24 Juni 2008

Kaffee

 
I.
In einer bekannten Berliner Tageszeitung fahndet Dr. Wewetzer nach guten Nachrichten aus der Medizin. Hier: Kaffeetrinker leben länger.

Wer hätte das gedacht? Jahrzehntelang wurde der Kaffeegenuss per se verteufelt, wahrscheinlich, weil er aus dem Ausland importiert werden musste. Stattdessen hätte man viel lieber kriegswichtige Güter bei den Kaufleuten des Feindes erstanden.

Dummerweise wirkte die Negativkampagne auch lange nach dem Ende des Krieges noch fort. Heute, in Zeiten von 30 Sorten Lattemacchiato, scheint vorübergehend wieder ein kleines Hoch heranzuziehen.

Aber endlich weiß man: Kaffeetrinker leben länger. Dafür wurden immerhin 40.000 Frauen und 85.000 Männer beobachtet. 125.000 Menschen! Das scheint mir eine gewaltige Zahl - wer bezahlt solche Riesenstudien? Tchibo? Das Ergebnis einer solchen Studie steht jedenfalls auf einer soliden Grundlage.

II.
Grade erzählt mein Vater eine Anekdote aus dem Norwegen der Vorzeit (...vor heute...): Kaffeegenuss war verboten, weil der Kaffee ja importiert werden musste. Wie bei jeder guten Droge setzte bald Schwarzhandel und Schmuggel ein. Einige Schmuggler wurden sogar gefasst und zu langen Haftstrafen verurteilt. Auf Betreiben das damaligen Königs¹ mussten die Delinquenten jeden Tag Kaffee trinken. Das war seine Strafe, weil er sich ja der schädlichen Wirkung des Kaffees sicher war. Die Häftlinge überlebten den König um viele Jahre.

Na, wer weiß, ob ich überhaupt so alt werden will.



¹ Harald ... Hakon ... Harkonnen? ... norwegische Könige haben schwer zu merkende Namen ... können aber zuweilen gut segeln: Kategorie: Weltmeister (Segeln)
 

1 Kommentar:

Bart hat gesagt…

Also einen Vorteil hat die regelmäßig Einnahme von Kaffee noch, man kann nicht an Parkinson erkranken. Auch das haben Wissende geschaft ans Tageslicht zu bringehn.

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