Pause.

"Wooooohahahahaaa...!"

Das war der Humor von Blument'als Vater.

"Aber Papa!"

Er musste trotzdem grinsen.

"Sie wohnen im kleinen Pueblo, dem übernächsten, ganz am Ende der Schlucht."

"Was? Und da lässt du sie alleine hinlaufen? Bei Nacht? Also deshalb kommst du so früh nach Hause! Hast du das von mir?! Das hast du doch nicht von mir!? Das Mädchen allein durch die Nacht stolpern lassen... wirklich!"

"Aber ich wusste doch gar nicht, ob sie das will, dass ich sie begleite, und so..."

"Hör mal! Sie sitzt mit dir bei Vollmond oben auf der Klippe! Da wird sie es bestimmt nicht schlecht finden, wenn du sie nach Hause bringst! "

"Naja..."

"Zu meiner Zeit war das jedenfalls so. Ob sie auch „und so" will, musst Du allein herausfinden."


Pause.

"Bist Du überhaupt schon ordentlich aufgeklärt?"

"Ach, Papa..."

"Naja, ich meine, wie man keine Kinder macht? Weißt du das?"


Die meisten Indianerstämme hatten wirksame Methoden, wie man keine Kinder macht. Das war auch kein Geheimnis - ganz im Gegenteil.

"Ach Papa... können wir das nicht morgen besprechen, bei Tag?"

"Morgen muss ich zur Arbeit. "

"Was?"

"Da gehe ich jagen."

"Dann am Nachmittag, nach der Jagd..."

"Da muss ich die Tiere ausnehmen und abziehen."

"Dann nach Sonnenuntergang...?"

"Da muss ich sie kochen."

"Nie hast du Zeit! Nie! ... dann übermorgen?"

"Da habe ich eine Fortbildung."

"Den ganzen Tag!?!"

"Das ist in den Zelten vom kleinen Indianerrat, oben auf dem Plateau. Den ganzen Tag, ja. Da muss ich verdammt früh aufstehen."

"Na prima!"

"Weißt du, wie lange ich dafür brauche, ganz da rauf und wieder runter?"


Er wollte wohl bedauert werden.

"In meinem Alter?"

Ganz sicher wollte er das. Oder bewundert.

"Ach Papa. Aber in zwei Handvoll Tagen ist Mama wieder da, dann frage ich die."

"Mach doch!"

"Ja!"


Pause.

"Gehst du auch schlafen, Papa?"

"Ich lese noch ein wenig in den Tierknochen. Gute Nacht!"

"Gute Nacht!"

 

21 März 2007

Ibolithisch

 
Die Menschheit sollte auch davon Kenntnis haben:
baemu súti falla kúr
mostin arasíban taégna.
kiu tende vossagúr:
flagedárad ássa.



Einfache Übersetzung hier. Weitere Übersetzungen sind beim Blogwart zu erfragen.
 

Erfinder der Dummheit

 
Wenn ich den Auftrag bekäme, den Erfinder der Dummheit zu ermitteln, ich würde wahrscheinlich nicht lange brauchen. Ich weiß nämlich genau, wo ich suchen muss: Der Erfinder der Dummheit und seine Familie sind unglaublich gefragte Leute - sie schreiben die Gebrauchsanweisungen für Software.

Bei der Gebrauchsanweisung für Software scheint es nur ein Kriterium zu geben: Je hilfreicher die Software sein könnte, desto dümmer und unbrauchbarer MUSS die Gebrauchsanweisung sein. Wenn es in der Programmoberfläche einen Knopf gibt, der mit "Knopf" beschriftet ist, heißt es in der Hilfe dazu normalerweise völlig ausreichend: "Dies ist ein Knopf. Sie können diesen Knopf drücken."

Hier ein leuchtendes Beispiel unter vielen: Seit Erfindung des Internet wartet man darauf, dass Planungsfestsetzungen der Stadt Berlin im Internet aufzufinden sind. Dann müsste man nicht mehr zu den verschiedenen Baubehörden fahren, mühsam einen halben Tag lang suchen und eine weitere Woche auf die Fotokopien warten.

Die Stadtverwaltung hat inzwischen ALLES digitalisiert, es scheint WIRKLICH ALLES in der notwendigen Form vorzuliegen: Papier-Pläne sind gescannt, schriftliche Festsetzungen sind gescannt, es gibt für alles durchsuchbare Verzeichnisse zu den verschiedensten Kriterien und die Suchfunktion nicht nur in schriftlicher, sondern auch in Kartenform. DAS MUSS MILLIONEN GEKOSTET HABEN! Und es könnte so schön sein.

Leider hat man dann beschlossen, dass für viel Geld der Erfinder der Dummheit die Gebrauchsanweisung schreiben soll. Und die ist, wie man sich leicht denken kann, völlig unbrauchbar.

In der Hilfe steht dann zum Beispiel: "Um Sachdaten zu markieren drücken sie den Knopf 'Markieren für Sachdaten'".

Leider weiß ich nicht, was "Sachdaten" wohl sind - und man kann sie auch nicht weiter eingrenzen.

Eine praxisbezogene Fragestellung würde lauten: "Was darf man in der Trettachzeile 5 ¹ bauen und was nicht?"
In Datenform wird die Frage etwa so formuliert: "Ist dort eine GFZ festgesetzt, eine GRZ, eine Bauform, Baugrenzen?"
GFZ, GRZ, Bauform, Baugrenze sind gesetzlich definierte Begriffe, sowas kennt also jeder. Nur der Erfinder der Dummheit nicht.

Also, Aufgabe, jeder, der mir nicht glaubt, soll selbst probieren:
"Was darf ich in der Trettachzeile 5 bauen?
Ermittle zulässige GFZ und GRZ, gibt es Baugrenzen, ist eine Bauform vorgeschrieben?
Beschreibe den Weg zu Deiner Antwort."


Zugelassene Hilfsmittel: http://fbinter.stadt-berlin.de/fb/index.jsp

Tip zur Lösung:
Beginne beim Link "Bebauungspläne, vorhabenbezogene Bebauungspläne (Geltungsbereiche)"
Ich möchte es mal so formulieren: Es ist, als hätte man eine riesige deutsche² Bibliothek - nur der Katalog ist leider in georgischer Sprache und Schrift. Wenn man sich darüber beschwert, wird man von den Erfindern der Dummheit gerne DAU genannt.


¹ Adresse von der Redaktion leicht geändert
² verständliche Sprache Ihrer Wahl hier einsetzen
 

19 März 2007

Chronik der Kürbiskriege

 
Eine hilfreiche Erfindung


"Sieh mal, was ich hier für dich habe. Das ist praktisch!"

"Ich will einen Topf haben! Du bist Töpfer und sollst mir nicht dauernd unbrauchbare Sachen aufschwatzen."

"Aber sieh doch: Einen Topf, und wenn man den Deckel dreht, sitzt er fest drauf."

"Wozu sollte ich sowas brauchen?"

"Na, darin kannst du Essen transportieren, mit auf die Jagd nehmen und so, wenn dir deine Frau was gekocht hat."

"Bei uns koche ich. Sie macht die schwierigen Sachen. Sagt sie."

"Wie auch immer. Jedenfalls kannst du Suppe mitnehmen, und es läuft nichts mehr raus!"

"Bisher habe ich den Deckel einfach mit Lederriemen auf den Topf drauf gebunden, das geht auch."

"Ja, schon, aber nur wenn der Topf aufrecht steht. Meinen kannst du auf den Kopf stellen. Sag doch: Ist das nicht praktisch?"

"Naja. Wenn ich den Topf NICHT auf den Kopf stelle, läuft meistens auch nichts raus. Wenn du mir einen guten Topf gegeben hast."

"Aber jetzt musst du nicht mehr aufpassen."

"War bisher auch nicht so schwierig, so lange das Lama keinen Handstand macht. Zum Mitnehmen ist der aber ziemlich schwer. Alle Sachen, die ich sonst mitnehme sind leicht."

"Aber ist doch egal, dein Lama muss die Sachen doch tragen."

"Ist es nicht! Ich kriege den Topf ja kaum hoch."

"Jaja, schon gut, ich arbeite dran. Aber so lange kannst du den hier nehmen."

"Na gut, gib her, schlechter als vorher kann's ja nicht sein."

...

"Oh, was ist denn mit dir passiert? Wo hast du denn das blaue Auge her?"

"Meine Frau..."

"Ja, deine Frau hat einen kräftigen Schlag was? Ich dachte schon, du bist beim Powwow in eine Schlägerei geraten."

"Schön wärs - meine Frau ist da nicht so zimperlich wie die Männer beim Powwow. Aber du bist schuld! Das wirst du mir büßen!"

"ICH? Was habe ICH denn getan?"

"Dein blöder Topf!"

"Hat deine Frau dir den Topf an den Kopf gehauen? Darauf erstreckt sich meine Garantie leider nicht."

"Unsinn! Bei Prügeleien nimmt sie die bloßen Hände - das ist effektiver, sagt sie. Sieht man ja auch."

"Und ... warum?"

"Ich habe den Topf mit dem Deckel auf das Feuer gestellt. Wir haben doch seit einiger Zeit diesen Herd in unserem Haus."

"Ja, ihr seid ja so modern eingerichtet!"

"Ach, halt die Klappe. Jedenfalls habe ich Beeren gekocht und den Topf mit dem Deckel auf den Herd gestellt. Nach einer Weile gab es einen lauten Knall, wie beim Gewitter."

"Du hast den Deckel drauf gelassen?"

"Na und? Mache ich doch sonst auch."

"Aber dieser hier verschließt den Topf wirklich."

"Jedenfalls ist er explodiert. Die Beeren kleben jetzt überall, an den Wänden, an der Decke, und meine Frau hat sich so erschreckt, dass sie mir eine reingehauen hat. Es tut ihr fast leid, sagt sie jetzt."

"Du hättest beim Kochen den Deckel nicht drauf lassen dürfen..."

"Ach, halt die Klappe! Wenn ich beim Kochen den Deckel drauf lasse, brauche ich viel weniger Holz! Das spart ungemein."

"Naja."

"Ich hatte grade die ganzen Wände mit Häuten neu gemacht! Jetzt muss ich die ganzen Felle und Tierhäute schon wieder runternehmen und waschen. Schöner Mist. DABEI WIRST DU MIR HELFEN!"

"Wer? Ich? Wieso denn?"

"Wer hat mir denn diese Höllenmaschine aufgeschwatzt? Du doch!"

"Hättest sie ja nicht nehmen müssen..."

"
'Die ist doch sooo praktisch!' Das waren deine Worte. Morgen früh kommst du zu meinem Haus und hilfst mir! Und wenn du nicht da bist, hetze ich dir meine Frau auf den Hals!"

"Ja ja, schon gut, ich komme."

 

Skandal!

 
Betrug beim Klosterbier! Ausgerechnet bayrisches Kloster beim Schwindeln erwischt!

Naja, fragt sich, wie wichtig das jetzt ist. Aber grade beim Bier kommen ja sehr leicht religiöse Gefühle auf: Es gibt nämlich nur ein Gebot. Das ist viel einfacher zu merken als die zehn von der anderen Glaubensrichtung. Das Reinheitsgebot nämlich. Manche nennen es auch das "bayrische Reinheitsgebot".

Es sagt sinngemäß ganz einfach: Im Bier DARF NICHTS ANDERES ¹ drin sein als Hopfen, Gerste und Wasser².

In Deutschland wurde in den letzten Jahrzehnten immer heftiger die Meinung verfochten, dass beispielweise MAIS keine Gerste sei. REIS auch nicht. Schon gar nicht Kirschen, Karotten, Zucker oder auf was für Ideen die Leute sonst noch so kommen.

Ob das Bier dadurch wirklich gesünder wird, sei dahingestellt. "Reinheitsgebot" ist doch nur das Versprechen, dass eben nichts anderes drin ist als diese drei Zutaten - wozu auch immer das gut ist.

Aber ausgerechnet ein bayrisches Kloster behauptet, dass sein Dinkelbier nach dem "bayrischen Reinheitsgebot" gebraut sei. Dinkel ist aber jedenfalls keine Gerste. SKANDAL!

Und jetzt soll ich noch an das Paradies und den Erlass der Sünden und die ganzen anderen Verheißungen glauben?


Ab hier beginnt die Diskussion: Ich diskutiere mit mir selbst.

¹ selbst von der Hefe ist da keine Rede - und auch 1518 haben sie schon welche verwendet.
Man könnte auch ohne Hefezusatz - spontane Gärung nennt man das: Die alkoholische Gärung wird ausgelöst durch den Pilz, der zuerst reinfällt. Ob einem das dann schmeckt, ist noch eine andere Frage.

² die Wikipedia-Quelle erscheint mir besonders glaubwürdig, weil sie den bayrischen Originaltext zitiert und dann übersetzt. Das Reinheitsgebot ist ja Gegenstand der verschiedensten Interessen, deshalb spielt die Glaubwürdigkeit eine Rolle.
Bei der Recherche bin ich darauf gestoßen, dass das Reinheitsgebot gerne schon mal nach Gutdünken ausgelegt wird. Hier zum Beispiel, einer Seite vom Brauer-Bund, wird falsch zitiert, oder wenigstens sehr grenzwertig: Aus Gerste wird dort seltsamerweise "Malz" - welches sich auch aus Weizen oder eben Dinkel herstellen lässt. Das ist jetzt wieder witzig, weil im Vorstand mindestens 6 Promovierte sitzen, die eigentlich wissen sollten, wie richtiges Zitieren geht.

³ und bei weiteren Recherchen stellt sich heraus: Das Bier wird von einer anderen Brauerei - Riedenburger Brauhaus - mit ökologischen Rohstoffen aus dem Kloster Plankstetten gebraut. Tja.

 

17 März 2007

Gottogott

 
"Sie glauben doch sicher an Gott?"

"Wer? Ich? Nein."

"Nicht?"

"Nein, mir hat er sich noch nicht zu erkennen gegeben. Und ohne ein Zeichen kann ich nicht glauben. Tut mir leid, das muss er akzeptieren."

"Muss er?"

"Klar, schließlich hat er mich ja so geschaffen."

"Aha."

 

15 März 2007

Tiefe Weisheit

 
"Freiheit meint natürlich auch die Freiheit, schlechten Geschmack zu haben, und von diesem Recht macht der Berliner ausgiebig Gebrauch."

Der Engländer Roger Boyes zu einem Fotoband über Berliner Wohnungen.

Naja, gerade als Engländer sollte man sich da besser nicht so weit aus dem Fenster lehnen - aber eigentlich hat er in allen Punkten recht.
 

Kleinanziegen ¹

 
"Sympathische Sie 25/171/85 sucht einen gut situierten Mann für eine leibevolle Partnerschaft."

Da hat sie eigentlich recht.


¹ zuerst hielt ich das in der Überschrift auch für einen Schreibfehler
 

14 März 2007

Und was machen wir heute?

 
Einen Pfirsich rasieren


aus: "Gesang von der Erfindung der Nektarine"
 

Werbung

 
Nur mal kurz zwischendurch. Kommt nicht oft vor, dass ich begeistert bin, aber dieser Typ hier ist die Härte!
 

13 März 2007

Chronik der Kürbiskriege


Vorschau zur 2. Staffel. Was bisher geschah.

Lange vor der Einwanderung der Europäer nach Amerika gab es dort eine blühende Kultur der verschiedensten Völker von Ureinwohnern. Ihre Stämme waren zahlreich und hatten nicht viel gemeinsam, außer dass in ihrer Gegend Kürbisse wuchsen. Selbstverständlich waren sie alle edel und stark, schön und gut, aber dafür auch beinahe alle ein wenig streitlustig.



Künstlerisch, sozial und philosophisch waren sie weit entwickelt - technologisch befanden sie sich im Stadium der Steinzeit. Bei vielen Problemen, die in heutiger Zeit mit technischen Mitteln behoben werden, waren sie es gewohnt, sie soziologisch zu lösen, sie religiös umzudeuten oder auf tiefenphilosophischem Weg das Leben mit wirklich ekligen Hindernissen zum Standard zu erklären. Daneben machten sie einige erstaunliche Erfindungen - auf Steinzeitniveau.

12 März 2007

Weltberühmte Worte

 
 
Träumen Roboter von elektrischen Schafen?
 
 

Philip K. Dick: Titel der Vorlage zum Film "Blade Runner" von 1969

 

Der Mensch lebt nicht vom Sprichwort

 

altes Bäckersprichwort

Ich gestehe: Nicht ich habe dieses Spiel erfunden. Sondern angeblich sogar der Bestsellerautor B. von Stuckrath-Barre, as called by his friends: der STUGGI. Ich habs nicht gelesen.

Ich bringe das Spiel hier trotzdem an, wegen der Sprachbetrachtung. Da waren nämlich wieder viele viele Poeten am Werk, und viel größere als der kleine Blogautor.

Ein bekanntes deutsches Sprichwort lautet: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein". Blödes Sprichwort, nicht mal vom Klang her sehr schön. Aber interessant wird, wenn man es als eine Art Frage im Google eingibt "Der Mensch lebt nicht vom ... allein" und die Antworten vor dem geistigen Auge vorbeiziehen lässt.

Also, wovon lebt denn der Mensch nicht allein?

Vom Brot - natürlich, war ja klar
vom Boot - es geht sogar um's Brot auf dem Boot, ein Kochbuch nämlich
vom Blog - naja, Blogger überschätzen sich gerne selbst
vom Wort - noch schlimmeres Naja
vom Reis - von Funktionalität - von der Arbeit - Sprichworte dich oder ich fress dich!
vom Strom - von Wörtern - von Geld - von Grünzeug
von Brod - Max Brod, mit der Lizenz als Subjekt schimmster Kalauer zu dienen
vom Hass (?) - was heißt das nun wieder?
vom Sport - guuuter Hinweis, manche können das
vom Hoch - nur ein Wetterfritze kann so phantasievoll sein
von Tomaten (??) - vom Bit - vom Sinn - ja, das wünschte man sich doch, dass Leute ohne Sinn irgendwie verdorren, oder so

vom Bot - neenee, den musste ich extra erfinden, damit die Mechatroniker hier auch repräsentiert sind

aber dann ein Lichtblick: Der Mensch lebt nicht allein zusammen.

was ich die ganze Zeit vermisst habe: "Vom Tod" - schönes und wirklich zwingendes Wortspiel in einem Bericht über Bestatter, da wäre das doch naheliegend, etwa nicht?

Na dann nicht.
 

Werbung heute

 
Angesichts von "In einigen Anschlussgebieten erhältlich" fragt sich der erfahrene - und daher misstrauische - Verbraucher: Was ist wohl die wirkliche Bedeutung von "Im Handel erhältlich"?
 

10 März 2007

Bauen wieder mal


Aus gegebenem Anlass - bitte um Verzeihung, ist vielleicht zur Zeit 'n bisschen langweilig hier

Das Problem mit dem Bauen ist unter anderem, dass es so einfach aussieht. Also: Das Leichtaussehen ist die Ursache vieler Probleme.

"Dit kann doch nich so schwer sein!" und "Sowat jibs doch im Baumarkt!"¹ denken anscheinend viele. Bis sie es selbst versucht haben. Aber dann ist es zu spät: Das alte Bad ist herausgerissen. Die Bruchbude Das freistehende Einfamilienwohnhaus im Randbezirk mit 370qm Grund ist gekauft und bezahlt.

Auch etliche Handwerker denken so: "Dafür jibs doch wat im Bauhaus!" - und dann kommen sie mit Bauschaum und Silikon an. Die Werbung sagt ja auch, dass das für ALLES taugt.

Wer heute auf dem Bau arbeitet, hat das in den seltensten Fällen "gelernt", im Sinne einer geregelten Ausbildung mit Schule und stufenweiser Steigerung des Schwierigkeitsgrades. Sehr viele haben irgendwann als Helfer und Zureicher angefangen und sich durch aufmerksames Hinsehen hochgearbeitet. "Dit kann doch nich so schwer sein!" Ist es auch nicht - wenn die Aufgabe nur immer exakt dieselbe bleibt, die sie anfangs ausgeübt haben. Das ist aber buchstäblich nie der Fall, es sei denn man arbeitet am Fließband einer Fertighausfirma.

Die lückenhaften Kenntnisse werden den Handwerkern selbst nie bewusst, sie sind völlig frei von Einsicht. Das braucht einen nicht zu wundern, und es liegt nicht daran, dass diese Leute nun ursächlich dämlich wären. Bauschäden bilden sich nämlich nur langsam heraus, die meisten brauchen zwischen 1/2 und 5 Jahren. Dann hat der Handwerker die Baustelle aber schon lange verlassen und erzählt dem nächsten Bauherrn treuherzig: "Dit jeht schon - werdense sehn!" Tut es das nicht, wird dem Bauherrn zuweilen mitgeteilt: "Tja, da hamse wat falschet bestellt..." Ein gelernter Handwerker hätte das allerdings auch so gewusst. Ein gelernter Handwerker wäre aber womöglich teurer gewesen.


Manche Bauherren handeln weitsichtiger: Sie fragen einen Bauunternehmer, oder einen Architekten. Das kann dann genau so tragisch enden wie oben beschrieben: "Dafür gibt es eine ganz neue Lösung im Handel!" , allerdings rhetorisch geschliffener. Der praktische Teil gehört selbst bei den Architekten nicht zwingend zur Ausbildung - Bauunternehmer brauchen erst gar keine.

Nehmen wir an, der Bauherr findet jemanden mit ausreichenden Kenntnissen. Solide Bauunternehmer und Architekten wollen die Sache richtig machen: Fachlich korrekt und hält länger als bis zum Verlassen der Baustelle. Das kostet dann allerdings mehr. Der Bauherr fragt dann meist: "Sooo teuer? Ich hab doch da gestern was im Baumarkt gesehen! Das war viiieeel billiger! Gibt's da nichts im Bauhaus?" Gibt es, leider. Das Problem mit dem Bauen ist eben, dass es so einfach aussieht.


¹ Baumarkt der Wahl einsetzen: Bauhaus, Hornbach, Toom, Stinnes, OBI, Praktiker, Bahr, Hellweg, Globus, OTTO und beliebig viele kleinere

Autofahrer

 
Wichtig, wenn du im Auto sitzt und steuerst:
Denke nie weiter als bis Vorderkante Motorhaube!
Beachte weiter:
Dreh dich beim Rückwärtsfahren niemals um -
im Spiegel siehst du mehr als genug!
Und merke für alle Zeit:
Schuld sind immer die anderen!

 

09 März 2007

ohcE - Echo

 
In diesem Blog kann es schon mal vorkommen, dass man das Echo eines Geräuschs vor dem ursprünglichen Ton hört, zuweilen sogar, bevor der initiale Ton überhaupt ausgesendet wurde. Dafür ist das ja mein Blog.
...aaah, ich liebe so krüptisches Geschwafel...
...na gut, konkret: Vor einiger Zeit gab es hier einen Text über bestimmte Widersprüche, der manch einem vielleicht etwas herzlos erschienen sein mag. "Die Nacht der stummen Stimmen" und ihre Fortsetzung.

Das war nur eine kreative Bearbeitung der vermeintlichen Widersprüche, mit denen man den ganzen Tag so konfrontiert wird. "Vermeintlich" nur deshalb, weil das den Urhebern ja vielleicht gar nicht als Widerspruch erscheint.

Ähm ... worum ging's nochmal? Ach so, ja: Die Bearbeitung war schon zu lesen, hier kommen jetzt die initiierenden Widerspüche. Und los:

In Deutschland ist ja die Geldstrafe ein beliebtes Mittel. Insbesondere für Leute, die kein Geld besitzen und irgendwas illegales angestellt haben, um an Geld zu kommen. Geldstrafe für Geldlose - damit die sich das merken! Das muss richtig wehtun!

Letzte Woche hört man, dass ein großer europäischer Flugzeugkonzern ein paar zehntausend Leute entlassen will. Das ist derselbe Konzern, der vor ein paar Monaten in die Schlagzeilen kam, weil er versprochene Ware nicht rechtzeitig liefern konnte. Kann er immer noch nicht. Deshalb muss er jetzt die Leute entlassen, die er braucht, um Ware zu produzieren.

Dass in Berliner Haftanstalten regelmäßig Tag der offenen Tür ist, wurde hier bereits gewürdigt.

Oder unser Top-Hit und Diskothekenkracher:
"Wir brauchen mehr Kitas und mehr Lehrer."
"Dafür haben wir kein Geld!"
"Aber die Mütter könnten dann Geld verdienen und Steuern zahlen?!?"
"Dafür haben wir kein Geld!"
"Um im globalen Wettbewerb weiter Geld zu verdienen, brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte."
"Dafür haben wir kein Geld!"


...to be fortcontinued...
 

Mit Gott getan ist wohl getan


Oder besser: Geh mit Gott - aber geh!

Im Tagesspiegel von heute wird über göttlich sanktionierte Gewalt berichtet. Ergebnis: Mit dem vermeintlichen Einverständnis des Herrn mordet der Gläubige skrupelloser. Die zugehörige wissenschaftliche Untersuchung klingt unangenehm plausibel.

Konstruktive Vorschläge zur Abhilfe sind da leider schwer: Schafft man besser den Herrn Gott ab oder die entsprechenden Gläubigen?

08 März 2007

Schönes Schöneberg


manche würden sagen: Typisch! Für was auch immer

Mittags, kurz nach Schulschluss. Aus einem Zeitungs- und Süßigkeitenladen kommen drei Jungs, ca. 8 Jahre, Schulranzen. Der erste brüllt zwei anderen in 50m Entfernung nach:
"Votzenkacker! Eierficker!"
Die angesprochenen, auch etwa 8 Jahre alt, grüßen zurück:
"Flachwichser! Heul doch!"

Seltsam, meine eigene Jugend habe ich anders in Erinnerung.
 

07 März 2007

Autofahren

Ein richtiger Autofahrer ist man nur dann, wenn man immer zuerst hupt und dann bremst. Nie umgekehrt! Erst dann ist man ein richtiger Autofahrer.

06 März 2007

Realität ist ein Albtraum


Der deutsche Name ist Dasselfliege

Wer auch nur einen Jan-Svankmeijer-Film kennt, hat wahrscheinlich ohnehin Albträume. Sollte das noch nicht der Fall sein, weil man das für gruselige, aber hübsche Trickfilme hielt, kann man hier erfahren, dass es allen Grund gibt, sich Sorgen zu machen.
 

Schwächen


Die folgenden Informationen kann man lesen, einfach auf sich wirken lassen und dazu frei assoziieren - am besten nicht zu lange

Grünes Kryptonit wirkt wie ein radioaktives Gift. Es schwächt Superman und seine Körperaura und kann ihn sogar töten, wenn er ihm über einen längeren Zeitraum ausgesetzt ist.

Rotes Kryptonit hat in den Comics sehr unterschiedliche Folgen. Spätestens seit der Serie Lois & Clark macht es ihn schrittweise (je nach Dauer der Aussetzung) böse und lässt ihn jede Hemmung verlieren. Es ist gleichzusetzen mit dem künstlichen grünen Kryptonit aus dem Film Superman III. In der Fernsehserie Superman - Die Abenteuer von Lois und Clark (Folge 2.20 Das Rote Kryptonit) lässt es Superman gleichgültig bis depressiv werden. Durch die Nähe zu rotem Kryptonit wird er unkontrollierbar und legt dabei auch seine sonstige Zurückhaltung Frauen gegenüber ab.

Goldenes Kryptonit hat die Eigenschaft, alle Kryptonier für immer ihrer Superkräfte zu berauben.

Weißes Kryptonit kann pflanzliches Leben töten.

Schwarzes Kryptonit hat die Fähigkeit, eine Person in zwei Persönlichkeiten aufzuteilen, in einen guten und in einen bösen Teil. Zum ersten Mal tauchte es in der Fernsehserie Smallville auf. In der aktuellen Supergirl-Comicserie, die von Jeph Loeb und Ian Churchill begonnen wurde, wurde es in das offizielle DC-Universum integriert.

Silbernes Kryptonit ist in der Lage, Gedanken zu beeinflussen und Halluzinationen hervorzurufen. Es ist nicht bekannt, was silbernes Kryptonit eigentlich ist. Es wird aber davon ausgegangen, dass es keine Substanz, sondern eine Art Computerchip darstellt. Ebenso wie das schwarze tauchte diese Form von Kryptonit zuerst in Smallville auf.

Blaues Kryptonit wirkt nur auf die Kryptonier einer anderen Dimension.

Supermans größte Schwäche neben Kryptonit ist Magie.

Der klassische Superman (Pre-Crisis) verlor zudem unter roter Sonnenstrahlung seine Superkräfte. Unter oranger Sonne halbierten sich seine Kräfte.



Aha.


es handelt sich um einen Auszug aus dem Wikipedia-Artikel über Superman, welcher erheblich umfangreicher ist als beispielsweise der über Catharina Regina von Greiffenberg. Aber das ist dann wirklich eine ganz andere Geschichte
 

03 März 2007

Halbmast


Gestern in Butter-Lindners Feinkostladen ¹

"Sagen sie mal, wissen sie zufällig, warum heute halbmast geflaggt ist?"
"Keine Ahnung. Meine Kollegin vielleicht. Friede, weißt du, warum...?"
"Och, ich glaube, das KadeWe hat heute hundertsten Geburtstach."
"Aha, danke. Na dann."



¹ Codename: Butter-Schwindler - weil keiner glauben kann, dass die Butter ihre gelbe Farbe auf natürlichem Weg annimmt... schmackhaft ist sie trotzdem.
 

02 März 2007

iPod-Herabwürdigung

 
Ich werde sowieso nicht verstehen, was am iPod besser sein soll als an anderen Musikplayern. Die Kunden reden immer vom Design. Das Design? Naja, mich reißt das genausowenig von den Socken wie das des übrigen Mac-Krempels. Aber Mac-User halten sich ja für was besonderes unter den Elektronik-Anwendern.

Dieser subjektive Höhenflug hat durch den iPod irgendwie neue Nahrung erhalten. Eben sehe ich diesen irgendwie noch ganz witzigen Werbeclip auf YouTube:



Und dem Einsender fällt nichts anderes dazu dazu ein als: "Tekserve Ad with over $60,000 in ipods" oder "Da fallen iPods für über 60.000$ um!"

Oh! Mein!! Gott!!!

So! Viel!! Geld!!!


Ähm, na und? Ist doch nicht viel für einen Werbespot?

Aha. Den Verdacht habe ich von diesen ganzen bornierten Mac-Typen schon immer: Sie sind allein deshalb fasziniert, weil das besonders teuer ist - und müssen deshalb den ganzen Tag betonen, wie besonders besonders sowas doch ist. Und außerdem besonders gut! Wenn man schon so viel Geld für unnützen Schnickschnack rauswirft, will man doch wenigstens was davon haben.

Verstehe. So viel Adel verpflichtet, schon allein deshalb MUSS man die Nase besonders hoch tragen.


Der Himmel erhalte mir meine Vorurteile...

i-Protz
 

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