14 Dezember 2015

Grünes Zeug

Das grüne Zeug entstand so ähnlich wie das Rote Zeug. Also ganz anders.

Auf dem Markt bekommt man Auberginenpüree, so eine Paste für zum Brot dazu. Der Goße Bloguator™ wird bekanntlich sehr selten von Bedenken oder Einsicht geschüttelt und kommt daher auf den naheliegenden Gedanken "Das kannst du doch auch!"

Naheliegend, aber falsch. Nach etlichen Versuchen befand sich das bericht­erstattende Küchengenie wieder am Anfang. Zum Glück war keine da, die das alles essen musste.

Irgendwann lagen die erforderlichen Zutaten aber durch Zufall genau nebeneinander auf dem Küchentisch. "Zufall" ist das Wort dafür, wenn Der Große Bloguator™ wieder einmal hungrig einkaufen war und vom Markt den Wochenbedarf für eine sechsköpfige Familie in seinen Single-Haushalt geschleppt hat.

Nebeneinander lagen in diesem historischen Augenblick
  • Kichererbsen, getrocknet
  • Auberginen
  • Zucchini
  • Olivenöl
  • Kräuter der Provence
  • Lauchzwiebel, Knoblauch, Chillies, je nach Geschmack (doch, sowas liegt hier herum)
Und dann geht das so:
Die Kichererbsen werden eingeweicht (bequem über Nacht. Eine Stunde vorher reicht aber auch) und dann weich gekocht. Die Auberginen und Zucchini legt man im ganzen auf ein Backblech und lässt sie im Backofen weich werden. Je nach Frischegrad des Gemüses dauert das eine ganz unterschiedlich lange Weile, bei 200° zwischen 15 und 45min. Nicht anbrennen lassen!

Wenn die Auberginen ausreichend weich geworden sind kann man sie der Länge nach halbieren und das Fruchtfleisch herauslöffeln. Die Zucchini muss man ein wenig kleiner schneiden. Kichererbsen und etwas Olivenöl dazu und alles pürieren. Die kleingehackten "je-nach-Geschmacks" kommen erst nach dem Pürieren rein, damit man auch was zu beißen hat.

Das ganze ist wohl eine Beilage, keine Ahnung, kann man mit Fladenbrot essen, oder sich einfach so damit vollstopfen. Wer genau hinkuckt: Versehentlich ist es auch vegan, wieder einmal.

Abstrakte Hinweise:
  • die Kichererbsen einen Tag vorher einzuweichen kann eine Herausforderung sein. Eine Stunde vorher ebenfalls. Wem das alles zu viel Vorausschau und Planung ist, der kann gekochte Kichererbsen aus der Dose nehmen. Die sind *noch* *leichter* zu verarbeiten und noch viel weicher. Das Ergebnis wird deutlich matschiger als mit den getrockneten, kann man mögen, muss man aber nicht.
  • je nach Mischungsverhältnis von Gemüse zu Kichererbsen kann das Grüne Zeug unangenehm trocken ausfallen. Mit mehr Olivenöl wird es geschmeidiger - aber auch sehr gehaltvoll. Deshalb nach dem Kochen das Kichererbsenkochwasser aufheben, um bei Bedarf die Paste damit zu verlängern.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ja, ich will ein Fisch-Foodblog!
- Borschtsch
- Rotes/Grünes Zeug
- Orangenmarmelade
- ... noch mehr!!!

nic. hat gesagt…

Ein Regenbogenkochbuch, so eine hübsche Idee! Natürlich muss es ganze Farbkapitel geben: gelbe Woche, lila Woche usw. - ich freu mich scho :)

100 Goldfischli hat gesagt…

Gut. Beginnen wir mit der Roten Woche.

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