22 Januar 2012

Dys

Andere Leute in meinem Alter gehen in Frühpension, machen jetzt schlimme Kreuzfahrten und nicht mehr nur schlimme Pauschalreisen, wiegen ihre Enkel im Arm oder müssen statt dessen ganz dringend den Mount Everest besteigen, wenn sie an die Enkel denken. Ich tue nichts von alledem ¹.

Damit komme ich soweit klar. Seit einiger Zeit bemerke ich allerdings, dass ich mit Zahlen Schwierigkeiten habe. Mit den Zahlen, nicht mit der Zeche im Lokal. Obwohl...

Zahlen also. Ich verwechsle ständig irgendetwas, verzähle mich, kriege einfache Additionsaufgaben nicht hin. Kürzlich habe ich mal die Mehrwertsteuer auf die Mehrwertsteuer drauf geschlagen. Ich kann nicht mehr rechnen! Sowas ist lästig, wenn man in einem Ingenieurberuf arbeitet.

Sowas ist wahrscheinlich jedem lästig, der überhaupt arbeitet. Außer den Erben der HypoRealEstate, die schon mal Plus und Minus verwechseln und im Auftrag des Finanzministers 55 Milliarden verbummeln. Aber gehen wir mal vom Normalfall aus, einem ehrlichen Beruf: Dann ist das lästig.

Ist das wirklich altersbedingt? Gibt es sowas? Präsenile Dyskalkulie? Oder hab ich das nur erfunden, um mein Blog wieder voll zu kriegen, und sonst ist alles im Lot?

Hilfe!





¹ Mount Everest ist eine ganz andere Liga als Ararat. Und der Ararat muss auch aus ganz anderen Gründen...

Kommentare:

Aintschie hat gesagt…

Ach, Dir fehlt bestimmt nur Magnesium ;-)

100 Goldfischli hat gesagt…

Ein unsere Schwangeren hatte neulich so Probleme, die sich mit Magnesium lösen ließen.

Aber was, wenn ich Dir gestehe, dass ich gar nicht schwanger bin? (meines Wissens)

Anonym hat gesagt…

Ach, verehrter Hr.Goldfischli-
bemühem Sie doch einfach einen Taschenrechner.
Das ist nett "old school" und löst "das Problem" so schnell wie nachhaltig.
Nicht älter werdem ist schließlich auch keine Lösung...

Anonym hat gesagt…

...da würde ich zudem ihren Blog vermissen-
ebenso schnell wie nachhaltig.

100 Goldfischli hat gesagt…

Ah, das ist sehr nett gesagt: Danke!

Ich gehöre ja sozusagen zur letzten Analog-Generation¹. Deutlich oldschooler ist deshalb, für die Addition einstelliger Zahlen einen Stift und Blatt Papier zu nehmen.

Und am oldschoolsten: Den Kopf.



¹ a.k.a. Generation Gocart. Mit Tretantrieb.

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