24 Januar 2015

Hinweis

Seit einiger Zeit nerven größere Webseiten mit dem Hinweis darauf, dass sie Cookies verwenden - also den Besucher beobachten, verfolgen und ... hrrrmmm ... hrrrmmm ... ausspionieren. Der Nutzer kann auf so einer Seite nur dann ungenervt weitermachen, wenn er diese Ausforschung akzeptiert.

Nein: ... wenn er einen Haken setzt oder OK klickt - mit Akzeptieren hat das ja nichts zu tun. Sagen wir mal "erzwungenermaßen zur Kenntnis nimmt".

Die entsprechenden Hinweise sind interessanterweise so gestaltet, dass sie auf zwei Drittel der Endgeräte des Großen Bloguators™ gar nicht vollständig angezeigt werden: Sie haben eine betonierte feste Breite, die die Bildschirmbreite der Endgeräte überschreitet. Der OK-Knopf liegt ganz rechts und damit außerhalb des Bildschirms - man kann ihn nicht anklicken.

Fragezeichen?

Am lustigsten ist das bei Google - eine Firma die ihre bloße Existenz dem Internet verdankt, über zehntausende von Mitarbeitern verfügt, genau alle davon Bildschirmarbeiter und Internetfachleute, schier endlose Resourcen und Kapital. Aber kein einziger kann mit gängigen Mitteln einen Hinweisbalken gestalten, der die Breite eines überaus großen Bildschirms einhält. Egal wie breit das Anzeigegerät: Der OK-Knopf liegt rechts außerhalb, so dass man ihn nicht anklicken kann. Das Anklicken läge sogar im Interesse von Google.

Nun ja: Kann man umfassende Inkompetenz schöner illustrieren?

Vor so einem Unternehmen muss man sich nicht fürchten.

 
(zum Größermachen ins Bild klicken - sonst erkennt man nix)
 
 
 
 
 
 
 
 

ja, sicher, es liegt nur daran, dass es in diesem Fall - dem Cookie-Balken bei Blogger - keinen Zeilenumbruch gibt, sehe ich doch auch. Nervt trotzdem, hinter dem Balken liegen nämlich einige Bedienungs-Elemente fürs Blog, etwa die Suche, oder Anmelden.

22 Januar 2015

Noch neulicher im Lidl

Das erinnert mich an den anderen Kunden, den ich mal vor mir in der Kassenschlange sah, mittags. Der legte vier Flaschen Shampoo aufs Band. Sonst nichts.

Dabei sah der Typ eigentlich ganz normal aus.

20 Januar 2015

Neulich im Lidl

Montagmorgens ist da immer besonders exotische Kundschaft. Vor mir an der Kasse ein Riesentyp, so knappe 2m hoch. Trägt das vorgeschriebene "Heavy Biker"-Outfit, oder wie heißen die Leute, die für Hells-Angels gehalten werden wollen, ohne wirklich dabei zu sein?

Jedenfalls: Lederstiefel - Lederhose mit Schnürbindung - ultraschwere Kutte mit aufgenähten Stickern. Unter etlichen Stickern, die zur Bikerfolklore gehören, allerdings auch einer "Menschen helfen Menschen", eher unauffällig unter dem Arm versteckt.

Der Typ selbst hat statt schmieriger eher raspelkurze Haare und es fehlt die Angels-typische Wampe. Er ist einfach nur riesengroß. Als er dran ist legt er nichts aufs Band außer drei Packungen MonCherie.

Ganz lieber Kerl.

Draußen steigt er auf eine 1400er Suzuki, so ziemlich das schwerste¹, das der Motorradmarkt zu bieten hat. Mit tiefem Röhren tuckert er davon.

 

 

 


¹ zulässiges Gesamtgewicht: Knappe halbe Tonne. Leer etwas weniger.

08 Januar 2015

Ordnung

Auszug aus der Berliner Bauordnung BauO Bln¹:

§ 14 Brandschutz
Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.

Man muss es den Leuten ja ausdrücklich vorschreiben. Von selbst kommen sie nicht drauf und freiwillig machen sie es nicht.

 

 


¹ Bauordnung für Berlin (BauO Bln). Vom 29. September 2005 (GVBl. S. 495), zuletzt geändert durch Gesetz vom 29. Juni 2011 (GVBl. S. 315, in Kraft getreten am 10. Juli 2011)

30 Dezember 2014

Weniger

Neulich will ich mir am Automaten ein Ticket ziehen und denke dabei: "Oh mann, du musst unbedingt weniger saufen!"


Erst nach einem längeren Moment der Ratlosigkeit fällt mir auf: "Och - aber die Ränder von dem Automaten siehst du doch scharf?"


Muss ich also vorläufig nichts an den Trinkgewohnheiten ändern.

"Na Gottseidank!"

23 Dezember 2014

Dschingis Khans seine

Was ist eigentlich
aus Dschingis Khans Horden
geworden?

Haben die sich irgendwann gesagt "Ach, Europa - langweilig" und sind dann entspannt nach Hause geritten, nun, da sie es wussten?

"Und auch so wenig Kamele" - auf Reisen vergleicht man ja doch immer mit der Heimat. Kamele hatte Europa damals wirklich nicht zu bieten. Bis heute eigentlich. Hatten sie nicht Grund, enttäuscht zu sein?

"Dauernd dieses Dreckwetter, Regen, wer braucht so was!" Das gefiel ihnen nicht, sie waren anspruchsvolle Reisende, aus einer Gegend wo man nicht jeden Tag vom Regen belästigt wird. Und wenn die europäischen Bauern sagten "Wir brauchen sowas, sonst wächst nix!", dann lachten die mongolischen Horden des Khan.

Sie verachteten das mühselige Hantieren auf dem Feld, nur für ein Paar Rüben, Kohl oder Körner Getreide. Was man zum Leben braucht, konnte man sich doch nehmen! Diese unorganisierten europäischen Bauern waren nicht einmal zu qualifiziertem Widerstand fähig. Dschingis Khans Horden hatten eine Redewendung dafür, "Qualifizierte Niederlage!" und dann lachten alle.

Gelangweilt kehrten sie um und machten sich auf den langen Weg nach Hause.

Auf dem Heimweg kamen sie durch die Gegenden, die sie auf dem Hinweg liebevoll leergeraubt und deren Einwohner sie entweder niedergemetzelt oder als Sklaven verkauft hatten. Wild ließ sich nicht blicken, die unbestellten Äcker waren kaum noch als solche erkennbar.

Ein paar besonders schöne Exemplare von Sklaven hatten sie jedoch behalten. Die fragten sie nun nach Essen. "Wenn wir jetzt gleich anfangen, dann wächst hier schon nächstes Jahr wieder was." Die Reiterkrieger waren entrüstet: "Seid ihr verrückt? Unser Proviant reicht noch bis übermorgen!"

Die ehemaligen Bauern fügten sich Gott ergeben in ihr Schicksal, so wie sie es schon seit jeher gewohnt waren.

21 Dezember 2014

Tradition trifft Moderne

Hier trifft uraltes und gepflegtes Handwerk auf die Segnungen der Sicherheit in der Moderne:


Ein nach jahrhundertealtem Rezept handgefertigter Stoßdämpfer aus bestem Schweinsleder direkt neben dem Hinweis auf hochtechnologische Videoüberwachung. Man findet dieses Ensemble an der Tür des Schöneberger Rathauses in Berlin, wo auch noch andere Sehenswürdigkeiten zu entdecken sind.

16 Dezember 2014

Reiseverbindungen

DieBahn konkurriert ja mit dem Flugzeug. Zu diesem Zweck mussten etliche Milliarden teure ICE-Hochgeschwindigkeits-Verbindungen geschaffen werden. Die Züge fahren so schnell, dass sie in einigen Landeshauptstädten gar nicht halten können. Deshalb bietet DieBahn jetzt die Reise von Berlin nach Hof an, 330km in 9h 7min.

Ich wiederhole: Neun Stunden und sieben Minuten für dreihundertdreißig Kilometer.

Der Preis von 29,-€ liegt unwesentlich über dem einer Busfahrt, aber der Bus würde auch nur 3h 25min. fahren.

Glaubt mir wieder keiner?

DieBahn, das ist übrigens das Unternehmen dem Harald Mehdorn eine ganze Weile vorstand.

15 Dezember 2014

Danebenjob 24

Das folgende kann man völlig kommentarlos stehenlassen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir Nebenjobs24 GmbH – sind das Unternehmen für Suchen der Arbeit­nehmer und Arbeit­geber.

Wir freuen uns, Ihnen unsere Dienste auf der Suche nach Arbeits­plätzen zu bieten. Bitte senden Sie Ihre CV als Antwort auf dieses Schreiben. Wir werden Sie in kurzer Zeit die beste aktuelle Arbeits­plätze in verschiedenen Bereichen finden. Wir arbeiten eng mit den größten Baustellen der Welt, wie z.B. monster.com, eurojobs.com.

Wir haben eine gemeinsame Basis der Arbeit­geber und Arbeit­suchende. Unsere Firma ist ein weltweit führendes Unternehmen bei der Suche nach Jobs und Arbeitgeber über das Internet und soziale Netzwerke.

Mit modernsten Technologien hat man die Möglichkeit die meisten genau die richtigen Leute für Arbeitgeber und  Arbeitnehmer zu findn.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Wir sind glücklich, Ihnen helfen, geeignete Arbeitsplätze zu finden. Wir warten auf Antwort von Ihnen und warten auf Ihre CV.

Beste Grüße,
Thomas Winckelmann
Human Resource Management
Nebenjobs24 GmbH
Tel./Fax.: 021195987533

Ich hab da nicht dran gedreht, ich schwör! Nur auf meine Arbeitskraft werden sie wohl vorläufig noch verzichten müssen.

08 Dezember 2014

Gutscheine

Wenn man die Webseite seines Bankinstituts an einem Montagmittag besucht, erwartet man nicht unbedingt Gutscheine:





ja, ja ja, schon gut! Zur Entlastung der Mitarbeiter der Commerzbank: Die Gutschein-Einblendung stammt vom automatischen Proxy, den Der Große Bloguator™ als Add-on im Firefox installiert hat.

06 Dezember 2014

Inselgentrifiz jetzt

Heimatkunde extended


Im hiesigen Bioladen haben sie sich inzwischen an ihre anstrengende Kundschaft gewöhnt. Jetzt verachten sie dich, wenn du nicht 34 Gramm laktosefreien Käse oder Chlorreiniger aus kontrolliert biologischem Anbau kaufst. Oder wenn du nicht die glutenfreien Müsliriegel für dein Arschlochkind umständlich mit einer besonders exotischen Kreditkarte bezahlen willst.

Das ist nicht mehr ganz so schönes Schöneberg. Hat aber auch was. Wir sind hier tolerant.





weiteres Kennzeichen: Steigende Dichte von 50-jährigen Typen in Designerjeans. Mit Piratenkopftuch.

"Designer"-Jeans... pöööh ... das sind so liebevoll handzerfledderte oder zielgerichtet kaputtgewaschene Hosen aus blauem Baumwollstoff mit seltsamen Ornament-Stickereien drauf. Für den Preis einer solchen Hose bekam man hier bis vor kurzem noch einen maßgeschneiderten Anzug. Inzwischen leider auch nicht mehr.

05 Dezember 2014

Arbeitsthese

Wenn ich ein Büro mit 20 Mitarbeitern hätte, ich wäre der schlechteste Chef der Welt.

Ich so, Chef: "Wollt ihr nicht endlich einen Betriebsrat gründen?"

Mitarbeiter: "Nö, wieso? Geht uns doch gut?"

Ich so, Chef: "Aber... ich beute eure Arbeitskraft aus!"

MA: "Is nich so schlimm. Kommen wir mit klar."

Ich so, Chef: "Ich will einen Ansprechpartner!"

MA: "Wozu?"

Ich so, Chef: "Für Verhandlungen!"

MA: "Du zahlst doch schon nach Tarif, was willst du denn noch verhandeln?"

Ich so, Chef: "Na, die Urlaubspläne, zum Beispiel!"

MA: "Machen wir doch schon lange untereinander aus."

Ich so, Chef: "Aber - das könnt ihr doch nicht machen! Ich werde eure Arbeit nach Indien outsourcen! China! Nordkorea!"

MA: "Mach ruhig."

Ich so, Chef: "Aaaaaaargh!"

Zum Glück habe ich kein Büro mit 20 Mitarbeitern. Ich würde mich nur ärgern.

03 Dezember 2014

Wetterlage

Kürzlich, am Tag vor dem ersten Advent, haben wir nochmal etwas richtig bescheuertes gemacht: Wir waren segeln.

Wer sich von Dreckwetter abhalten lässt ist sowieso kein richtiger Segler. Aber an diesem Tag herrschten -2° Luft- und 8° Wassertemperatur, und zwar: Celsius. Und ordentlicher Wind. Wir haben gebadet. Aaaaaargh!

Der blöde Kahn ist auch gleich durchgekentert und die üblichen Verfahren zum Aufrichten und Weiterfahren funktionierten diesmal leider nicht so richtig. Ganz unnötig fiel er auch nochmal zur anderen Seite um.

Wie kalt es wirklich war wurde uns auf dem Heimweg so richtig klar: Erst zeigten sich Schneeflocken. Dann bildete sich Eis auf dem Deck. Jeder Wassertropfen gefror. Es spritzt viel auf so einem Boot. Auf einem spiegelglatten schaukelnden Boot kann man sich nicht mehr sicher bewegen. Es rutscht einem auch schon mal das Ruder durch die Hand, weil es gefroren ist. Aaaaaargh!

Irgendwie wollten die Trimmeinrichtungen nicht so richtig arbeiten. Nach einer Weile wurde uns klar: Alle Schoten und Leinen froren allmählich ein und wurden fest. Außerdem vereisten die Klemmen und dann geht nichts mehr, entweder nicht mehr auf oder nicht mehr zu.

Nachdem uns, der Mannschaft, auch alle Hände und Füße einfroren, waren wir froh, wieder an Land zu sein. "Glück ist ein Segelclub mit einer warmen Dusche!" Und: Wir haben wieder was zu erzählen!

Zur besseren Anschaulichkeit:

Das schlangenförmige Ding, das aus dem Deck kommt und nach oben läuft, ist ein Spanngummi fürs Trapez. Er ist in gedehntem Zustand eingefroren.

 

Leider bisschen unscharf: Die Pickel sind Eis auf dem Deck. Das Deck ist unter normalen Umständen glatt und spiegelt. Die dünne Leine ist die Spinnakerschot und normalerweie auch gespannt und gerade.

 

Die Schot, die da aus dem Kasten mit der blauen Rolle kommt, steht senkrecht nach oben. Der rote Seilschäkel bleibt in der Waagerechten in Form. Hier sieht man auch das Eis besser.

24 November 2014

Wetterfrösche

Finde den Fehler in folgender Abbildung:

Na?

 

...

 

... Hinweis:
Die unteren drei Wetterstationen liegen in Luftlinie jeweils etwa 500m von einander entfernt (Lago di Garda). Sie zeigen angeblich aktuell gemessenes Wetter in Windrichtung, -stärke und Temperatur.

 

 

 

 


die oberen drei liegen in Berlin und sind ca. 10km auseinander

22 November 2014

Immerzu Überfahren

Wenn ich mit dem Fahrrad
unterwegs bin
und es liegt etwas auf dem Weg
dann muss ich drüber fahren.
Jedes mal.
Immerzu.

Ein Blatt Papier
ein Blatt vom Baum
Laub
Pappe
Plastiktüte
ich muss
drüber fahren.
Ich muss.

Vorsätzlich. Mutwillig. Absichtlich.
Und jedes mal. Muss ich.
Immerzu.
Drüber.

Wobei im Überfahren selbst
nicht das Problem liegt -
sondern in den Folgen:

Mal liegt unter der Pappe
ein Kronkorken
Zähne nach oben.
Rad platt.
Fahrt gehemmt.

Mal klemmt sich
ein ganzer Karton
unschön unters Kettenblatt
und bleibt dort klemmen.
Unschön.

Das geht auch
mit dem Auto
selbstverständlich:

Karton überfahren
oder Tüte
klemmt unter dem
Unterboden
und bleibt dort hängen
fährt dort mit
lässt nicht los
ums Verrecken nicht!
Bis ich anhalte
- Seitenstreifen Autobahn -
und ihn tief unter
dem Unterboden
rausfummle.
Oder sie.

Von selbst geht er nicht wieder.
Oder sie.
Nie.

Die Fahrerei
- meine Fahrerei -
könnte so viel
einfacher sein,
wenn ich nicht
immerzu
Sachen überfahren müsste!

21 November 2014

Schlafstörung


Aufwachen, Blick auf die Uhr:
3:33:33h

Aufwachen, Blick auf die Uhr:
4:44:44h

Aufwachen, Blick auf die Uhr:
5:55:55h

Na super. Wenn die Uhr 6:66:66h zeigt, steh ich auf!

Hölle! Hölle! Hölle!

19 November 2014

Filmkunst

Unter unbeschreiblichen ... hhhrmm hhhrmm  ... Anstrengungen ... ist es mir gelungen, legale Kopien von einigen meiner großen Favoriten herbei zu schaffen. Filmkunst, dai dai!

Es handelt sich einerseits um den Rosaroten Panther, und zwar allererster Teil, noch mit David Niven als charmantem Kriminellen und Peter Sellers als Inspektor Clouseau. Wunderbare Winteratmosphäre in Cortina d'Ampezzo zu Anfang der sechziger Jahre¹.

Und außerdem Der Partyschreck, ebenfalls von Blake Edwards mit Peter Sellers. Es geht um einen indischen Schauspieler, der durch Pech vermischt mit Hilfsbereitschaft und Ungeschick eine Party ins Chaos stürzt - wodurch sie zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.



Eine Figur, mit der sich nach kurzer Eingewöhnungszeit wahrscheinlich die meisten Zuschauer sehr identifizieren können. Was auch an der Situation liegt: Sich auf einer Party wiederzufinden, wo man niemanden kennt und die miteinander bekannten Besucher lieber unter sich bleiben: "Ohomeingottohmeingott! Hoffentlich spricht mich niemand an!"

Ob die Sache gut ausgeht mögen die geschätzten Beobachter selbst beurteilen. Möchte jemand mit mir kucken?






¹ zu Paulchen Panther als persönlichem Superhelden der Jugend des Großen Bloguators™ kommen wir ein andermal

13 November 2014

Autokorrektur

In meinem Kopf läuft mittlerweile eine Software, die die Autokorrektur vom iPhone korrigiert. Sie startet standardmäßig bei bestimmten Absendern.

Ist das wirklich so gedacht? Also, dass der Empfänger wirre Textschnipsel entschlüsseln muss, weil der Absender zuverlässig seine Texte nicht liest, bevor er auf den Absendeknopf drückt? Maximal 160 Zeichen? Wobei wirklich jeder Absender aber den extremen Unfug kennt, den die sogenannte Autokorrektur anrichtet.

Ich frag ja nur. Weil eben eine Nachricht kam, in der "angewendet" geschrieben stand, aber wohl "abgewendet" gemeint war. Also das genaue Gegenteil. Ja, lustig. Fragt man dann nach, heißt es "Autokorrektur eben".

Menschen, die sich per Sprachsteuerung durch die Login-Prozedur ihres Onlinebankings navigieren, Benutzername und geheimes Passwort¹ an der richtigen Stelle platzieren und Überweisungen mit 16-stelligen IBANs vornehmen, sind heute nicht in der Lage, ein simples Zusatzmodul namens Autokorrektur abzustellen?

Merken die alle noch irgendwas? Genau: Autokorrektur ist anscheinend so etwas wie das moderne "Wetter - kann man halt nix machen!" © by Apple.

Die 4-Worte-Nachricht vor dem Absenden nochmal zu lesen scheint jedenfalls keine Option zu sein.







¹ neuerdings gerne auch "das Passwort muss mindestens eine Ziffer, Groß- und Kleinbuchstaben sowie ein Sonderzeichen enthalten!" Damit kommt die Autokorrektur anscheinend mühelos klar. Oder der Anwender.

11 November 2014

Zennisches Blog

Über Things-Organized-Neatly bin ich auf dieses Blog einer Frau aus Minnesota gestoßen:
S T I L L
Ein Blog, bei dem der Große Bloguator™ hauptsächlich Assoziationen von Zen, Haiku und solcherlei Sachen hat. Sehr schön -  sehr beruhigend.

Akte

Nun ja, mit 15 Jahren Abstand erscheinen einem die Akte-X-Filme ziemlich absurd. Abwegig. Abseitig? Na jedenfalls irgendwie so, wie eine fiktionale Fernsehserie einem eher nicht erscheinen soll. Tja.

05 November 2014

Träumer

Hier bastelt einer exzentrische Motorrad-Träume: http://solifdesign.blogspot.de/

Die Dinger sind bestimmt nicht jedermanns Sache, aber auf jeden Fall ziemlich einmalig. Und genau das ist es doch, wonach fast jeder Kraftfahrer strebt: Motorfahrzeuge, die nur durch industrielle Fließbandproduktion bezahlbar wurden, die dabei durch ihr Erscheinungsbild aber einzigartigen Geschmack, Ansehen oder Wagemut beweisen sollen.

Die Designs sehen größtenteils gerendert aus, also im Computer gezeichnet. An verschiedenen Stellen auf der Webseite wird immer wieder von der Realisierung gesprochen, aber es gibt nur zwei oder drei Fotos real existierender Fahrzeuge.

Allein die Computer-Renderings sind überaus liebevoll und sehen durchaus prakti­kabel aus. .. wenn man denn einsieht, dass so ein Gerät dann nicht mehr zum Preis eines Serienmotorrades entsteht, sondern eher zu dem eines Einfamilien­hauses. So viel zur Individualisierung im Kraftverkehr.

Viele weitere phantastische Entwürfe hier: http://englishrussia.com/2011/12/02/cars-and-motorcycles-of-the-future

02 November 2014

Küche immer noch

Restaurantkritiker beklagen es zuweilen, wenn dem Koch die Hand ausgerutscht ist: "Versalzen" oder gar "verwürzt" sagen sie dann. Das klingt nicht zufällig ganz ähnlich wie "verwirkt".

Max Goldt fügte dem irgendwann seine Klage über den Gebrauch von Rosmarin hinzu. Durch exzessive Anwendung sei ein Gericht sogar ver-rosmarint.

Neulich war der Große Bloguator in der Lage, dem einen weiteren bedauerlichen Superlativ hinzuzufügen. Die letzte Auberginen-Kichererbsenzubereitung mit Olivenöl war ver-kräuterderprovencet.

Tja.

30 Oktober 2014

Küche heute

Ich hätte Maiskolben haben können.

Stattdessen habe ich etwas kompliziertes gekocht...

... Bratkartoffeln...



... wooo-haaa-haaa-haaa! ... öchött ... hust!

Straight

Damals, vor 30 Jahren, waren sie eine Offenbarung. Aber bereits zehn Jahre später begann einem der Song "Sultans of Swing" von den DireStraights gehörig auf den Sack zu gehen. Das bedeutet: Inzwischen seit über zwanzig Jahren.

Deshalb hat das Stück diese Hinrichtung durchaus verdient:

via Nuschelproktologin bei Twitter

28 Oktober 2014

Durch

Und manchmal gehen sie mit einem durch.

Am 19.08.2014 um 20:39 teilte Torsten S. aus B. dem Großen Bloguator™ eine wichtige Beobachtung mit:

Das Land ist groß im Kommen. Jedenfalls in der Werbung und in Zeitschriftentiteln: Landlust, liebes Land, Landliebe.

Einwurf und Interjectio des Großen Bloguators: "Landesverrat und Land-Ei!"

Neuerdings kommen auch Lebensmittel angeblich vom Land: Landmilch, Landsalami, Landkäse. Jetzt gibt es bei Aldi sogar Landkartoffeln. Merkwürdig - dachte man doch bisher, Kartoffeln würden nur in der Stadt wachsen.

Der Große Bloguator™ beauskunftete diese konkrete Anfrage wie folgt:

Lieber Torsten S.,

(voller Name d. Red. bekannt)

das ist natürlich Quatsch! Landkartoffeln stehen im Gegensatz zu den alther­gebrachten historischen Seekartoffeln!

(welche damals aber noch übertroffen wurden von den Überseekartoffeln)

Es verhält sich genau wie mit echten Erdbeeren und naturidentischen Aromastoffen.

(nur, warum findet sich in Spülmittel echter Zitronensaft, aber in Getränken künstliches Zitronenaroma? Ach, egal…)

Die Seekartoffel wiederum war ein Konkurrenzprodukt zur Seegurke, wobei man sie andererseits gemeinsam auf Seenplatten seervierte.

Die Landkartoffel also ist eine eher neue Erfindung der Nahrungs­mittel­industrie. Um ihr ein wenig historisches Gepräge zu geben wurde das Gerücht in die Welt gesetzt, die "Land"kartoffel sei von Christoph Kolumbus aus Amerika importiert worden, auf dem Seeweg. Und genau deshalb sei sie angeblich ebenso gesund wie die klassische Seekartoffel.

(vgl. d. sog. Flugrose - aus Kenia auf dem Luftweg per Flugzeug eingeführte gewöhnliche Zuchtrose)

In Zeiten da Kartoffälscher noch echte Seekartoffeln fälschten, indem sie Landkartoffeln umetikettierten, wurde die Kartoffelnase eingesetzt, um den Betrug aufzudecken. Heute gibt es die DNS-Analyse und auch die Kartoffelnase wurde für überflüssig erklärt. Stattdessen setzt man Trüffelschweine ein, aber für andere Aufgaben.

Traurige Welt!

21 Oktober 2014

Ente

Heute morgen fällt die Zeitung aus dem Briefkasten auf den Boden. Zu erkennen ist ein Entengesicht. Erster Gedanke beim Großen Bloguator™:
Ohmeingott! Donald Duck ist tot!
War dann aber gar nicht Donald, sondern Dagobert. Und er ist auch nicht tot.

20 Oktober 2014

Ordnung

Kraftbetriebene geneigte Hebebühnen sind keine Rampen.

Garagenverordnung GaVO 2011

15 Oktober 2014

Monti Fiori

Das hier ist angenehm durchgedreht auf höherem Level:

Und wer hätte gedacht, dass der italienische Schlager nochmal zu Ehren kommt?

11 Oktober 2014

Kleine Bitte

Ich hätte da gern mal etwas erklärt. Warum druckt jemand so unglaublich triviale, redundante und insgesamt überflüssige Informationen auf eine Lebensmittelpackung?


Ich wiederhole ohne die anspruchvolle Formatierung:
Sonnensüße Orangen - süß
aromatischer Duft - ideal zum Essen
*
Aha. Süße Orangen, süß. Aus dem Lebensmittelladen, mit Aroma und Duft, zum Essen - na klar, wie sollte der Kunde das sonst auch merken? Kommt man ja von selbst nicht drauf.

In meinem Kopf wird dieser Text von einer begeisterten jungen Frauenstimme im Radio vorgetragen und etwa sechzig mal am Tag wiederholt: "Die Idee!"

Neulich mal stand auf einer Packung mikroskopisch kleiner Kirschtomaten "Zum Naschen". Hätte auch niemand gedacht, wenn man für eine Hauptmahlzeit etwa viertausend dieser sündig teuren Dinger braucht, dass man die vielleicht ""nascht".

Die Orangen waren dann übrigens zwar süß, aber holzig.

... aaaaaargh!





* wieso sind da eigentlich keine Ausrufezeichen? Wäre doch genug Platz gewesen. Da gehören doch Ausrufezeichen hin!

09 Oktober 2014

Gut gegeben

Das hier gefällt mir gut:

 
 Hab ich von einer Webseite, die es mit den Quellenangaben auch nicht so besonders genau nimmt.

Alev Korun ist eine österreichische Grünen-Politikerin, ihr Facebook-Profil findet man hier.

08 Oktober 2014

Quelle

Der Große Bloguator™, erklärter Freund der Alliteration in der Konversation, ist hier auf eine ergiebige Quelle gestoßen: ARCORs Fachportal für Promi-Bashing namens Modesünde der Woche.

Zur Illustration der illegitimen Insinuation hier ein paar Beispiele (Rufzeichen sind selbstverständlich Teil des Originals)

- Böses Blackout! (über Hillary Duff)

- Loser-Look! (über Diane Kruger)

- Tüll-Tumult bei Lena Dunham

- Styling Sünde! Cara Delevingnes Spitzen-Schreck

- Klamotten-Katastrophe! Ketten-Chaos bei Amber Rose

- Marisa Tomeis Feinripp-Fehltritt

- Gothic-Graus bei Leona Lewis

- Grauen in Grün! Paula Abduls Frosch-Fiasko

- Trend-Terror! Rita Oras Tutu-Trauma
(der Text beginnt dann noch mit "Balla-Balla-Ballerina")

- Huch! Hosen-Humbug bei Jennifer Lopez

usw.

und hier zwei ganz besondere stilistische Kracher, sozusagen Abscheu-Alliteration-zum-Quadrat:

- Mode-Missgriff! Kim Kardashians Morgenmantel-Misere

- Couture-Chaos! Lindsay Lohans Ketten-Katastrophe

Man muss vermutlich außerordentlich enttäuscht sein vom Leben, um mit dermaßenem Erfindungsreichtum unwichtige Gestalten ehrzuverletzen.

 

 

 


hab nocheinmal nachgesehen wegen der Autorenschaft dieser Artikel. Darunter steht:

© CONCON Content Consulting GmbH / Nadja Schaer

Vermuten wir also, dass es Frau Schaer ist, welche vom Leben so außerordentlich enttäuscht wurde. Muss ja auch mal gesagt werden.

07 Oktober 2014

Am Oberton

Hier gibt es wieder etwas seltsames zu entdecken... also, vielleicht eher: selten, weil das in unserer Umgebung kaum jemand macht.

Kennt unsereiner ja sonst nur aus den sibirischen Schamanenkulturen.

Leider lenkt das Dekolleté der netten jungen Frau ein wenig vom Gesang ab. Man findet sie hier: Anna-Maria Hefele

30 September 2014

Hokusai - Fragezeichen?

Das hier ist auf die beste Weise seltsam:


Ich meine: Allein die Anreise in den Saal mit den Grafitti...

... mal ganz abgesehen davon, dass es um Hokusai geht.

26 September 2014

Wind & Wetter

Der Große Bloguator™ schätzt es, bei ein wenig mehr Wind zu segeln. Also: Es ist nicht schlimm, wenns ordentlich pfeift. Dummerweise ist in der laufenden Saison immer da kein Wind, wo sich Der Große Bloguator™ gerade aufhält.

Für gestern beispielsweise waren 3 - 6 Windstärken verkündigt. Die öffentlichen Wetterfrösche übertreiben seit Kachelmann zwar die erwartete Luftbewegung gewaltig, aber man kennt das bereits und stellt sich seelisch-moralisch darauf ein: 3 - 4 wären in Ordnung gewesen.

Also waren wir für 18.00h zum Segeln verabredet. Braucht jedes mal eine Dreiviertelstunde Anfahrt. Und fanden uns am See ein.

An einem spiegelglatten See, ich betone! Die Aufzeichnung gibt die Glätte des Sees gar nicht angemessen wieder, da der Messfühler in einiger Höhe liegt, wo viel mehr Wind vorbei kommt als auf der Wasseroberfläche. Es handelte sich dann auch nur um eine temporäre Störung. Sie dauerte bis zum Einbruch der Dunkelheit.


Der Große Bloguator™ ist in dieser Saison so etwas wie ein invertierter Hurrikan: Wo er erscheint, in Begleitung eines Bootes, tritt Windstille ein.

Wäre das nicht ein neues Geschäftsfeld?
Beherrscher der Flaute  - Züchtiger der Naturkatastrophen!
by Flautenking


... aaaargh!

16 September 2014

Anagrammatik

Der im Großen Bloguator™ eingebaute Humane Anagramm Generator HAG hat kürzlich die Obelreitung und den Patenroster erfunden.

Obelreitung.

Patenroster.

... na klar...

... verdammt.

 

 

 


ja, sicher, es hätten auch die Lobereitung und der Pastenroter werden können - schlimmer geht immer.

15 September 2014

Fahrstuhl - Lift - Aufzug

In Berlin gibt es noch um die zwei Dutzend Paternoster - also solche endlos umlaufende Aufzüge, in die man während der Fahrt einsteigt bzw. aus der Fahrt abspringt.

Ein Paternoster ist eine Art Karussell für Erwachsene.

Mit Aufzügen gibt es zwar unproportional wenige Unfälle, aber aus Sicherheitsgründen wurden trotzdem viele stillgelegt und abgebrochen. Die noch noch exisiterenden befinden sich meist innerhalb von abgeschlossenen Bürogebäuden. Selbst wenn der Paternoster noch funktioniert ist er daher nur für die Mitarbeiter in dem Haus benutzbar.

Eine Ausnahme ist der Aufzug im Rathaus Schöneberg: Der ist öffentlich zugänglich. Versteht sich, dass Der Große Bloguator™ auf dem Gerät eine Runde drehen musste, als er kürzlich überraschend davor stand:

12 September 2014

Rummel

Der Herr @Hartweizenhirn, seines Zeichens Twitterkönig, hat neulich auf folgendes Kulturerzeugnis hingewiesen: Der Titel heißt Bratwurstzange von einem Künstler namens Rummelsnuff.

Muss man nicht schön finden. Kann man aber immerhin für ... hhrrmm ... hhrrmm... interessant halten.

11 September 2014

Rot

Berlin, Gegenwart. Natürlich gehen wir hier alle bei Rot rüber, was denn sonst?

Aber irgendwer muss den Zugereisten mal erklären, dass wir nur bei Rot über die Straße gehen, wenn gerade "nichts kommt", kein Radfahrer, kein Bus und vor allem kein Auto.

Deutsche Autofahrer sind nicht wie italienische. Hier fahren sie dich um, nur weil sie Vorfahrt hatten. Obwohl der Bremsweg ausgereicht hätte. Berliner Radfahrer sind inzwischen auch so. Busfahrer immerhin wägen manchmal ab. Trotzdem.

Also, liebe Zugereiste: Bei Rot nur gehen, wenn nichts kommt!

10 September 2014

Bolero

Och, für alle, die es lange nicht mehr gesehen haben, mache ich es mal hier rein: Der Abschnitt Bolero von Ravel aus Allegro non Troppo

(für die ungeduldige Leserin: Da entwickelt sich eine ganze Zivilisation aus der weggeworfenen Cola-Flasche eines Raumschiffes)


Allegro Non Troppo - 1977

Wer möchte kann mit mir auch den ganzen Film kucken.

Ich möchte.

08 September 2014

Eulen tragen

Ich frage mich, was sie getan haben, damit der geduldige Vogel immer in dieselbe Richtung schaut:

Was mir dabei eindeutig fehlt, ist dass die seekranke Eule dem Forscher am Ende auf den Kittel kotzt.

07 September 2014

Scheinbar Schöneberg

Neulich in der Schöneberger Scheinbar, Open Stage, jeder Teilnehmer hat für seine Nummer sieben Minuten.

Einer der Künstler kommt aus Rudow und ist dort angeblich sogar geboren. Rudow liegt in der Berliner Prestige-Skala ziemlich weit unten. Aber ein Berliner, der tatsächlich in Berlin geboren ist, ziemlich weit oben.

Wer in der ersten Reihe sitzt, muss bei Shows üblicherweise mitmachen. In der ersten Reihe sitzt nur diesmal leider niemand. Eine Frau in der zweiten Reihe macht begeistert mit und stöhnt bei der ersten Erwähnung verächtlich auf "Oooooh, Rudow!" Als ob sie jemals in Rudow gewesen wäre. Auf die Frage nach ihrem Wohnort nennt sie stolz "Prenzlauer Berg". Das erklärt einiges.

Die folgenden Witze des Künstlers über Prenzlauer Berg versteht sie nicht. Woher soll so jemand auch wissen, dass nach der Wende ca. 85% der Einwohner von Prenzlberg ausgetauscht wurden? Also, dass die Bewohner der Altbauten vertrieben wurden zugunsten besserverdienender Einwohner von anderswo.

Was gleichzeitig zu dem Wissen führt, dass nahezu jeder gegenwärtige Einwohner von Prenzlberg mit großer Wahrscheinlichkeit ein Zugezogener, Touri und Besserverdiener ist. Zu den Besser"verdienern" zählen in diesem Sinne insbesondere die reich verheirateten und die glücklichen Erben mittlerer Vermögen. Und "anderswo", das ist von Berlin aus immer: Die Provinz.

Dass alle folgenden Scherze des gebürtigen Rudower Künstlers über Prenzlberg auf ihre Kosten gehen, bemerkt die Frau in der zweiten Reihe nicht und  plappert immer munter weiter. So jemand ist doch nicht mal satisfaktionsfähig!

Manchmal bedaure ich die Schöneberger Toleranz gegenüber Minderheiten.

 

 

 


oh, klingt das etwa arrogant?

... guuut!

31 August 2014

Schnappatmung

Gerade bin ich in der U7 auf DAS STINKTIER getroffen, wieder einmal.

Es handelt sich dem Aussehen nach um einen verwahrlosten Obdachlosen, der eine intensive Geruchsmischung aus Harn und Eiter verströmt. Sie ist so stark, dass er damit die stumpfsten Zeitgenossen schafft und um den Verstand bringt. Zwei Leute verließen sofort den Waggon, die übrigen blieben mit grünen Gesichtern sitzen, etliche zückten Taschentücher und hielten sie schutzsuchend vor die Nase. Aber vor ihm gibt es kein Entkommen in dem geschlossenen Abteil. Selbst wenn er endlich ausgestiegen ist liegt der entsetzliche Gestank noch drei Stationen lang in der Luft. Kein Witz.

Letztes Jahr habe ich erlebt, wie er in Neukölln in der U-Bahn allein durch sein Auftauchen eine Bande von fünf jugendlichen Rüpeln in die Flucht schlug. Kein Witz, ich schwör!

Was soll man da sagen? Bei seinem Geruch bleibt sogar das übliche Mitgefühl mit den Entwurzelten auf der Strecke. Wenn er kommt verschlägt es dem zufällig Anwesenden buchstäblich die Sprache.




jaa-aa, das mag sich zynisch anhören! Aber es handelt sich wirklich nur um diesen einen Obdachlosen, der mir so dermaßen pauschal unsympathisch ist.

24 August 2014

Selfie

Wie andere Menschen auch ist der Große Bloguator™ eitel. Leider mißlingen die meisten seiner Selfies:





 

 

22 August 2014

Park

Whooaaa! Das speziell gebraute Radioeins-Bier beim Radioeins-Parkfest ist dermaßen gut - whooaaa! Sehr fruchtig - der Hammer!

Und das Parkfest ist wieder so herzig wie jedes Jahr, Radio zum Anfassen. Schon wegen dem Bier: HINGEHEN!

 
Abb. ähnlich (2013)

Wortgeklingel

zu Ehren der Floskelwolke, die eine lange fällige Betrachtung in Gang gesetzt hat

Hohle Phrasen und nicht durchdachtes Wortgeklingel sind eins der Lieblingsthemen des Großen Bloguators™.

Dazu gehören feststehende Redewendungen, die aber bei genauer Betrachtung urdämlich sind. Man sagt halt so. Aber auch überflüssige Beschreibungen, schiefe Bilder. Und fragwürdige Kategorien.

Der "helllichte Tag" und die "offene Straße" sind Klassiker im modernen Nachrichtenwesen. "Brutale Morde", "Blutbad" und "verheerendes Unglück" ebenso. Man kann das alles bei der Floskelwolke und ihren Autoren sehr schön nachlesen.

Hier geht es heute mal um Schuld und Unschuld, um Opfer erster und zweiter Klasse. Tot sind sie aber trotzdem. Genau: Militär und Zivilisten. Männer und Frauen, Erwachsene und Kinder.

Immer wenn vom Krieg berichtet wird, sprechen Medien gerne von "zivilen Opfern" oder "Zivilisten". Anscheinend sind lebendige Soldaten weniger wertvoll. Oder sie hätten sich ja wehren können, beispielsweise gegen einen Granattreffer, schließlich haben sie doch eine Uniform an. Die Zahlen toter Zivilisten werden gerne angegeben, weil es dramatischer klingt. Tote Soldaten machen nicht so viel her.

Womit wir zur Schuldfrage kommen. Eine weitere vielgebrauchte Redewendung ist die von den "unschuldigen Opfern". Das ist nämlich so: Wenn jemand zum Wehrdienst zwangsverpflichtet wird und gezwungenermaßen eine Uniform anzieht, dann scheint er quasi automatisch schuldig zu sein. Woran er Schuld trägt, weiß natürlich niemand so genau. Aber Zivilisten sind jedenfalls unschuldiger.

In diesen Kategorien der Unschuldsvermutung geht es noch weiter: Zivilisten sind pauschal unschuldiger als Uniformträger. Und selbstverständlich sind Frauen unschuldiger als Männer.

Aber am aller-aller-unschuldigsten sind Kinder. Kinder sind immer “unschuldige Opfer”, oder genauer noch “unschuldige Kinder”.

Die Erläuterung, warum das Alter besonders erwähnenswert ist, bleibt regelmäßig aus. Die Frage, warum Kinder erwähnenswerter sind als Erwachsene: Sind sie wirklich erwähnenswerter, weil wertvoller? Oder ist nicht doch jemand wertvoller, der lebenslang etwas gelernt hat und zum Wohl der Gemeinschaft aktiv beitragen kann? Sagen wir mal, eine Krankenschwester oder ein Arzt, vielleicht auch ein Ingenieur.

Warum sind Kinder erwähnenswerter? Doch wohl nur, weil es emotionaler klingt - da wird der Beschützerinstinkt beim Erwachsenen angesprochen und auf die Tränendrüse gedrückt. Irgendwie muss die Zeitung an den Mann gebracht werden. “Wenn die anderen tote Zivilisten beschreiben nehmen wir halt unschuldige Kinder!”

Die Krankenschwester, der Arzt und der Ingenieur hängen vermutlich genauso am Leben und können sich kaum besser gegen Granateinschläge und Gewehrfeuer schützen als ein Kind. Und ein gemeiner Uniformträger der unterlegenen Seite hat auch keine erfolgversprechenden Möglichkeiten, sondern ist dem Kugelhagel noch viel wahrscheinlicher ausgesetzt. Wir nennen so jemand  mit einem anderen drastischen Bild “Kanonenfutter”.

Zur Schuldfrage erläutert die Wikipedia sehr anschaulich "Als Voraussetzung für Schuld wird meist angenommen, dass der Schuldige die Wahlmöglichkeit hatte, die als schlecht definierte Tat zu unterlassen."

Das tätowieren wir jetzt jedem dieser Wortklingler auf die Stirn. Von innen, damit er es besser lesen kann.

21 August 2014

Hohlheit

bei Twitter hatte ich es bereits erwähnt, der Einfachheit halber ziehe ich es mal hier rüber


Ich weiß nicht, was in den Köpfen der Leute vorgeht. Wer es nicht gleich erkennt: Das sind Golf-Tees in Form einer kopflosen nackten Frau. Kann man bei AMAZON kaufen.

lustige_golftees2 

Also: Was mag in dem Kopf von einem vorgehen, der so etwas kauft? Oder verwendet? Da muss doch ein ungeheures Vakuum vorliegen? Oder ist das einfach nur die Gestaltungshöhe von Fußball-Fangesängen? Dumpfbacken versuchen Sport?

Man muss doch wirklich kein Genie sein, um so etwas grottig zu finden. Selbst der Begriff Sexismus ist dafür schon zu viel Aufwand - sie würden ihn nicht verstehen.

Einige dieser Dummbeutel geben auch noch Rezensionen darüber ab:

"Rezension bezieht sich auf: Living-Point Lustige Golftees 6er, hautfarben, Nackt Tee 6er (Ausrüstung):

Ich bestellte diese Goolftees zu einem Geburtstag für einen guten Freund, da dieser begeisterter Golfer ist und ich mir dachte, etwas Erotik auf dem Golfplatz wäre sicherlich nicht schädlich.

Das 6er-Pack Golftees der Marke Living Point hat die Form eines wohlgeformten Frauenkörpers und gibt in der Tat ein herrlich lustiges Bild auf dem Golfplatz ab. Unter den etwas prüden anderen Golfern sind die Nuddie Tees echte Hingucker…”

Hm, ja, sicher, prüde.

Zum Beweis der Auszug aus der Amazon-Seite:

lustige_golftees1

A propos Dummbeutel - Amazon ist ja großzügig, und mit ganz wenig Aufwand wird man in diesem Zusammenhang auf die nächste Absonderlichkeit hingewiesen:

lustiger_ballsack2

Ja, ja, das ist genau das wonach es aussieht - es geht um Golf, Bälle und Golfbälle.

Männer! Das ist ein Wortspiel, das im Deutschen noch nicht mal funktioniert!

Und wer sich mit derartigen Bullenklöten in freier Wildbahn zeigt, macht sich vollends lächerlich.

lustiger_ballsack1

Oder, wie der mitfühlende Nachbar verständnisvoll fragt: “Ist Ihrer wirklich so klein?”

20 August 2014

Intern

Hier kommt einer speziell für Nic, zum Fußnägelhochrollen:


Hinweis für die anderen, hint hint, es steht im Zusammenhang mit Tabakwaren.

19 August 2014

... und dann ist da noch ...

... der sensationelle Geheimplan


 

Neulich, auf der Bierzeltgarnitur vor der Eisdiele lag diese Ausgabe der Freizeitwoche herum.

Wer je Zweifel hatte, dass so Redakteure von Goldenen Blättern ziemlich wirr im Kopf sein müssen, erhält hier die Bestätigung. Ich wiederhole die Schlagzeile einmal ohne die grauenhafte Typografie:

Carmen Nebel und Andy Borg
Sensationeller Geheimplan
Wird aus ihrer Freundschaft bald mehr?

In der Welt der Freizeitwochejournalisten plant man so etwas. Bald mehr!

"Du, wir sind doch schon so lang befreundet. Meinst, da können wir doch bald mehr draus machen!"

"Och, joh, können wir schon machen."

"Ach, schön. Wann passts dir denn?"

"Also nicht nächste Woche, da hab ich eine Tournee. Ich bin beim Schützenfest in Gerolsheim."
"Ja. Stimmt. Ich doch auch!"
"Dann übernächste Woche."

"Ja. Oder bald."

"Nee, da kann ich nicht, da krieg ich ein Kind."
"Ach so. Na dann halt ein anderes mal."
"Ja, genau. Aber das muss richtig geheim bleiben! Da machen DIE MEDIEN sonst wieder so eine Sensation draus."
"Ja, stimmt."
Und so kam es, dass sich das Mehrdraus der Freundschaft zwischen Andy Nebel und Carmen Borg noch ein Weilchen verzögern sollte.
 

Aber in der Welt der Freizeitwoche-Journalisten sind Dietmar Schönherr und Vivi Bach auch endlich wieder vereint. 1,80m unter der Erde.

Ich glaube, das ist gar keine echte Freizeitwoche, sondern eine Parodie von der Titanic. Oder von MAD. Ich finde den Hinweis nur nirgends.

18 August 2014

Feinsinn

The tiiiiiimes, they are a-changing! Erkennt jemand den Feinsinn hier drin?

Neulich wurde hier in Berlin jemand gefasst und eingebuchtet, den man der Brandstiftung bezichtigt. So sagt man, so lange einer nicht verurteilt ist.

Na?

Also, Hinweis für diejenigen, die neu auf unserem Planeten sind: Da steht doch tatsächlich "mutmaßlichen", wo es sich um einen noch nicht verurteilten Verdächtigen handelt. Eine ganz und gar zutreffende Nachricht demnach, man könnte es beinah schon als Information bezeichnen.

Wie jetzt: Noch einen Tipp? Na schön: Es handelt sich hier um eine Schlagzeile der BILD-Zeitung.

Ich falle vom Glauben ab. BILD, was ist bloß aus dir geworden? Kein peinliches privates Foto und noch nicht mal die solide Vorverurteilung eines zugegebenen Schwachkopfs, der sich als Zielscheibe geradezu anbietet - ich bitte euch! Das ist doch nicht euer Niveau!

17 August 2014

Wahrheit

Ich musste es tun! Dieses Olivenöl aus dem bevorzugten türkischen Supermarkt habe ich nur gekauft, weil Ehrlichkeit bei der Inhaltsangabe auf Lebensmitteln endlich einmal belohnt werden muss.

Muss!

Ich erwarte gar nicht, dass es schmeckt.

 

 

 


btw.: Erinnert sich eigentlich noch jemand an den Olivenöl-Skandal in Spanien Anfang der 1980er Jahre? Irgendwie ist der erstaunlich schnell in Vergessenheit geraten.

16 August 2014

Menü

Der Große Bloguator™ hört gerne Radio. Die taiwanische Radio-App für das smarte Fon hat einen Menüpunkt "Wie wir auf Facebook".

Menüpunkt.

Öhm, ja? Fragezeichen?

Ach so, da hat die koreanische Fremdsprachen-App fließend-automatisch-computerisiert von Englisch nach Deutsch übersetzt.

Also von einer Sprache, die ihr nicht angeboren ist, in eine andere, die auch nicht.

Hm?

"Like Us on Facebook!"

 

 

 


1eine App aus dem zentralen Mitteleuropa hätte selbstverständlich nach NDR übersetzt, Neuer Deutscher Rechtschreibung. Dann liest sich das gleich viel verständlicher: "Like uns auf Facebook!"

13 August 2014

Billy Jean

Grenzwertig. Aber was solls - wenn man anders sein Blog nicht voll kriegt?

... ja, schon gut: Nicht wirklich übel - aber auch nur beim ersten Ansehen lustig.

12 August 2014

Is mir Schnuppe!

Derzeit hat der Teilchenstrom der Perseiden¹ Hochsaison. Das sind kleine Meteordingse, die in der Erdatmosphäre zu Sternschnuppen verglühen. Man darf sich dabei etwas wünschen. Wissenschaftlich geweissagter jährlich wiederkehrender Höhepunkt ist der 12. August - also: JETZT.

Folgerichtig schweifte letzte Nacht der Große Bloguator™ auf Sternschnuppenjagd durch die hellerleuchteten Berliner Parks. Doch, wirklich, in den neuen Parks kann man auch nachts Zeitung lesen. Zufällig kam zu der Hellerleuchtung ein weiteres Naturphänomen: Vollmond.

Die Werwolfgene² im Großen Bloguator™ wissen den Vollmond normalerweise sehr zu schätzen. Nicht jedoch, wenn sich ein schwach leuchtendes Ereignis wie eine Sternschnuppe zeigen soll und der Vollmond den Nachthimmel zusätzlich hell anstrahlt. Man glaubt andererseits nicht, welch gewaltigen Schatten die Bäume selbst im Mondlicht werfen.

Die Herausforderung bestand also darin, im innerstädtischen Park eine Stelle außerhalb der Reichweite der Parkleuchten zu finden, welche außerdem im Mondschatten lag. Sie fand sich nach einer Weile, kleine Einschränkung: Tau auf der Wiese. Weitere kleine Einschränkung: Der Perseidenstrom. Der ließ nämlich sehr zu wünschen übrig.

Ausbeute: Drei (in Worten: 3!) Sternschnuppen in anderthalb Stunden.

Da ist es besser, man beobachtet bei Tageslicht sichtbare Phänomene, wie Regen. Oder Windstille.

 

 

 

 


¹ Humaner Anagramm Generator HAG erzeugt immer so etwas wie Persiliden. Muss sich wohl um ein altes Geschlecht von Waschmittelhalbgöttern handeln

² Wemwolf - Wessenwolf - Wenwolf, nur um diesen absehbaren Runninggag hier wieder einmal anzuwenden

11 August 2014

Wolkig - nicht heiter!

Hier kommt was hübsches: Die Floskelwolke. Es handelt sich um die grafische Darstellung darüber, welche hohle Phrase in den deutschen Zeitungen gerade besondere Konjunktur hat.

Da werden Tote gefordert (so so - und von wem denn?), es gibt humanitäre Katastrophen (anscheinend also auch noch andere) und es geschehen brutale Morde (vermutlich im Gegensatz zur moralisch zulässigen gewaltfreien sanften Tötung von Menschen gegen deren Willen).

Hintergrund der lobenden Erwähnung: Der Große Bloguator™ ist regelmäßig beleidigt, wenn deutsche Journalisten - zu 100% Akademiker - irgendwelche Begriffe nachkauen und Phrasen dreschen, ohne je darüber nachgedacht zu haben. Die machen ganz offensichtlich Ihre Arbeit nicht, z.B. Recherche, Auswertung, mehr oder minder neutraler Bericht.

Die Erfinder der Floskelwolke haben die Reihe von Top-Phrasen unten auf der Seite erläutert und geben auch sonst sehr überzeugend Auskunft über ihre Arbeit und Motivation.

Derzeitiger großer Favorit am Phrasenhimmel: "Unschuldige Frauen und Kinder". Denkt ruhig mal drüber nach!

08 August 2014

Kalender

… Google-Erinnerung: 8. August - Friedensfest ...

… hä?

… ah, da:

Friedensfest
Christlicher Feiertag. Nur in Augsburg (Bayern)
Jährlich am 8.August
Ach so.

07 August 2014

Flashback

Angeregt durch etwas ganz anderes¹ erzeugte der Anagrammgenerator im Kopf des Großen Bloguators™ diesmal einen Kurzschluss und dann einen Link in die sechziger Jahre. Hier zuerst eine Version mit Standbild, um die ganze Sinnlosigkeit des Schlagertextes bei gleichzeitiger Ohrwurmigkeit der Melodie herauszustellen:



Tja, Mitleid ist angebracht, mit solcherart Zerstreuung ist Der Große Bloguator™ aufgewachsen, in der Provinz, fernab jeder Zivilisation. Punkrock war auch noch nicht erfunden.

Die Überzeugungskraft der Sängerin France Gall lässt sich aber an folgendem Musikvideo zweifellos ablesen, diesmal mit bewegten Bildern. Das Fernsehen ist wohl einfach mit ihr auf den Eiffelturm² gefahren und der Regisseur wies sie an "Beweg dich mal irgendwie brasilianisch" - allerdings zu einer Zeit, da Europa von Brasilien nur unwesentlich weiter entfernt war als die Erde vom Mond:
http://youtu.be/IfSW3fk-EgM

Und außerdem ist sie sehr hübsch, nicht wahr?




¹ Blog des Tages: Männer mit Blumen im Bart → http://t.co/Mkyzh2thxn
Peter Glaser (@peterglaser) 6. August 2014

² hm, nee, ist nicht der Eiffelturm, was? 

06 August 2014

Horizont

& Erweiterung - Note to Self


gestern abend bei mir im Hof tönte Gaâda Diwan De Béchar aus einem Fenster. Ich kenne den Nachbarn hinter dem Fenster nicht, aber das Smarte Fon und seine fortgeschrittene Software waren in der Lage, die Musik zu erkennen und trefflich zuzuordnen. Im Hof!

Über die Band erfährt man im europäischsprachigen Internet leider nicht so viel, obwohl die sehr produktiv zu sein scheinen. Aus dem Zusammenhang ist zu entnehmen,dass es sich um Musiker irgendwo aus Nordafrika handeln muss, so Marokko, Algerien, oder vielleicht noch Mauretanien. Oder alles zusammen. Es gibt einen Haufen Videos bei Youtube, kann sich jeder selbst ansehen, aber vor allem ein paar schöne Liveaufnahmen auf Soundcloud.

Und obwohl sich ja wieder mal abzeichnet, dass ausländische Musik nicht jedermanns Sache ist, jedenfalls solange sie nicht aus dem Rhythm&Blues-Sprachraum kommt, hier wieder die Empfehlung: Hingehen!

 

Bei dieser Gelegenheit öffnete sich dem Großen Bloguator gleich noch ein Portal, nämlich Ournia, wo man beispielsweise Maghrebi-, RAI- oder Gnawa-Radio hören kann - wenn man sich denn für sowas interessiert.

05 August 2014

Humor Ausland

.... wird auch hier verstanden.

Wenn man Humor hat.

Japanischer iPhone-Samurai:

via Peter Glasers Twitter @peterglaser

Aus diesem Anlass hier noch ein japanischer Film mit japanischen Untertiteln. Vom Angst-vor-Südostasiaten-Witz wird hier ausnahmsweise abgesehen.

03 August 2014

Sage

... nur nicht: Vorher~

Ich weiß ja nicht, für welches Berlin diese Wettervorhersagen gelten - jedenfalls nicht für das Berlin, in dem ich wohne.

Hm... Berlin/Alabama?

02 August 2014

Heute

Schöneberg 2014 - Punks mit Rollköfferchen.

01 August 2014

Aug(De)Mented Reality

Na schön, so lange mir nichts besseres einfällt verbreite ich einfach bemerkenswerte Ideen anderer Leute weiter.


via dasnuf auf twitter

31 Juli 2014

Obstschnipsel

Aktueller Stand, Sommer 2014: 1kg Erdbeeren in 12min.

Aus gegebenem Anlass - note to self: Russisch Obstschnipseln mit Akzent

30 Juli 2014

Balancier

Hier balanciert einer mit verbundenen Augen Ringe.
Die meisten von uns könnten das noch nicht mal mit Sehen:


wieder über Herrn Glaser

29 Juli 2014

Illustration

Aus den verschiedensten Gründen interessiert sich der Große Bloguator™ für Illustration...

... hm ...

... braucht man dafür überhaupt einen Grund? Egal. Jedenfalls wieder einmal auf dem Umweg über eine der Veröffentlichungen vom überaus fleißigen Herrn Glaser - hier eine Spezialwebseite über wissenschaftliche Illustration: Scientific Illustration
Beim ersten Bild geht es um eine Systematik selbstleuchtender Organismen und das zweite erkennt jeder selbst.

Interessant! Hübch!




25 Juli 2014

Steinzeit

Rein technisch haben wir inzwischen Telefon, Internet, Fernsehen. Der Buchdruck und die Zeitung wurden vor Jahrhunderten erfunden. Aber geistig gesehen stecken etliche Deutsche immer noch in der Steinzeit.

Die Geschichte handelt in einer Ortschaft namens Rottweil². Die gibt es tatsächlich¹. Hier läuft jemand ein paar mal mit einem Fantasie-Mönchskostüm herum - und die Leute drehen durch: "Kampfmönch", "Assassine".

Der Herausgeber des Lokalblattes schreibt sogar einen offenen Brief: "Es mag also sein, dass Sie aus Ihrer Sicht gar nichts angestellt haben und nichts Böses im Sinn hatten. Dann fehlt nur noch ein - zugegeben: heldenhafter - Schritt. Stellen Sie sich der Polizei."

Sollte nicht wenigstens der Herausgeber einer Zeitung seine Heimatstadt einmal im Leben verlassen haben? Sollte so einer nicht wenigstens einmal im Leben sogar bis ins 90km entfernte Stuttgart gereist sein? Wo kauft der das Papier für seine Zeitung ein - mit dem Handkorb auf dem Wochenmarkt? Hier bei uns in der Zivilisation hat manch ein Herausgeber sogar ... studiert.

Den Rest der Geschichte entnimmt man den Berichten im Spiegel.

Aha, wir sind schon wieder da: Wenn man im falschen Outfit herumläuft, muss man sich der Polizei stellen, weil sonst die Rottweiler (nennen die sich wirklich so?) "verängstigt" sind.

Mein Gott, was macht man in Rottweil, wenn dort der erste Chinese auftaucht? Oder womöglich ein Schwarzer? Gelten für die überhaupt unsere Gesetze?

 

 

 


¹ naja, vermutlich auch nicht tatsächlicher als Bielefeld

² wobei schon der Auftritt ihrer Webseite für jemanden aus der Zivilisation gruselig ist. Alle Bilder haben einen schlimmen Touch von Zombie-Film, vielleicht "Die lebenden Toten von Rottweil"

22 Juli 2014

Goldener Boden

Hier im Hof arbeiten die nervigsten Handwerker der Stadt. Sie verrichten ihre Arbeit nicht am Stück. Sondern!

Sondern: Aus irgendeinem Grund erledigen sie ihre Arbeit in nahezu unmessbar kleinen Abschnitten und koordinieren die Arbeitsabschnitte mit meinem Fenster. Im Sommer öffnet man gern das Fenster. Mache ich das Fenster auf - uuuiiiieeeee - wirft einer die Kreissäge an und sägt kreis. Mache ich das Fenster wieder zu schaltet er sie wieder aus. Fenster auf - Kreissäge wieder an. Fenster zu - Kreissäge wieder aus.

… noch zwei Runden und ich schiebe den Typen durch seine eigene Kreissäge! Die Streifen frittiere ich dann in Kettenöl und zwinge seine Kinder und seinen Fußballverein, sie zu essen!

Letzte Woche war einer mit einem Laubbläser da … Laubbläser! Im Sommer! Er laubblies immer so Abschnitte von zwei bis vier Quadratmeter. Kaum war mein Fenster zu machte er seinen dengelnden Zweitakt-Laubbläser aus und verschwand. Wahrscheinlich musste er seinen Chef nach Lob fragen, für die zwei bis vier unheimlich ordentlich laubgeblasenen Quadratmeter. Fenster auf - Laubbläser an, wieder zwei Quadratmeter. Fenster zu - Laubbläser aus, Cheflob einholen.

Zum Glück musste ich weg. Ich hätte zu gerne den Arbeiter  … nein: Den CHEF, der naive Arbeiter mit einem Laubbläser ausstattet und bei 32°Celsius in die Höfe von Wohnhäusern schickt !!! mit seinem Laubbläser bis auf das doppelte Volumen aufgeblasen und seine Ohren dabei direkt am Auspuff von dem Zweitaktmotor festgetackert!

Vorletzte Woche fuhr einer mit einem Rasenmäher herum. Der Rasenmäher war selbstverständlich nicht das kleine mechanische Modell mit Muskelkraftantrieb, das sich dreht, wenn man es vorwärts schiebt. Nein, der Mähmann kam mit einem Teil zum drauf Sitzen, mit automatischem Grasfangkorb und drei Rück­wärts­gängen.

Die Rasenfläche in unserem Hof misst gute 21Quadratmeter. Eine Nagelschere wäre für diese Größe genau das richtige Werkzeug. Aber Aufsitzmäher - ohne Schalldämpfer.

Der beauftragte Rasenmäherpilot konnte die 21Quadratmeter natürlich auch nicht am Stück abarbeiten, sondern bewältigte die Fläche in vier oder fünf Abschnitten, zwischen denen er den Motor immer wieder abstellte, er fuhr auch mehrmals aus dem Hof raus. Eine Finte? Nur so konnte er anscheinend echte Qualitätsarbeit abliefern…





… aaaaargh, der Kreissäger wieder! Ich geh jetzt raus und greife mir den Typen! Wünscht ihm Glück! Ich werde bis zu den Knien in seinen Eingeweiden waten!






wir sind übrigens vor einem halben Jahr umgezogen. Es ist nicht - ich betone: NICHT - derselbe Hof wie in diesem Bericht. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich die Typen anziehe

18 Juli 2014

Preisträgerin

So macht man das:

Herta Müller, Literaturnobelpreis 2009.

Bei Twitter seit 2009.

In Fünf Jahren genau einen Tweet.

...

hm?

... ich glaube, ich sollte mich auch mehr konzentrieren.


nunja, im Nachhinein der Gedanke: "Vielleicht hat sie auch nur das Passwort vergessen. So weit bin ich auch schon!"

Adriano

... sorry, bin eben im weltweiten Netz darüber gestolpert ... ich muss es einfach tun! ... hauptsächlich, weil der Celentano halt eine coole Sau ist. Hier:

Und zum Weiterhören- und sehen noch dieses Musikvideo, sehr aufwändig produziert, mit charmantem Fernsehballett und schwer stilisierten Kulissen aus Plexiglas: Azzurro - welches im Original übrigens von Paolo Conte stammt

14 Juli 2014

Wahrnehmungsschwäche

Ein Wochenende vor dem Finale der Fußball-WM, private Veranstaltung, man sitzt unter Zelten, ein Barde mit Gitarre ist anwesend. Das Viertelfinale beginnt soeben.

Der Barde bringt etwa 150kg auf die Waage und zwar nicht "nur Muskeln", sondern Schwabbel von oben bis unten, mit besonders viel Schwerpunkt. Er singt eine witzheischende Fußballhymne zum Mitgröhlen mit dem Titel "Wenns um Fußball geht hass ich Holland wie die Pest!" ¹

Ich wiederhole: 150kg Schwabbel, am Stück! Wenn der einen Fußball auch nur aufmerksam ansieht kriegt er schon Atemnot. Aber "Wenns um Fußball geht hass ich Holland wie die Pest!".

Verallgemein- und Schlussfolgerung: So viel zur Wahrnehmung der Deutschen, wenn es um Fußball geht.





¹ der Künstler im Video, Götz Widmann, wirkt fast genauso schwabbelig wie der oben bechriebene Barde. Interessant!

Sprachregelung

Ich möchte da gerne etwas korrigieren, den Ausdruck "Deutschland ist Weltmeister".

Richtiger müsste es heißen "Eine deutsche Mannschaft hat bei der Fußball-WM das Endspiel gewonnen - und was habt ihr Schreihälse dazu beigetragen?"

13 Juli 2014

Aktuelle Gegenwart

Sonntagabend, kurz vor dem WM-Finale. Die U-Bahn ist bevölkert von betrunkenen aufgeregten Leuten, für die ein Ausflug in den Nachbarbezirk bereits ein Abenteuer ist.

Autofahrer wollen "vernünftig sein", weil heute abend "bestimmt etwas getrunken wird".

Einig Volk von Hysterikern.

11 Juli 2014

Dialog

"Hast du dich etwa in mich verliebt?"

"Spinnst du? Hast du dich mal angesehen? Dir zugehört? Deine sturzblöden..."

"Also ja."

"Ja..."

Dialog stammt leider nicht vom Großen Bloguator™, sondern von der Analogbotschaft, hier. Und deshalb wird hier Werbung dafür gemacht. Ja.

09 Juli 2014

Beatbox

Der Große Bloguator™ war wieder einmal bei der Beatbox, die Google "Übersetzer" nennt.

Wie üblich bei Google Softwareherstellern versteht das Programm längst nicht alles, aber es übersetzt trotzdem. Wer genau hinsieht: Der Übersetzer meint, dass statt dem kz ein zk stehen sollte und möchte diesen Fehler gerne korrigieren... erkennt aber nicht, dass es sich insgesamt um einen ganz sinnfreien Text handelt und übersetzt ihn anstandslos aus einer von 81 Sprachen in eine andere (Stand 2014).

Im übrigen wird als Sprache des Textes Tschechisch erkannt. Tschechisch!

Man kann sich nun die liebevoll angefertigte Übersetzung vorlesen lassen - und dafür eignet sich eine konsonantenlastige Sprache wie Tschechisch tatsäschlisch am besten. Leset nun und hört selbst:


Slowakisch ist aber auch lustig.

Wer nun ein wenig mit eigenen Begriffen herumexperimentieren will, benutzt beispielsweise folgende:

Sie werden mühelos als zweifelsfrei Norwegisch identifiziert, und nach Meinung von Google kennt auch das Tchechische solche Wörter:


Die Fähigkeiten der Tschechen und des Tschechischen sind wirklich nicht hoch genug einzuschätzen!

 



und um es auf die Spitze zu treiben, die schönen englischen Wörter "gr gr" sind dem Übersetzer ins Tschechische wirklich überhaupt keine Herausforderung!

08 Juli 2014

Hilfe mein Sohn!

Es sollte ein neuer Versuch in Googlepoesie werden - aber dann war ich erschüttert, was Google dem Sohn alles zutraut:


05 Juli 2014

Conversation

Nordneukölln, Samstagabend, Bank im U-Bahnhof, zwei Mädels unterhalten sich...
"...und ich so: Whoaa, was geht denn hier ab!"
... standardisiertester Standardsatz einer Unterhaltung unter Mittzwanzigerinnen.

04 Juli 2014

Realität und Wirklichkeit

der Große Bloguator™ unterwegs


SCHKOPAU! Heimat der Plaste und Elaste! Es gibt diesen Ort wirklich! ... oder jedenfalls einen Bahnsteig, der so heißt...

Und weiter gehts, von Merse- nach Naumburg. Vorbei an leeren Wiesen mit chemischem Equipment drin. An der Station steht Leuna Werke Nord.

Hübsche Wassertürme haben sie hier. Auch in Grosskorbetha (Kleinkorbetha mag man sich gar nicht ausmalen).

Dann wieder eine Weile Landschaft.

Das Flüsschen muss wohl die Saale sein? Da ist ja selbst die Spree noch größer. Weißenfels, das liegt doch an der Saale, oder? Es gibt eine Burgenlandbahn..

In Österreich ist das Burgenland das, was für die Deutschen Ostfriesland ist, nur so am Rande bemerkt. Die Landschaft in diesem Burgenland ist dabei genausoschön wie in jenem. Doch, wirklich!

Da kommt Naum. Weit und breit keine Burg zu sehen. Dafür eine Kirche. Nur, das klingt eben nicht so gut:Naumkirche.

Zum Abschluss noch eine Fahrt mit der Burgenlandbahn. Sehr putzig, ein Waggon mit genau einer Tür auf eingleisiger Strecke. Wurde anscheinend erst kürzlich von Handkurbeln auf Motorantrieb umgestellt. Der Fahrer begrüßt seine Fahrgäste mit Handschlag.

Die Landschaft wird noch malerischer. Der erste Weinberg kommt in Sicht. Hier bin ich richtig.

Nebra/Unstrut. Ich meine UN-strut!

Der Große Bloguator™ beschließt gerade noch für sich "Es ist besser, wenn ich nicht weiter drüber nachdenke" - da wird Kirchscheidungen ausgerufen. Ohmeingott!






¹ panische Frage eines jeden Besuchers, der vor der Wende aus Richtung Süden über die Autobahn nach West-Berlin gekommen war: "WAS IST DENN PLASTE UND ELASTE?!?"

Sie hatten auf der Elbebrücke diese Botschaft gesehen:


Foto ausgeliehen bei Atmosphaeren

01 Juli 2014

Guerilla-Radeling

Letzten Freitag war Der Große Bloguator™ beim Guerilla-Radeling: Eine Gruppe von mehr als 15 Radfahrern darf einen geschlossenen Verband bilden, und dieser ist wie ein einzelndes Fahrzeug zu behandeln. So steht es in der Straßenverkehrsordnung, §27.

Die Veranstaltung verlief unter der Bezeichnung Critical Mass, über die zu erreichenden Ziele und zulässigen Maßnahmen waren die Teilnehmer durchaus unterschiedlicher Ansicht¹, aber dieser Veranstalter Organisator Aufrufer interpretierte die Sache so, dass ein Verband aus mehreren Radfahrern im Straßenverkehr *GENAU* *ALLES* darf.

(bzw. Wikipedia über die Critical Mass)

Also fuhren unwesentlich mehr als 15 Radfahrer - so zwischen ca. 1.000 und 2.000 - an einem lauen Freitagabend ziellos durch die Stadt und legten der Verkehr lahm².

Hier ein kleines Filmdokument, das am Ende der ersten Verschnaufpause an der Ecke Danziger/Greifswalder Straße beim Wiederanfahren aufgenommen wurde. Es dauert über 8min., bis alle Teilnehmer vorbei sind:


(und wenn man ganz genau hinsieht: Bei sec. 0:26 ist ganz unscheinbar Der Große Bloguator™ zu erkennen)





¹ vgl. den Blogeintrag der Radspannerei und die anschließende Diskussion
² ganz so anarchisch war es gar nicht: Die Sache wurde von reichlich Polizei begleitet, die die Radfahrer für schnellere blechgeschützte Verkehrsteilnehmer sichtbar machte und den Verkehr für die Critical Mass lahmlegte. Anscheinend also eine irgendwie angemeldete Sache, bei der die Polizei vermutlich aus rein verkehrserzieherischen Gründen gerne mitmacht

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