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03 Februar 2009

Helferlein Rechtschreib


Zu Anfang wieder der Hinweis auf die quantitativ-linguistische Datensammlung zur vermeintlichen Rechtschreibhilfe: Verzeichnis unvergesslicher Verbesserungsvorschläge und auf den Assoziationsblaster


Angesichts früherer Blogeinträge war ja schon absehbar, dass der direkt vorangegangene auch wieder das Helferlein Rechtschreib ehren würde: Wenn man schon Ameisen in den Fingern hat...


Und es begab sich zu der Zeit, als eine weitere unnütze Erkenntnis niedergeschrieben zu werden verlangte. Dabei trat Not nach einem Begriff auf. Gemeint war eigentlich
einigen

getippt war das nicht ganz so klar, nämlich
iengien

Zugegeben: Für unschuldige Software durchaus eine Herausforderung. Aber wenn der Gegner diese Herausforderung nun mal annimmt, muss er sich nicht wundern. Aus der Armee von Helferlein antwortet diesmal die Rechtschreibhilfe einer Mailsoftware namens "Thunderbird". Und sie schlägt vor, der Autor sollte doch lieber schreiben
- Xienginki

- Wengierki

- Xienginkis

- Cholangien

- Wengierce
Klingt wie schlimme Darmkrankheiten in Sibirien. Der Zusammenhang mit dem ursprünglich gemeinten Begriff "einigen" will sich auch dem engagierten Leser nicht gleich erschließen, den anderen wahrscheinlich nie. Um ausnahmsweise mal ehrlich zu sein: Selbst Der Große Bloguator™ hat nicht eines dieser Wörter jemals zuvor gehört - wie soll er die jetzt sinnvoll anbringen?





Solche Blogeinträge sehen in der Rohfassung übrigens so aus:

Helferlein Rechtschreib
/>
/> getippt war:
/>
/> * iengien
/>
/> gemeint war:
/>
/> * einigen
/>
/> das Helferlein sagt:
/>
/> * Xienginki
/> * Wengierki
/> * Xienginkis
/> * Cholangien
/> * Wengierce
/>

Aber das nur nebenbei.

28 August 2008

Helferlein Rechtschreib

Heute hat das Helferlein eine besonders schwere Aufgabe. Und diese lautet kompakt formuliert: Spandau

Im Fall von Spandau ist es nämlich besser, wenn man das nicht kennt.

Als es die Mauer noch gab, sagten wir immer "Spandau - das ist Westdeutschland in Berlin". Gemeint war: Die Spandauer könnten das ganze Phänomen "Provinz" überhaupt erst erfunden haben, jedenfalls würde ihnen das ähnlich sehen. Und im Gegensatz zur Provinz machen sie darin keine halben Sachen.

Spandau, das ist ein besonders schlimmer zurückgebliebener Vorort - und man ist stolz darauf. Leider gehört Spandau zu Berlin, zumindest postalisch, auch steuerlich und sonst verwaltungstechnisch.

Intellektuell befindet sich Spandau etwa auf der Höhe der Kaiserzeit (deutsche Kaiser, nicht römische) und wenn es ein unsympathisches Nachbarland gäbe, an das man Spandau zum Selbstkostenpreis abgeben könnte, würden das viele Berliner gerne tun. Bedauerlicher Weise ist das einzige verfügbare unsympathische Nachbarland Brandenburg ("die neue DDR") nicht blöd genug dafür. Clever wie sie waren haben die Brandenburger damals auch die Vereinigung mit Berlin abgelehnt. Wahrscheinlich haben sie geahnt, dass sie mit Berlin unweigerlich auch Spandau bekommen würden.

Spandau ist nicht nur einfach zurückgeblieben, es zeichnet sich auch durch das objektive Fehlen jeglicher kultureller Einrichtung aus. Dies wird von der dortigen Bevölkerung durch Begriffsumdeutung kompensiert, nämlich indem ein überaus konventioneller und öder Weihnachtsmarkt sowie Rittergelage in der Zitadelle mutwillig falsch als Kultur bezeichnet werden. Aber das war´s dann wirklich.

Der gewöhnliche Spandauer kann seinen Stolz auf all diese unschönen Erscheinungen dummerweise nicht für sich behalten und prahlt außerdem noch damit, dass der Ortskern ja gute 30 Jahre älter sei als der von Berlin. Vor 800 Jahren war das sicherlich ein Verdienst.

In diesem Spannungsfeld bewegt sich das Helferlein Rechtschreib heute: Etwas kennen zu müssen, das man besser nicht kennt. Es fehlt der Maschine die Dialektik, einen Begriff richtig zu buchstabieren, auch wenn er eine unangenehme Erscheinung bezeichnet - oder ihn einfach zu negieren. Das Helferlein erkennt also Spandau als falsch. So weit zutreffend. Aber aus altem Reflex macht es Verbesserungsvorschläge - an einer Stelle, wo alle Hoffnung vergebens ist:

- Spanrau

der Span ... die Späne ... raue Späne? Keine Ahnung, was er sich dabei gedacht hat. Spandau zu Spänen vielleicht?


- Spanbau

das trifft die Sache: Denn genau so sieht es in weiten Teilen des Bezirkes aus

- Spandaus

das Spant, die Spanten, die Spannung - man weiß es leider nicht - und will es auch gar nicht wissen


21 März 2009

Oijoijoi...


Eigentlich ein Fall fürs Helferlein Rechtschreib
oder
Ankunft auf der Meta-Meta-Witzebene


Automatische Besucherstatistiken sind was feines. Man kann sehen, wer einen im Blog besucht hat, und wie ausgeprägt die Rechtschreibschwäche ist, unter der er leidet. Hier ist so ein Fall. Da hat jemand "gogel und mäx" eingetippt - und landet zuerst beim Großen Bloguator™: Sehr schmeichelhaft. Fragt sich nur: Wieso eigentlich? Oder sollte ich diese Frage besser gar nicht stellen? Aber dann hab ich ja nichts mehr zu schreiben.


Zurück zur Frage "Wieso eigentlich?". Keimt nämlich zuerst der Verdacht, dass das Aufmerksamkeitsdefizsyndrom (s.a.a.O.) vielleicht doch beim Großen Bloguator™ liegt, und er irgendwie genau so getippt haben könnte, wie er normalerweise spricht.

Sehen wir uns nochmal den verlinkten Artikel an: Da geht es um Google und Max. Und hier hat sich wieder eins der Helferlein Rechtschreib ins Spiel gebracht, das wohl sowas wie eine lesende Spracherkennung für Schwaben und Badener zu haben scheint. Anders kann ich mir das nicht erklären. Diesmal das Helferlein von Google, das einem immer sagt, was man seiner Meinung nach wirklich gemeint haben müsste - auch wenn man das in der Regel nicht gemeint hat.

Meta wird die Sache dadurch, dass es in dem verlinkten Artikel um genau dasselbe geht, wie hier, in diesem: Nämlich um Suchergebnisse, die der Suchende so bestimmt nicht erwartet hat. Und von dort wird weiter verlinkt - zum Ursprungsartikel, in dem die beiden gesuchten Wörter (wir sind immer noch bei "gogel und mäx") ebenfalls so nicht vorkommen.

Wenn man übrigens "gogel" und "mäx" alleine gugelt, bekommt man reichlich Antwort, und wahrscheinlich jede zutreffender als die im hiesigen Blog. Tja. So isses nunmal, das Leben, was?




und wenn mir in Kürze wieder der Stoff ausgeht, zeige ich Euch die Korrekturvorschläge zu "gogel", "mäx" und "gugelt". Könnt Ihr aber auch zu Hause schon mal selbst nachkochen.

04 September 2007

Helferlein Rechtschreib

Helferlein Rechtschreib hin oder her: Wahrscheinlich muss ich mir doch Sorgen machen, wenn ich statt also ganz anders, nämlich laos buchstabiere. Seit einiger Zeit passiert sowas sogar handschriftlich, mit Stift und Papier.

In mir werkelt ein Anagramm-Generator. Ich weiß nur nicht, wie man ihn abstellt.
 

21 November 2007

Helferlein Rechtschreib


Zu Anfang der Hinweis auf die quantitativ-linguistische Datensammlung zur vermeintlichen Rechtschreibhilfe: Verzeichnis unvergesslicher Verbesserungsvorschläge und auf den Assoziationsblaster.

Im letzten Posting ging es unter anderem um die
Bootsausstellung.

An sich nichts schwieriges, eine Bootsausstellung ist eine Bootsausstellung ist eine Bootsausstellung. Glaubt man als Autor.

Nach Auffassung von Helferlein Rechtschreib ist eine Bootsausstellung aber in Wirklichkeit und unter Anwendung der neuen deutschen Rechtschreibung eine
- Bauhausausstellung

- Bezirksausstellung

- Jahresausstellung

- Europaratsausstellung
oder sogar mehrere
- Europaratsausstellungen


Herrscht da eine heimliche Inflation? Wurde die Europaratsausstellung in letzter Zeit abgewertet?
 

26 September 2009

Helferlein Rechtschreib


Zu Anfang wieder der Hinweis auf die quantitativ-linguistische Datensammlung zur vermeintlichen Rechtschreibhilfe: Verzeichnis unvergesslicher Verbesserungsvorschläge und auf den Assoziationsblaster

Die Helferlein hatten wir hier schon lange nicht mehr. Liegt vielleicht daran, dass es in letzter Zeit insgesamt wenigere Einträge gab als sonst. Soll sich bald bessern - wenn man mich lässt.

Bis dahin nur sporadische Sprachbetrachtung - wie überhaupt sporadische Bloggerei. Der Freude darüber, dass sich aus dem einen Blogeintrag der nächste ergibt, wurde hier bereits früher Ausdruck verliehen. Nun sind wir wieder mal an dieser Stelle angekommen.

I.
Beim Verfassen des letzten Eintrages wurde ein gar nicht mal so seltener Ausdruck verwendet
- achtzehnjähriges
Worin denn da der Makel besteht, wollte sich mir nicht gleich erschließen. Das Wort wurde vom Helferlein jedenfalls als verbesserungsfähig eingestuft:
- achtzehnjähriges
Denkt man sich: "Das ist bestimmt wieder was mit der Rechtschreibreform, wo man sich nur noch nicht dran gewöhnt hat". Und ruft aus wissenschaftlicher Neugier die Korrekturvorschläge auf. Diese sind bei besonderem Gleichklang von erstaunlicher Unterschiedlichkeit in ihrer Bedeutung:
- acht zehnjähriges
Wie viele Zehnjährige?
- acht-zehnjähriges
Ach, die sind von acht bis zehn?
- achtzehn jähriges
Jähriges ist bestimmt ein Stadtteil irgendwo im Rheinland. So wie Nippes, Kappes oder Neviges.
- achtzehn-jähriges
Ja, genau! Nur ohne Bindestrich.
- siebzehnjähriges
Fast. Aber darf schon Auto fahren. Und wählen.
Halten wir fest: Vor allem eins kann das Helferlein überhaupt nicht - richtig Zählen.


II.
Damit dieser Eintrag wieder nicht zu kurz wird, noch eine zweite Betrachtung. Quelle ist dieselbe, sie erinnern sich? Der letzte Blogeintrag:
- grenzdebiles
No ja, klingt das nicht durchaus zulässig? Der Grenzdebile, die Grenzdebile, das Grenzdebile, ein grenzdebiles?
Nee. Nein. Nicht.
Sondern:
- grenzenloses
Eben nicht! Sondern nur nahe dran.
- grenzenlos
Noch beinäher.
- Grenzpfähle
Kalt. Ganz kalt...
- umgrenzendes
Öh, nö. Auch nicht.

Schade.

28 August 2007

Helferlein Rechtschreib (2x)

 
Zugegeben, manche der von mir angerichteten Fehlbuchstabierungen mögen unwahrscheinlich sein. Aber wer keine Antwort hat, kann es doch auch einfach bleiben lassen? Nur rot unterstreichen - aber auf kluge, aber falsche Vorschläge verzichten? (ich würde sowas natürlich auch tun, Vorschlagen, aber ich baue ja keine Rechtschreibprogramme).

Unwahrscheinlich 1:

ncith - bei genauem Hinsehen ein Anagramm von "nicht". Immerhin. Und "genaues Hinsehen" vorausgesetzt. Das Helferlein erkennt:
- Lecithin

- Jencitz

- Lecithins

- Lecithine

- incidit
Joh. So weit. Sehr ähnlich, nicht?


Unwahrscheinlich 2:

Regattateilnehmer - gemeint waren die Teilnehmer an einer Regatta. Von mir gemeint. Muss ja nicht jeder meinen. Das Helferlein schlägt vor:
- Olympiateilnehmers

- Olympiateilnehmer

- Olympiateilnehmerin

- Olympiateilnehmern

- Olympiateilnehmerinnen
Ja, schon, das hätte ich wohl gern gehabt.
Aber leider bin ich für Olympia langsam ein wenig alt. Außer vielleicht diesen Spezialdisziplinen, Langlauf, oder Reiten, wo man auch über dreißig noch nicht als Sportopa bezeichnet wird. (...Ihr jungen Hüpfer solltet mal gegen den Sportopa segeln - Ihr würdet staunen...)

Am Propo - unwahrscheinlich 3:

Sportopa - hätte man auch als Sport-Opa buchstabieren können. Wollte ich aber nicht. Das Helferlein assistiert fehl:
- Sporttop

- Sporttops

- Sportauto

- Sportparks

- Sportpark
Keine Sportshops? Keine Sparautos? Und schon gar kein Sportopia?


¹ gibt es eigentlich noch kein Gerontolympia? So wie es Paralympics für die Behinderten gibt und Gay-Games für Schwuleundlesben?
 

13 Januar 2009

Helferlein Rechtschreib

Das Helferlein hatten wir hier lange nicht. Aus gegebenem Anlass aber jetzt wieder einmal.

Bei genauer Betrachtung ist es nicht nur ein Helferlein, es sind derer viele, warum auch immer. Warum auch immer jeder Softwareanbieter sein eigene unzulängliche Rechtschreibhilfe entwickeln muss. Und dann auch darauf besteht, diese zu benutzen.

Diesmal: Google.

Wenn man bei Gugel einen seltenen oder ungewöhnlichen Suchbegriff eintippt, nervt einen gerade die große Suchmaschine gerne mit Buchstaben, Wörtern, Begriffen, Zeichenfolgen, die man ihrer eingeschränkten Auffassung nach gemeint haben müsste. Hat man aber in den seltensten Fällen. Die Vorschläge kriegt man trotzdem.

Heute ein besonders schöner: Der Suchbegriff wurde von verschiedenen hintereinander geschalteten Softwarelösungen erfunden, nicht einmal von einem Menschen. Man sollte ja meinen, dass die Programme wenigstens untereinander Verständnis haben, weil sie ja irgendwie ... da drin ... stecken ...?... und wissen müssten, wie so Software manchmal tickt.

Im vorliegenden Fall hat ein menschlicher Jemand einen Suchbegriff in eine Suchmaschine eingetippt, und der anschließend auswertende Besucherzähler hat aus dem Begriff automatisch alle Leerzeichen entfernt. Interessante Methode eigentlich. Künstlerisch interessant jedenfalls.

Die vom Großen Bloguator verwendete Internetbetrachtungslösung¹ bietet eine Möglichkeit an, vorliegende Buchstabenfolgen direkt als Internetadresse einzusetzen. Wenn man also das entstandene Wortgebilde nun wieder in der Suchmaschine aufruft, geschieht folgendes:


... und ich frage mich wirklich, welcher Dödel im Gugel-Wörterbuch den Begriff "gibtesflug" eingetragen hat.


... oder ist das nur ein besonders seltener alemannischer Vorname?







¹ Nur der Vollständigkeit halber: Mozilla Firefox

02 Dezember 2009

Durchzählen!


Neues vom Helferlein Rechtschreib

Und es war das Wort
zweitplazierte
Beschrieben werden sollte der auf dem zweiten Platz liegende. Zugegeben, das ist alte Rechtschreibung, heute gipstu mir ein t mehr. Dennoch erschien dem Großen Bloguator dieses Wort angemessen. Das Helferlein sah die Sache - naturgemäß - etwas anders. Es wollte wieder einmal behilflich sein, egal, ob einleuchtend oder nicht.

Es schlug daher nach billigem Ermessen¹ vor
- drittplatzierte

- erstplatzierte


- drittplatziert


- zweitklassige

Ja, Helferlein, versprochen:  Ich denk noch mal drüber nach.





¹ falls das mal jemand irgendwo in einem Bescheid liest: Das ist Bürokroatisch für "Willkür"

09 Juni 2010

Helferlein Rechtschreib

Das Helferlein hatten wir hier lange nicht mehr, den automatischen Rechtschreibgehülfen fast jeder Software, der Wörter rot unterkringelt. Neulich kam eins der Helferlein mit dieser lustigen Idee:


Auf solche Einfälle muss man ja wirklich erstmal kommen.

 

21 Juli 2008

...und noch eine Ergänzung...


... zum vorangegangenen Artikel.

Dort hat sich trotz Helferlein ein Fehler eingeschlichen. Oder vielleicht handelt es sich um gar keinen Fehler, wenn er vom Helferlein nicht markiert wird. Der hiesige Schriftsteller und Großverwalter des Blogs fehlbuchstabierte sich als BLOGUATOR.

Das klingt ein wenig wie die Berufsbezeichnung aus einem Superheldencomic. Nicht jedoch wie die Benamung des Blogbetreibers. Aber vielleicht genau deshalb wird es vom Helferlein Rechtschreib akzeptiert.

Ich hingegen höre schon das Skandieren der unmündigen Massen: "Großer Bloguator! Komm und bringe das Heil über uns!"

Mache ich dann mal.

Helferlein Rechtschreib

H.R. muss immer dann ran, wenn dem Autor wirklich nichts mehr einfällt. Zum Beispiel: Jetzt.

H.R. bezieht seine Inspiration ³ oft aus dem vorangegangenen Blogeintrag und wiederum daraus, dass der Bloguator anscheinend dazu neigt, ungewöhnliche Wörter zu ver- oder Sprache insgesamt unsachgemäß anzuwenden. Andererseits.

Geschrieben ward:
Einheitsflasche

Daran ist nun wirklich gar nichts unsachgemäß: Eine Einheitsflasche ist eine Einheitsflasche ist eine Einheitsflasche. Nämlich eine Flasche der Einheit. Punkt. Jedenfalls keine
- Einheitsflaschen

- Einheitsfläche

- Sicherheitsflasche

- Einheitsflugzeug
und schon gar kein
- Einheitsfahrschein!

Nun ja.

Dann war da die Sache mit der Kreissägenstimme.

Hallo? Kreissägenstimme!!! Da kann sich doch wirklich jeder was drunter vorstellen, oder? Hingegen gibt es wirklich ü-ber-haupt keinen Zusammenhang mit
- Kreissägen stimme ¹

- Kreissägemaschine

- Kreissägeblatt

- Kreissägewerkzeug

- Kreissägewelle

Genau.

Und am besten ist, dass das Helferlein für den Singular und den Plural von Pfandautomat unterschiedliche Vorschläge macht. Die vorgeschlagene Einzahl lautet
- Wandautomat

- Bondautomat

- Zündautomatik

- Blendautomatik
und die Mehrzahl
- Wandautomaten

- Bondautomaten ²

- Geldautomatenraum

- Prüfautomaten

Daraus kann man den Schluss ziehen, dass Automaten irgendwie sehr unregelmäßig pluralisiert werden, und Geldautomatenraum die Mehrzahl von Zündautomatik sein muss, sowie Prüfautomaten der Plural von Blendautomatik.

Sehr erhellend. Aber wollten wir da wirklich hin? Irgendwie schon - sonst würden wir wohl nicht Blogs lesen und schreiben.

³ Am Propos: Kann sich jemand an die schöne englische Band Inspiral Carpets erinnern? Die kamen aus Manchester. Als ich mal einen Bekannten aus Manchester darauf ansprach, fragte er erst nochmal nach dem Namen. Und dann sagte er: WAS SOLL DAS DENN HEISSEN?

Seltsam, ICH finde den Namen ganz sprechend, ansprechend und insgesamt gar nicht mal so schlecht.



¹ in Italien gibt es ein sehr leckeres Gericht namens Strangolapreti, auf Deutsch würde man sagen "Würge den Pfaffen". Für den Blogautor ergibt sich daraus der nahe liegende Schluss, dass er versuchen muss, eine neue Spezialität zu kochen: "Stimme die Kreissäge!".

² wer hilft mir denn mit den Bondautomaten weiter?

23 November 2008

Helferlein Rechtschreib

Das Helferlein macht ja nicht nur Vorschläge - zuerst fragt es sich bei jedem Wort, nein, eher bei jedem Buchstaben, ob es ihn in diesem Zusammenhang kennt. Und wenn nicht - erst dann macht es Vorschläge.

Das kennen auch anderssprachige Leute...
Due knot trussed yore spell chequer two fined awl miss steaks!
...und dann dichten sie daraus ganze Gedichte:

Spel Chek

Eye have a spelling chequer
It came with my pea sea
It plainly marques four my revue
Miss steaks eye kin knot sea.

Eye strike a key and type a word
And weight four it two say
Weather eye am wrong oar write
It shows me strait a weigh.

As soon as a mist ache is maid
It nose bee fore two long
And eye can put the error rite
Its rare lea ever wrong.

Eye have run this poem threw it
I am shore your pleased two no
Its letter perfect awl the weigh
My chequer tolled me sew.
Gefunden bei jetzt.de von der Süddeutschen Zeitung, Original-Autor ließ sich leider nicht ermitteln.

09 Mai 2008

Helferlein Rechtschreib


Zu Anfang nach langer Zeit wieder einmal der Hinweis auf die quantitativ - linguistische Datensammlung zur vermeintlichen Rechtschreibhilfe: Verzeichnis unvergesslicher Verbesserungsvorschläge und auf den Assoziationsblaster.

Beinahe jedes Programm bringt heute eine eigene Rechtschreibhilfe mit. Der Firefox-Browser sogar zwei. Oder sogar noch mehr, eigentlich weiß man gar nicht genau wie viele, es werden jedenfalls an mehreren Stellen Wörterbücher ganz unterschiedlicher Größe angeboten. Was diese dann bewirken, ist nicht immer so recht klar. Dabei könnten sie durchaus nützlich sein.

Jede Hilfe funktioniert anders, aber das wusste der Leser bereits, oder? Und jede versucht zu helfen, zu helfen, zu helfen. Wenn man "Helfersyndrom" erklären wollte, könnte man vielleicht ... naja, vielleicht auch nicht.

Kommen wir zum Thema der heutigen Ausarbeitung, das bereits neulich anklang:
Die Brüder gnilfpu und ztulahc,
zweieiige Abkömmlinge niederer Herkunft einer kleinwüchsigen Zwergenrasse aus dem Tiefland im unteren Mittelamerika. Eine Zivilisation mit langer Geschichte, aber kurzem Gedächtnis. Nämlich gnilfpu und ztulahc, die unberühmten Männlein aus dem unbekannten Volke.

Aber das kann das Helferlein ja nicht wissen. Ein viel angemessenerer Name für gnilfpu wäre seiner Ansicht nach
Hilfspunkt

oder

Teilfugen
Die Stammesgenossen aus dem unteren mittelamerikanischen Tiefland hätten sich wahrscheinlich zu Boden geworfen und tot gelacht.

Aber so ist das eben, wenn man es gut mit einem meint. Eltern geben ihren Kindern ja auch die seltsamsten Namen, weil sie fürchten, das die Kinder so vielleicht nicht interessant genug sind.

Nicht viel besser ergeht es dem armen ztulahc. Nach Ansicht der wohlmeinenden Helferleins sollte der auch besser einen anderen Namen haben, etwa
Schularzt

oder

zulahmend

oder

zulahmen

oder

Postulat

oder etwas femininer

Postulate
Bewegen sich die Vorschläge zulahmend und zulahmen noch voll in der indianisch-arabischen Sprachmelodie, klingen die letzten beiden doch schon katholisch-missioniert, in der Tradition als Teil eines Kettennamens wie dem der großen Niederlagenphilosophin Andrea-Postulate-Benedicte Röhrenspan.

Wie gut der Vorname Schularzt im unteren mittelamerikanischen Tiefland angekommen wäre, darüber kann man nur spekulieren.

23 März 2009

Filialen und Kleintiere


Neues vom Helferlein Rechtschreib


In die Tastatur gemeißelt ward:
Filialterrier
Gemeint war genau dieses: Weil nämlich das Kompositum aus zwei einzelnen zusammengesetzte Wort Filialterrier die zu beschreibende Person hinreichend genau zu beschreiben versprach. Angeblich können Rechtschreibhilfen Kompositwörter erkennen und verbessern. In der Praxis aber wohl eher nicht. Filial und Terrier finde ich nicht so seltene Wörter, und einzeln werden die auch nicht beanstandet. Aber im Zusammenhang.

Anstatt es dabei zu belassen, dass so ein Begriff dem Helferlein schlicht unbekannt ist, kommen wieder Verbesserungsvorschläge. Ich glaube langsam selbst dran. Warhscheinlich habe ich eins der folgenden gemeint (Google sagt ja immer so):
- Filialbetrieb

- Filialleiter

- Filialvorsteher

- Filialunternehmen
Je nun: "Janz schön dicht dran, wa? Nich schlecht für jeraten!"

Das "Warhscheinlich" das ich da oben versehentlich getippt habe, ausnahmsweise ohne dafür Verwendung zu haben, wird übrigens nicht beanstandet. Dann warh das wharscheinlich ganz richtig - und ich habs nur nicht gemerkt.

11 Juli 2012

Helferlein in Brehms Tierreich

Das Helferlein Rechtschreib hatten wir schon lange nicht mehr: All die hilfreichen Programme, die glauben, Gedanken lesen zu können, aber außer einem eigenen verdrehten Bewusstsein leider weiter keinen Beitrag zur Fortentwicklung des Lebens auf diesem Planeten leisten.

Oder vielleicht doch?

Hm? Ach so: Das Wärmedämmgnu, "eine von der Evolution bisher nicht sehr zahlreich hervorgebrachte Antilopenart, die im Zeichen der Energieeinsparung in Mitteleuropa zunehmend an Bedeutung gewinnt".




Wärmedämmgnus werden in den nächsten Jahren in großen Herden in Mineralwolle oder Polyurethanschaum geboren. Essen möchte man sie nicht.

30 September 2013

Über

Nach über 7 Jahren jetzt doch so etwas wie "über", also: Worum es hier im Blog eigentlich geht, nur diesmal in klaren und einfachen Worten. Soll nicht wieder vorkommen.

Hier im Blog geht es häufig um Moral, um Kreativität, um Demokratie. Und der Große Bloguator heißt so, weil das Helferlein...

Moral deshalb, weil es einen Haufen Leute gibt, die meinen, dass Regeln immer nur für die anderen gelten. Die selbst viel Geld verdienen, aber ein Risiko selbst nicht tragen wollen. Die aus Feigheit, Faulheit, Bequemlichket anderen Schaden zufügen oder einfach nur im Weg stehen. Also Moral  im Sinne von Verantwortung, die man freiwillig übernimmt, ohne dass jemand mit der Peitsche hinter einem steht und körperliche Züchtigung androht. Was anderes wollen manche Leute ja ncht verstehen.

Die Kreativität läuft hier u.a. unter dem Label Unfug, ist aber viel weiter gefasst. Kreativität heißt, dass sich so einiges auf der Welt auch ganz anders hätte entwickeln können. Kreativität heißt hier auch, dass sich nicht alles immer auf ein Ziel hin entwickeln muss, sondern zuerst eine Idee oder ein Zufall da ist, damit sich überhaupt etwas entwickelt. Ob sich so eine Entwicklung durchsetzt, hängt dann auch von Zufällen ab. Wo etwa könnte die Welt heute sein, wenn nicht vor 65 Mio. Jahren die Saurier ausgestorben wären, sondern sich weiter entwickelt hätten?

Demokratie hat auch wieder mit Verantwortung zu tun. Wer mitbestimmen will soll akzeptieren, das er auch dann mitmachen muss, wenn er mal überstimmt wurde. Sonst funktioniert es eben nicht, wenn jeder nur sein eigenes Projekt verfolgt und alle, die ihm nicht passen, ausbremst. Vielleicht auch: Respekt.

Und der Goße Bloguator™ heißt so, weil eins der besserwisserischen Helferlein Rechtschreib dereinst diese Buchstabenfolge nicht gelten lassen wollte. Nachdem die Buchstabenfolge umgestellt war zu "Blogautor" sollte sie nach Auffassung des Helferleins aber immer noch nicht gültiger sein. Na dann...

30 Juni 2009

Helferlein Rechtschreib

Das Helferlein war schon lange nicht mehr dran. Wo es doch Sachen immer so schön unterkringelt. Diesmal ein piktoral-subtiler Beitrag zum Thema Redundanz:

19 Dezember 2008

Helferlein

 
Man soll ja nicht immer nur hämisch lästern, soll man nicht. Manchmal genügt es auch, wenn man sich vorbehaltlos wundert - fast schon im Sinne von "bewundern". Nämlich in diesem Fall, wo das Helferlein Rechtschreib doch tatsächlich in der Buchstabenansammlung "hprblemlos" das beabsichtigte "problemlos" erkannt hat.

Rrrrespekkt!
 

19 Januar 2013

Helferlein

Das Helferlein Rechtschreib vom Firefox hat echt Humor:


Will sagen: Cimbernstraße kann man nicht richtiger buchstabisieren, Dachaufbau vermutlich schon.

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